
Star Wars: The Force Unleashed II
Star Wars: The Force Unleashed II Test / Review
Jeder Star Wars Jünger, der sich schon einmal gewünscht hat, selbst mit der Macht gesegnet zu sein, dürfte wohl angesichts von The Force Unleashed ein dickes Grinsen auf sein Gesicht gezaubert bekommen.
So herrlich destruktiv und unverblümt durfte man als Konsolenspieler wohl bislang noch in keinem Star Wars Titel mit seinen Kräften auf den Putz hauen. Egal ob ihr Dinge durch die Umgebung wirbelt, Kontrahenten mit Blitzen malträtiert, Gegner zum Selbstmord bewegt oder ganze T-Fighter in der Luft zusammenfaltet – die Macht ist in The Force Unleshed 2 definitiv mit euch! Entsprechend glücklich sollte man auch über den Umstand sein, dass euch die Entwickler von Beginn an fast alle Macht-Fähigkeiten zur freien Verfügung stellen. Nur die Upgrades und Erweiterung müsst ihr euch durch entsprechende Leistungen im Kampf verdienen.
Der Spieler schlüpft bei TFU2 in die Rolle eines Klons von Starkiller, dem Protagonisten des ersten Teils. Die Hintergrundgeschichte um die Suche nach dessen verlorener Liebe Juno aus dem ersten Teil ist bedauerlicherweise aber eher seicht und kann keinesfalls mit den Kinovorlagen mithalten. Zwar zieht sich der rote Geschichtsfaden quer durch das Abenteuer, verknüpft die einzelnen Schauplätze und Ereignisse aber nur wenig plausibel miteinander. Speziell im Hinblick auf die sehr ausgefeilte Storyline des Vorgängers ist dies für viele Fans mit Sicherheit eine Enttäuschung. Das Hauptaugenmerk der Entwickler lag scheinbar eindeutig mehr in den schnellen Hack’n Slay Kämpfen.
Was den Star Wars Fan (wie auch alle anderen PS3-Spieler) jedoch bereits ab der ersten Spielminute deutlich stärker fesseln kann, ist die wirklich erstklassige Optik und Präsentation von The Force Unleashed 2. Schon bei der Flucht aus Vaders Festung erlebt ihr ein grafisches Effektfeuerwerk. Abseits der hohen Detailfülle und eines wahren Feuerwerks an Effekten beeindruckt den aufmerksamen und technisch nicht ganz unkundigen Gamer hauptsächlich die Spielphysik von TFU2: Etliche Objekte können nicht nur zerstört, sondern auch in ihre augenscheinlichen Einzelteile zerlegt und verformt werden. Da die Texturqualität und die Animationen aller Charaktere ebenso problemlos überzeugen können, darf man insgesamt von einem grafisch sehr beeindruckenden Titel sprechen.
Einzig der sowohl grafisch als auch spielerisch fehlende Variantenreichtum gibt echten Grund zur Klage. Bis auf wenige, kurze Intermezzi prügelt ihr euch generell einfach durch die unterschiedlichen Levels und versucht den Ausgang lebend zu erreichen. Erschwerend kommt hinzu, dass dieser Eindruck einer gewissen Eintönigkeit zusätzlich durch die verhältnismässig kleine Anzahl an Gegnertypen verstärkt wird. Wenn man erstmalig auf einen grossen Mech trefft und diesen schliesslich mit einem Quick-Time-Finisher endgültig ausser Gefecht setzt, ist die Begeisterung noch gross. Zerstört ihr in den beiden folgenden Levels den gleichen Kontrahenten aber mit dem identischen Effekt aus der exakt gleichen Kameraeinstellung mehr als ein dutzend Mal, schwindet der zuvor noch verspürte Enthusiasmus zwangsläufig. Ein ähnliches Bild lässt sich auch in den zwar sehr detaillierten, aber sich dennoch wiederholenden Mustern der Umgebungsgestaltung erkennen. Dies sorgt letztendlich für das relativ schnelle Auftreten einer gewissen Monotonie beim Durchqueren der gut sechsstündigen Kampagne.
am 06.11.2010 14:03
Fazit
Wertung
Game Info
- Genre: Action-Adventure
- Entwickler: LucasArts
- Publisher: Activision
- Spieler offline: 1
- Releasedatum: 28.10.2010 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- 4:3 Anpassung: Vollbild
- Sixaxis Support: Nein
- Teilinstallation auf Festplate: Nein



