
Katamari Forever
Katamari Forever Test / Review
Ein rollender Katamari setzt kein Moos an.
Mit quirrligem Charme, skurril simplistischer Blockgrafik und eingängigem wie durch und durch spassigem Gameplay schaffte sich die Katamari-Reihe mit ihrem PS2 Debüt innert Kürze eine hartgesottene Fanbase. Selbstredend folgten den ersten Erfolgen regelmässige Nachfolger und mit Beautiful Katamari rollte die Serie bereits auf der Xbox 360 in die Current-Gen, doch irgendwie lässt sich auf dem bizarren Grundkonzept von "alles aufrollen, was nicht niet- und nagelfest ist" nur schlecht aufbauen. Mit Katamari Forever bescheren uns die Macher daher kein eigentliches Sequel, sondern grösstenteils eine Sammlung der beliebtesten Level der abgedrehten Spielereihe und peppen das Ganze mit ein paar frischen Grafikfiltern gehörig auf. In einem Satz umschrieben klingt das vielleicht etwas nach fauler Geldmacherei, doch eine humorvolle Präsentation und der nach wie vor intakte Charme des Originals machen die PS3-Premiere selbst für ausgebrannte Veteranen zu einem tollen Gesamtpaket.
Wer zum ersten Mal etwas vom exzentrischen König des Kosmos und seinem Sohn dem Prinzen gehört hat, dem sei an dieser Stelle kurz und knapp das Spielprinzip der Serie erklärt. Als Prinz rollt ihr einen als "Katamari" (japanisch für "Klumpen") bekannten Ball durch die Gegend, an dem alles haften bleibt, was etwa halb so gross ist wie der Katamari selbst. Je mehr Gegenstände man aufrollt, desto grösser wird eure Kugel und desto grössere Gegenstände bleiben am Katamari kleben, bis man später vom Levelanfang bis Ablauf des Zeitlimits binnen Minuten von wenigen Zentimetern auf mehrere Kilometer Durchmesser heranwächst. Die "Panzer-artige" Steuerung allein mit den beiden Analogsticks kommt dabei nach wie vor zum Einsatz und bleibt stellenweise etwas gar träge. Einziger Steuerungszuwachs ist ein neu erlernter Sprung, mit dem erhöhte Plattformen weitaus einfacher erreicht werden können, doch auch hier zeigt die Kontrolle über die klebrige Kugel in vielen Situationen ihre Tücken auf. Zudem sollte man keinesfalls versuchen, dem Prinzen mit der Bewegungssensorik des Controllers das Kommando zum Sprung zu erteilen und stattdessen auf den R2 Trigger vertrauen, denn die Implementierung ist alles andere als präzise.
Greift man beim Gameplay auch zu weiten Teilen auf Altbewährtes zurück, darf man sich immerhin auf eine komplett neue Saga im Leben des Prinzen und seines mächtigen Papas freuen. Als der Sohnemann nämlich eines Tages das Springen erlernen will, gibt der Patriarch gleich selbst eine Kostprobe seines Talents und wird nach einem Rekordsprung in die Weiten des Alls von einem Meteor am Kopf getroffen. Um den K.O. gegangenen Gebieter über das Universum zeitweise zu ersetzen, beschliesst der Prinz kurzum, einen gigantischen Roboter zu bauen, doch ein Systemfehler führt kurzerhand dazu, dass einmal mehr der gesamte Nachthimmel ausgelöscht wird. Natürlich ist die Geschichte wenig mehr als reiner Selbstzweck, doch witzige Dialoge und farbenfrohe Animationen, sogar mit einer völlig sinnfreien "Power Ranger" Parodie, unterhalten mit ihrem typisch japanischem Humor.
Game Info
- Genre: Puzzle
- Entwickler: Bandai Namco
- Publisher: Bandai Namco
- Spieler offline: 2
- Releasedatum: 16.09.2009 (erschienen)
- 1080p Modus: Ja
- Sixaxis Support: Ja
- Teilinstallation auf Festplate: Nein




