
Just Cause 2
Just Cause 2 Test / Review
Seit dem grossen Erfolg der GTA Serie erreichten etliche Open World Games, welche das Vorbild oftmals mehr schlecht als recht kopierten, die Händlerregale. Just Cause 2 kupfert zwar ebenfalls beim Genre-Primus ab, bietet dem Spieler aber eine Art der Freiheit, welche die gesamte Konkurrenz bisher missen liess.
Hauptsächlich zwei Utensilien, welche der Protagonist jederzeit bei sich trägt, ermöglichen es Just Cause 2, sich von der zahlreichen Genre Konkurrenz abzuheben. Als erstes wäre da der weit reichende Enterhaken. Mit diesem könnt ihr euch jederzeit an Hauswänden und anderen Objekten hochziehen, wodurch das bewältigen grösserer Höhenunterschiede zum Kinderspiel wird. Mit etwas Übung lässt es sich kurzfristig gar in typischer Spider Man Manier zwischen Hochhäusern schwingen. Nehmt ihr damit kleinere Objekte ins Visier, zieht ihr diese mit der Winde dagegen in eure Richtung. Dazu gehören auch Kontrahenten, die ihr so auf elegante Weise (und ohne Munitionsverbrauch) von erhöhten Positionen in den Tod stürzen könnt. Der Enterhaken kann aber ebenfalls dazu benutzt werden, zwei Objekte über das Seil miteinander zu verbinden. So könnt ihr beispielsweise einen Wagen an die Unterseite eines Helikopters binden, um das Gefährt sodann aus der Luft als Rammbock zu nutzen.
Die reichhaltigen Möglichkeiten, sich dank dem Enterhaken fast ohne Einschränkungen in der vertikalen Richtung zu bewegen, könnten für viele Todesstürze und damit verbundenen Frust sorgen. Genau dieser potentiellen Problematik wirkt das zweite Gadget entgegen: Der jederzeit einsatzbereite Fallschirm öffnet sich auf Knopfdruck und nimmt euch die Angst vor der Tiefe. Egal ob ihr aus einem Flugzeug springt, einen Basejump von einem Wolkenkratzer vollführt oder mit einem Motorrad über eine grosse Schanze brettert – der Gleitschirm sorgt stets für eine sanfte Landung.
Allein die Kombination aus Enterhaken und Fallschirm machen Just Cause 2 zur wahren Gaudi für Fans schneller, spektakulärer und übertriebener Bildschirmaction. Experimentierfreudige Spieler werden allein beim Erkunden der üppigen Spielfläche (über 1000 Quadratkilometer) und dem Hantieren mit den beiden Utensilien etliche Stunden Spielspass erleben. Schon der Entscheid, wie ihr euch nun von Punkt A zu Punkt B begebt, kann deshalb ein kleines Abenteuer für sich sein. Die Entwickler zwängen euch erfreulicherweise auch zu keiner Zeit in ein festes Missionskostüm. Es bleibt stets euch überlassen, ob und welche der verfügbaren Missionen ihr als nächstes angeht. Dies hat den gewollten Nebeneffekt, dass man die Zeit zwischen zwei Aufträgen völlig nach dem eigenen Gutdünken verbringen kann.
Eine Rahmenhandlung wird euch bei Just Cause 2 aber dennoch nicht vorenthalten. In der Haut von Rico Rodriguez, einem Agenten der US Geheimdienstorganisation "The Agency", habt ihr den Auftrag, euren ehemaligen Mentor Tom Sheldon auf der Insel südasiatischen Insel Panau aufzuspüren. Um dies zu erreichen, seid ihr auf die Hilfe der drei vorherrschenden Gangsterbanden angewiesen. Deren Vertrauen müsst ihr euch aber verständlicherweise erstmals durch das Erfüllen unterschiedlichster Aufträge gewinnen. Praktischerweise verfolgen alle drei Gruppen dasselbe Hauptziel, den momentanen Diktator zu stürzen. Regierungstruppen und Stützpunkte sind dementsprechend immer ein gutes Ziel für Attacken. Je mehr ihr dabei auf Panau wütet, umso grösser wird das Chaos auf der Insel, was sich anhand einer Punkteanzeige im Pausenmenü einsehen lässt. Dieses "Chaosmeter" entscheidet letztlich darüber, welche Missionen und Goodies euch zur Verfügung stehen.
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: Avalanche Studios
- Publisher: Eidos
- Spieler offline: 1
- Releasedatum: 26.03.2010 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- 4:3 Anpassung: Vollbild
- Sixaxis Support: Nein




