
DJ Hero 2
DJ Hero 2 Test / Review
Nachdem euch DJ Hero schon im letzten Jahr die Karriere eines Plattendrehers auf der PlayStation 3 erleben liess, doppelt Activision nun mit der Fortsetzung nach. Zwar entdeckt der Spieler des Erstlings im direkten Vergleich nur wenig Änderungen, dennoch verbessern diese das Spielerlebnis insgesamt aber trotzdem merklich...
DJ Hero war für mich eindeutig ein Highlight des letztjährigen PS3 Software Line-Ups. Entsprechend gespannt war ich persönlich natürlich auf die Fortsetzung. Wer aber auf grosse Innovationen hoffte, könnte eventuell enttäuscht werden: Auf den ersten Blick hat sich kaum etwas verändert. Dass es sich bei DJ Hero 2 mehr um eine geradlinige Fortsetzung als eine bahnbrechende Neuerfindung der noch jungen Franchise handelt, zeigt bereits der Umstand, dass der Titel mit dem identischen Hardware-Controller wie im letzten Jahr ausgeliefert wird. Frische Knöpfe oder Regler, welche so neue Funktionen zugänglich machen würden, sucht der geneigte Fan also vergeblich.
Die grundlegende Spielmechanik wurde dementsprechend aus dem ersten Teil übernommen. Wie im letzten Jahr geht es grundsätzlich darum, einen (oder mehrere) der drei farbigen Buttons genau in dem Moment zum Takt der Musik zu betätigen, wenn das entsprechende Symbol auf dem Bildschirm eine gewisse Position erreicht. Taucht eine längere Spur einer Farbe auf, ist ein beherzigter Scratch angesagt: Dazu muss der farblich passende Button bei gleichzeitigem Bewegen des Plattentellers gedrückt gehalten werden - ganz ähnlich, wie man dies mit einem echten Schaltplatte machen würde. Daneben will auch der Crossfader analog zu den farbigen Linien auf dem Bildschirm zwischen den drei Position rechts, mittig und links verschoben werden. Dadurch werden die zwei Audiospuren miteinander vermischt – je nach Position ist entweder nur eine der beiden Spuren (Position links oder rechts) oder beide (Position in der Mitte) zusammen zu hören.
Bis dahin dürfte dies allen DJ Hero Veteranen bereits bekannt sein. Dennoch liessen sich die Entwickler aber nicht lumpen und erweiterten die Spielmechanik um neue Freestyle-Sektionen. Als erstes wären hier die Sample-Sektionen: Innerhalb dieser Markierungen könnt ihr ein oder mehrere Samples (kurzer Musik- oder Sprachfetzen) des laufenden Tracks nach belieben abspielen. Zwar gab es diese Möglichkeit auch schon im Erstling, jedoch kamen damals fix gewählte, eher mittelmässige und nicht direkt aus dem laufenden Song stammende Samples zum Einsatz. Durch die Verwendung von Samples aus dem eigentlichen Musikstück wirken die selbst eingefügten Audio-Clips deutlich weniger deplaziert. Dies ist zwar nur eine Detailverbesserung, verhilft dem gesamte "Hör-Erlebnis" aber zu deutlich mehr Harmonie.
Ebenfalls neu sind die Freestyle-Scratch-Felder, innerhalb jener ihr den entstehenden Scratch-Sound abhängig von euren Bewegungen selbst manipuliert. Das dadurch entstehende Geräusch kann aber nur sehr grob kontrolliert werden und die so entstandenen Scratches tönen schlicht niemals so gut (und passend) wie jene, die euch vom Spiel fix vorgegeben werden. Einen besseren Effekt bringen dagegen die Freestyle-Crossfade-Sektionen: Innerhalb dieser breiten Markierungen könnt ihr den Mix der beiden laufenden Tracks frei bestimmen und so ganz nach eurem Gusto entweder nur eine der beiden Tonspuren oder beide Tracks zusammen hörbar machen. Vor allem diese Neuerung bringt die Kontrolle von DJ Hero 2 etwas näher an die Arbeit (und die damit verbundenen Möglichkeiten zur Kreativität) eines echten DJs heran. Für mich ist diese ein Feature, welches ich mir schon beim Spielen des ersten Teils gewünscht hatte und deshalb aus meiner Sicht auch ganz klar eine nicht zu unterschätzende Erweiterung des bekannten Gameplays darstellt.
Game Info
- Genre: Music
- Entwickler: FreeStyleGames
- Publisher: Activision Blizzard
- Spieler offline: 2
- Spieler online: 2
- Releasedatum: 20.10.2010 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- 4:3 Anpassung: Vollbild
- Sixaxis Support: Nein
- Teilinstallation auf Festplate: Nein




