
Call of Duty: Black Ops
Call of Duty: Black Ops Test / Review
Der neueste Teil von Activisions Millionen-Franchise bleibt den Konventionen treu, die einst Call of Duty 4: Modern Warfare etablierte, doch mit einer bombastisch erzählten Kampagne und reichhaltigen Multiplayer-Features ist Black Ops wohl das kompletteste, wenn auch nicht bahnbrechendste Call of Duty für Shooter-Fans.
Nach nunmehr drei Jahren, in denen die Call of Duty-Reihe unangefochten die Online-Shooter-Welt dominiert und mit jedem Release neue Verkaufsrekorde setzte, sind die Erwartungen an Black Ops enorm hoch. Da ist es einerseits etwas enttäuschend, dass Entwickler Treyarch wohl keinerlei abenteuerliche Gameplay-Variationen riskieren wollte, andererseits erfreut man sich aber an der nach wie vor enorm erfüllenden Schiesserei und seiner explosiven Inszenierung so sehr, dass auch der dritte Titel nach Modern Warfare noch immer frisch wirkt. Trotz fehlender Quantensprünge genossen Gameplay und Präsentation nämlich eine Menge Verfeinerungen und der Multiplayer-Modus, Herzstück der Serie erlebte massive Änderungen und interessante Features, welche den Zusammenhalt der Community stärken soll. Für mich persönlich die grösste, positive Überraschung war jedoch die Singleplayer-Kampagne, die mit Abwechslungsreichtum und einem intelligenten Plot überzeugt.
Im Zentrum des Geschehens steht Alex Mason Spezialagent des CIA, der sich zu Beginn des Spiels in einem Verhörraum an einen Stuhl gefesselt wiederfindet. Ein Grossteil von Black Ops erzählt dabei die Vergangenheit Masons in Rückblenden, die ihn und sein Squad durch die Brennpunkte der 60er Jahre begleiten und an verschiedenen Stellen mit der realen Weltgeschichte überschneiden. Dadurch findet man sich in einer beeindruckenden Anzahl verschiedener Szenarien wieder, sei es ein versuchter Anschlag auf Fidel Castro in Kuba, ein verdeckter Einsatz im Vietnam-Krieg oder eine nervenaufreibende Flucht über die Dächer Hong Kongs. Im Verlauf der Handlung und Masons Befragungen spielt zudem ein ständig präsenter Zahlencode eine immer wichtigere Rolle, deren Auflösung zu einer unglaublich erfüllenden Enthüllung führt, die einlädt, die rund sechs Stunden lange Kampagne mit diesem Wissen ein zweites Mal zu erleben.
Doch nicht nur die Weltenbummlerei in unterschiedlichen Perioden samt einer Sequenz nach dem zweiten Weltkrieg machen Black Ops zu einem so fesselnden Erlebnis, auch was die spielerische Abwechslung angeht, übertrifft der Titel seine Vorgänger deutlich, wenn auch viele Passagen, insbesondere der allerletzte Level, geradezu als Fehdehandschuh an Schwester-Studio Infinity Ward wirken. So pilotiert ihr an einer Stelle einen Helikopter entlang eines Flussbetts, fährt einen Panzer durch die feindliche Infantrie oder schwingt euch in einer wilden Verfolgungsjagd auf ein Motorrad. Natürlich seid ihr nicht ständig als Ein-Mann-Armee unterwegs, im Gegenteil wachsen einem seine Gefährten mit der Zeit durchaus ans Herz. Den besten Gastauftritt feiert dabei Viktor Reznov, der einem bereits in World at War zur Seite stand und das ganze Spiel hindurch immer wieder ins Geschehen eingreift.
Game Info
- Genre: Egoshooter
- Entwickler: Treyarch
- Publisher: Activision
- Spieler offline: 4
- Spieler online: 18
- Releasedatum: 09.11.2010 (erschienen)
- 1080p Modus: Ja
- Sixaxis Support: Nein
- Teilinstallation auf Festplate: Nein




