Operation Flashpoint 2: Dragon Rising

Operation Flashpoint 2: Dragon Rising Test / Review

Wer den Kauf von Operation Flashpoint: Dragon Rising womöglich als Überbrückung der Wartezeit bis zum Release von Call of Duty: Modern Warfare 2 ins Auge gefasst hat, soll an dieser Stelle gewarnt sein: Abgesehen von der Perspektive habe die beiden Spiele nämlich kaum etwas gemein...

Der Vergleich zwischen OFP: Dragon Rising und CoD: Modern Warfare 2 ist in etwa so, als würde man eine Dokumentation über das aktuelle Kriegsgeschehen einem millionenschweren Hollywood-Blockbuster mit Starbesetzung gegenüberstellen. Während bei letzterem ganz klar die spektakuläre, effektreiche Darstellung der unmittelbaren Kampfeshandlungen im Vordergrund steht, liegt der Fokus von Operation Flashpoint derweilen in der möglichst realitätsnahen Simulation eines echten Militäreinsatzes. Will heissen: Dragon Rising ist meilenweit davon entfernt, in typischer Run & Gun Konsolenshooter zu sein. Vielmehr ist hier langsames und bedachtes Vorgehen der einzige Weg zur Erfüllung der Missionen, denn das direkte Zustürmen auf Feindgruppierungen lässt euch garantiert innert Sekunden ins (virtuelle) Gras beissen.

Der Feind ist euch dementsprechend kaum jemals so nah, wie man es sich aus der CoD-Welt gewohnt ist. Die Feuergefechte finden zu 90% aus einer Distanz von deutlich mehr als 50 Metern statt, so dass ihr die Position der gegnerischen Soldaten oftmals nur anhand von Positionsangaben eurer eigenen Truppe entdecken werdet. Dies ist mitunter natürlich auf die vollkommen offene, grossflächige Spielwelt zurückzuführen. Für eine Durchquerung der gesamten Insel braucht man laut Herstellerangaben deutlich über neuen Stunden! Dabei dürft ihr wirklich jede Position einnehmen, die ihr auch erblicken könnt. Generell sollte man bei Operation Flashpoint: Dragon Rising stets mit weit offenen Augen und Ohren durch die Levels pirschen, denn Gevatter Tod scheint euch ständig zu begleiten. So kann euch prinzipiell schon ein nicht medizinisch versorgter Treffer am Bein problemlos aufgrund eines zu hohen Blutverlustes dahinraffen. Das Leben im Kriegsgebiet ist weiss Gott nicht einfach – und OFP bringt euch diese Erfahrung ungeschönt auf die PlayStation 3.

Glücklicherweise führen euch die Entwickler behutsam an das simulationslastige Geschehen heran. Die ersten zwei der insgesamt 11 Missionen gestalten sich so noch verhältnismässig einfach und kurz. Trotzdem ist der Einstieg für Neulinge alles andere als leicht, da die Entwickler euch nur wenig Hilfestellung geben. Es ist zwar fast schon erfrischend, vor dem eigentlich Einsatz nicht erst auf einen öden Trainingsparcours geschickt zu werden. Dennoch bleibt bei Operation Flashpoint: Dragon Rising das ungute Gefühl zurück, man würde nicht bloss ins kalte, sondern vielmehr eiskalte Wasser gestossen werden – mit gefesselten Händen und Füssen. Vom sehr variantenreichen Kommandosystem zur Befehligung eurer drei Mitstreiter werden beispielsweise nur gerade die beiden Optionen zum direkten Dirigieren und Sammeln der Gruppe in kurzen Texteinblendungen erläutert. Die Existenz der teilweise mehrstufigen Menüs für taktische Einstellungen oder Wahl der Marschformation wird nicht einmal erwähnt. Gleiches gilt auch für die taktische Übersichtskarte, das Setzen von Wegpunkten oder das Bedienen von komplexeren Waffensystemen. Es bleibt dem Spieler so selbst überlassen, die entsprechenden Features zu entdecken, zu verstehen und letztendlich zu nutzen.

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Game Info

  • Genre: Taktik-Shooter
  • Entwickler: Codemasters
  • Publisher: Codemasters
  • Spieler offline: 1
  • Spieler online: 8
  • Releasedatum: 08.10.2009 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Balken
  • Sixaxis Support: Nein
  • Teilinstallation auf Festplate: Ja
  • Grösse der Installation: 1800 MB

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