
Puddle
Puddle Test / Review
Auf den neueren Konsolengenerationen wurde echte Puzzle- und Geschicklichkeitsspiele immer mehr zur Seltenheit. Umso erfreulicher, dass uns Konami mit dem PSN-Titel Puddle endlich mal wieder mit einem PS3 Genre-Vertreter überrascht...
Das Spielprinzip von Puddle erinnert uns sofort an LocoRoco, welches auf der PlayStation Portable weit mehr als nur gefallen konnte. Die Steuerung beschränkt sich nämlich auf ein absolutes Minimum und die einzige Interaktionsmöglichkeit des Spielers liegt im Grunde darin, die gesamte Spielwelt nach links oder rechts zu kippen. Anstelle der bunten LocoRocos gilt es bei Puddle jedoch, Flüssigkeiten durch die Levels zu dirigieren und dabei mit einem vorgeschriebenen Minimum an Feuchtigkeit den Levelausgang zu erreichen. Der englische Name Puddle (zu Deutsch: Pfütze) könnte also treffender nicht sein.
Was sich als wenig spannende und banale Aufgabe anhören mag, entpuppt sich bereits im zweiten Level als trickreicher Hindernisparcours. Unterschiedliche Gefahrenquellen und Hindernisse warten nämlich nur darauf, die wertvolle Brühe zu verdunsten, aufzusaugen oder anderweitig zu rauben. Unterschiedliche Szenarien und Flüssigkeitstypen bringen dabei genügend Abwechslung, dass der Hindernislauf trotz einfachem Spielprinzip stets spannend bleibt. Sequenzen mit erschütterungsempfindlichem Nitroglyzerin, eine Reise durch den menschlichen Körper, sich durch gewisse Levelelemente fressende Säure oder plötzliche Schwerelosigkeit sind nur einige Beispiele davon, was euch bei Puddle im Verlauf der insgesamt 8 Kapiteln an je 6 Levels erwartet.
Zwar bietet Puddle ein äusserst simples Spielprinzip, verlangt vom Spieler aber ein grosses Mass an Konzentration und Reaktionsvermögen. An vielerlei Stellen kann der kleinste Fehler zum Scheitern (und damit zum Neustart) des gesamten Levels führen. Zwar sind die einzelnen Levels nicht ausladend gross und der Neustart wirft euch deshalb im Spielfortschritt nicht sonderlich weit zurück, trotzdem setzt Puddle eine gewisse Frusttoleranz voraus. Dies nicht unbedingt, da besagte Stellen unverhältnismässig schwierig zu passieren wären, sondern vielmehr, da gewisse Gefahren und Knackpunkte aufgrund des begrenzten Bildausschnittes schlicht nicht vorhersehbar sind. Somit sieht sich der Spieler regelmässig mit "Trial and Error" Situationen konfrontiert. Dies kann selbst das Nervenkostüm eines frusterprobten Zockers auf eine harte Probe stellen.
Aus diesem Grund wurde wohl auch die Option "Skip and Whine", welche euch beim x-ten Scheitern ein Level überspringen lässt, hinzugefügt. Doch könnt ihr diese Option nicht unbeschränkt nutzen, denn die Gesamtzahl an verfügbaren "Whines" ist beschränkt. Habt ihr Level X nicht geschafft und steht dann bei Level Y ohne "Skip and Whine" Option an, müsst ihr Level X erstmals lösen, bevor Level Y übersprungen werden kann. Dieses Feature hat uns wirklich gut gefallen und könnte auch gerne bei anderen Spielen umgesetzt werden. Denn es sorgt sowohl dafür, dass man sich nicht stundenlang ohne Fortschritt an einem Level die Zähne ausbeisst, als auch, dass man zuvor scheinbar unlösbare Abschnitte nochmals angeht.
am 19.02.2012 15:35
Fazit
Wertung
Game Info
- Genre: Puzzle
- Entwickler: Neko Entertainment
- Publisher: Konami
- Spieler offline: 1
- Releasedatum: 25.01.2012 (erschienen)
- 1080p Modus: Ja
- Sixaxis Support: Ja



