
Kane & Lynch 2: Dog Days
Kane & Lynch 2: Dog Days Test / Review
Mit Kane & Lynch 2: Dog Days feiern zwei eher ungehobelte Haudegen ihr Comeback auf der PlayStation 3. Neben dem Wechsel des Schauplatzes sowie einigen spielerischen Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger verringerten während unseres Tests aber leider einige Mankos den Shooter-Spielspass.
Wer bereits den Vorgänger gespielt hat, wird sich jedoch erstmals in den ersten Spielminuten über einigen Veränderungen freuen. Vor allem, dass die Entwickler bei Kane & Lynch 2 auf die deplaziert wirkenden Schleichmissionen sowie die völlig unnötigen und oftmals frustrierenden Zeitlimits verzichtet haben, sorgt bereits für einen ungleich besseren Ersteindruck. Hinzu kommt, dass die Präsentation des Spiels bzw. der Zwischensequenzen eher aussergewöhnlich ist: Sämtliche Geschehnisse in den Cutscenes werden aus einer eher unruhigen, schwankenden Camcorder-Perspektive gezeigt. Künstlich eingefügte Artefakte, starke Kontraste und nachgezogene Lense Flares machen die Handycam-Ästhetik perfekt. Auch im Spiel selbst bleibt ein Teil dieser Kameraführung erhalten. Dies mag im ersten Moment durchaus gewöhnungsbedürftig sein, sorgt aber gleichzeitig für ein schlichtweg cooles Flair und lässt den Schauplatz Shanghai in einem sehr authentischen Blickwinken erscheinen.
Die Steuerung sowie das Deckungssystem wurden für den zweiten Auftritt von Kane und Lynch ebenfalls merklich überarbeitet. Das Deckungssystem funktioniert in den meisten Fällen zufriedenstellend und die Kontrolle euers Charakters geht generell gut von der Hand. Trotzdem werdet ihr aber garantiert öfters angeschossen, als euch lieb ist. In regelmässigen Abständen seht ihr euch so gezwungen, kurzfristig den (mehr oder weniger) geregelten Rückzug anzutreten, um in einer stilleren Ecke eure virtuelle Lebensenergie aufzufrischen. Dies liegt jedoch nicht daran, dass die Gegner extrem intelligent agieren würden. Zwar verstehen es die Kontrahenten, Deckungsmöglichkeiten zu nutzen und aus diesen zu feuern, dennoch stellt euch vorwiegend die Zahl der anrückenden Feinde vor echte Probleme.
Erschwerend kommt hinzu, dass die bösen Buben einzelne Schüsse in Extremitäten oder den Oberkörper oftmals unbeeindruckt mit einem Lächeln wegstecken. So leert ihr schon mal ein halbes Magazin, bis der anvisierte Gegner endlich zu Boden geht. Das sorgt beim Spieler zwangsläufig zum Gefühl, als würde er versuchen mit einer Steinschleuder einen Elefanten zu erlegen. Doch fehlt dem Grossteil der Waffen nicht nur die Durchschlagskraft, sondern auch die Präzision vieler Argumentationsverstärker lässt sehr zu wünschen übrig. Gerade zu Beginn des bleihaltigen Abenteuers ufert das Auffinden einer guten Waffe nicht selten zur echten Geduldsprobe aus. Speziell die automatischen Handfeuerwaffen verteilen die Schüsse schon aus mittlerer Distanz in einem grosszügigen Radius rund um das eingeblendete Visier. So wird Kane & Lynch 2 schon in der normalen Schwierigkeitsstufe stellenweise zu einer echten Herausforderung.
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: Io Interactive
- Publisher: Square Enix
- Spieler offline: 2
- Spieler online: 12
- Releasedatum: 24.08.2010 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- 4:3 Anpassung: Balken
- Sixaxis Support: Nein
- Teilinstallation auf Festplate: Ja
- Grösse der Installation: 1600 MB



