
The Darkness II
The Darkness II Test / Review
Fünf Jahr nach dem ersten Teil erscheint nun die Fortsetzung des damals überraschend innovativen Egoshooters. Welche Unterschiede bringt der Wechsel des Entwicklers mit sich? Wir geben die Antwort im folgenden Test...
Empfindliche Gemüter seien bereits an dieser Stelle gewarnt: The Darkness II schreckt nicht vor expliziter Gewaltdarstellung zurück. In der uns vorliegenden PEGI 18 Version gehören abgetrennte Gliedmassen, verstümmelte Kontrahenten und kleinere Blutfontänen zur Tagesordnung. Der Comicbook-Grafikstil schwächt die rabiaten Gefechte zwar etwas ab, trotzdem gehört The Darkness II aber definitiv nicht in Kinderhände. Wer die düstere Comic-Vorlage kennt, wird sich über diesen Umstand auch kaum wundern. Die in Deutschland offiziell veröffentlichte USK Fassung wurde dagegen dermassen entschärft, dass man kaum noch vom selben Spiel reden kann. Wir würden deshalb allen deutschen Interessenten auf jeden Fall zum EU-Import der PEGI Version raten.
Die Geschichte des zweiten Teils lässt euch erneut in die Rolle des Mafiosos Jackie Estacado schlüpfen. Zwei Jahre nach den Ereignissen von The Darkness hat Jackie die dunklen Kräfte unter Kontrolle und führt die Familie als junger Don an. Ein Angriff auf die eigenen Reihen lässt aber die Dunkelheit wieder Besitzt von ihm ergreifen und so beginnt Jackie den erbarmungslosen Rachefeldzug. Die Hintergrundgeschichte greift dabei aber auch Jackies Vergangenheit, den Verlust seiner grossen Liebe Jenny sowie den Kampf gegen seine inneren Dämonen auf. Dies sorgt neben dem brachialen Gameplay für den nötigen Tiefgang und einen überraschend starken Bezug zum Protagonisten.
Die dämonischen Kräfte von Jackie erweisen sich im Kampf gegen die feindliche Übermacht verständlicherweise als überaus praktisch und verleihen dem altbekannten Shooter-Gameplay eine ungewohnte Perspektive. Durch die beiden seitlich am Bildschirm positionierten, mit spitzen Reiszähnen ausgestatteten Tentakeln rückt der Nahkampf deutlich stärker ins Zentrum des spielerischen Geschehens. Während der rechte Dämonen-Arm für schmerzhafte Schläge zum Einsatz kommt, ist das linke Pendant für Griffe nach Gegnern und Objekten zuständig. So werden aus Autotüren nicht nur nützliche Schilde und aus Parkuhren tödliche Geschosse, sondern auch Kontrahenten zu wehrlosen "Spielzeugen". Habt ihr einen Gegner nämlich erstmals im festen Griff, sind abgetrennte Köpfe oder komplett zerrissene Körper nur noch einen Knopfdruck von eurem Bildschirm entfernt. Für weiter entfernte Widersacher könnt ihr aber selbstverständlich jederzeit auch zu den altbewährten Schiesseisen greifen. Spieler des ersten Teils werden sich zudem freuen, dass sowohl die Zielmechanik der Waffen als auch die Steuerung der Dämonenkräfte insgesamt spürbar verbessert wurden.
Game Info
- Genre: Egoshooter
- Entwickler: Digital Extremes
- Publisher: 2K Games
- Spieler offline: 1
- Spieler online: 4
- 1080p Modus: Ja
- Sixaxis Support: Nein
- Teilinstallation auf Festplate: Nein



