Need for Speed: Hot Pursuit

Need for Speed: Hot Pursuit Test / Review

Nach zwei eher mittelmässigen Titeln schlug die Need for Speed Serie im letzten Jahr mit Need for Speed: Shift spielerisch einen neuen, eher untypischen Weg ein. Dass dies nicht allen langjährigen Fans der Serie gefallen hat, dürfte selbstverständlich sein. Doch eben diese Gruppe von Spielern darf sich deshalb doppelt über Need for Speed: Hot Pursuit freuen...

Selbstverständlich lässt der bereits bekannte Untertitel des jüngsten Seriensprosses auf ein dem Spiel zugrunde liegendes "Back to the Roots" Moto schliessen. Doch obwohl bei der Neuauflage von Need for Speed 3: Hot Pursuit das Hauptaugenmerk wie schon beim Original aus dem Jahre 1998 auf adrenalingeladene Bleifuss-Rennen und damit verbundene Konflikte mit den Gesetzeshütern steht, erinnert es spielerisch doch deutlich stärker an einen ganz anderen Titel: Burnout Paradise. Wirklich verwundern sollte dies aber allein deshalb niemanden, da sich für beide Spiele dieselben Entwickler verantwortlich zeigen.

Dieser frische Wind von Veränderung war aber genau das, was die Need for Speed Serie seit Jahren nötig hatte. Die aus Burnout bekannte Kombination von pfeilschnellen Rennen, weitläufigen und variantenreichen Strecken, regelmässigen Kollisionen und exotischen Rennboliden sorgt bereits wenige Minuten nach dem ersten Start für Kurzweil. Für einen problemlosen Einstieg sorgt zudem die gleichermassen eingängige wie feinfühlige Steuerung. Es handelt sich zwar bei Hot Pursuit eindeutig mehr um einen Arcade-Racer als um eine Rennsimulation, dennoch verfügt jeder Wagen über eine eigene, eindeutig spürbare Lenk- und Physik-Charakteristik. Das Kurvenverhalten aller Boliden ist allerdings zuweilen meilenweit von einer realitätsnahen Darstellung entfernt, spätestens wenn ihr aber im Höllentempo auf der inneren Spur einer Kurve gekonnt an einem Gegner vorbeidriftet, wird das Lächeln auf eurem Gesicht jegliche Kritiklaune postwendend vertreiben.

Gleichermassen leichtgängig wie die Steuerung gibt sich auch der grundlegende Aufbau von Need for Speed: Hot Pursuit. Für eine vielschichtige Storyline wird keinerlei Zeit verplempert. Stattdessen klemmt ihr euch direkt nach dem Start des Spiels hinter das Steuerrad, um euch wahlweise auf der Seite der Raser oder Gesetzeshüter einen Namen zu machen. Eure Erfolge werden anhand eines Fahnder- bzw. Fahndungslevel gemessen, wobei ihr für längere Drifts, riskantere Fahrweise oder mehr "Abschüsse" von Kontrahenten nach einem Rennen entsprechend mehr Erfahrungspunkte für den Levelanstieg kassiert. Abhängig von eurem Fahrerlevel schaltet ihr selbstverständlich neue Events frei und ergänzt euren Fuhrpark um weitere Rennboliden. Allein die exzellente Auswahl an freischaltbaren Wagen sollte jedem Motorsport-Fan bereits genügend Anreiz bieten, auch das letzte Rennen noch erfolgreich abzuschliessen.

Die einzelnen Events werden direkt über das Hauptmenü aufgerufen. Zwar bietet Need for Speed: Hot Pursuit ebenfalls einen "Free Ride" Modus, in welchem ihr die Umgebung von Seacrest County nach belieben erkunden dürft, die Rennen werden aber ausschliesslich über das übersichtliche Menü gestartet. Erfreulicherweise könnt ihr die Cop- und Racer-Missionen nach belieben mischen, so dass man sich nicht zu Beginn des Spiels für eine Seite entscheiden muss. Als Raser können euch in beiden grundlegenden Eventtypen, dem Zeitfahren und den Rennen gegen die CPU-Konkurrenz, selbstverständlich die Gesetzeshüter das Leben schwer machen. Diese schrecken dabei selbst vor fiesen Rammattacken und dem Einsatz von heimtückischen Polizeisperren nicht zurück. Sitzt ihr im Gegenzug hinter dem Steuer eines Polizeiautos, könnt ihr natürlich gleichermassen skrupellos gegen die Temposünder vorgehen – was die Polizei-Kampagne weitaus interessanter macht, als es sich vielleicht auf den ersten Blick anhören mag.

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Game Info

  • Genre: Rennspiel
  • Entwickler: Criterion Games
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 1
  • Spieler online: 8
  • Releasedatum: 18.11.2010 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Balken
  • Sixaxis Support: Nein
  • Teilinstallation auf Festplate: Nein

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