Colin McRae: DiRT 2

Colin McRae: DiRT 2 Test / Review

Unsere Prophezeiung zum Test des Vorgängers, dass Colin McRae: DiRT wohl das letzte Spiel sein wird, welches den Namen der verstorbenen Rallye-Legende im Titel trägt, war augenscheinlich nicht korrekt. Mit Colin McRae: DiRT 2 erweisen die Entwickler dem britischen Motorsportler aber in beeindruckender Weise die Ehre, welche ihm zweifelsohne gebührt...

Bereits die Vorab-Version liess uns innerhalb des Preview-Berichtes leicht ins Schwärmen geraten und die Vorfreude auf die finale Testversion wurde in bislang ungeahnte Höhen getrieben. Zum Glück erweisen sich unsere Vorschusslorbeeren als absolut gerechtfertigt und das finale Spiel dürfte wohl für jeden Fan des Offroad-Rennsports ein klarer Pflichtkauf sein.

Dennoch müssen sich die alteingesessenen Freunde der Rennspiel-Serie auf einige Veränderungen gefasst machen. Anstelle von weltbekannten WRC-Fahrern heissen euch diesmal Typen wie Motocross-Fahrer und Berufsdraufgänger Travis Pastrana (bekannt aus MTVs Nitro Circus), Drift-König Ken Block oder BMX-Legende Dave Mirra willkommen. Doch ehe man sich die Frage stellen kann, ob sich nun das falsche Spiel in der Blu-Ray Schleuder befindet, zeigen euch die wehenden Fahnen der ESPN X Games über eurem Subaru Impreza, dass es sich doch um ein Rallye-Game handeln muss. Bei DiRT 2 ist das Ziel der virtuellen Rennfahrerkarriere nicht mehr länger die Ranglistenspitze der WRC, sondern die Qualifizierung und der anschliessende Gewinn der X Games.

Mit dem veränderten Karriereziel hat sich auch die Aufmachung und Präsentation des Spiels deutlich gewandelt. Anstelle der eher zweckmässigen Menüführung des Vorgängers erwartet euch bei Colin McRae: DiRT 2 eine stimmungsvolle Festival-Atmosphäre, wobei der eigene Wohnwagen als Schaltzentrale für die persönliche Karriereplanung zum Einsatz kommt. Aus der Egoperspektive entdeckt ihr so in eurem mobilen Zuhause die nächsten Events, Statistiken, Mehrspielermodi oder Extras. Für die Wagenauswahl und Tuningoptionen zum Einstieg ins nächste Rennen müsst ihr dagegen den Weg aus euren mobilen vier Wänden auf euch nehmen, um diese Auswahlmöglichkeiten im entsprechenden Aussenbereich eures momentanen Standortes wiederzufinden. Die aussergewöhnlich stylishe Präsentation der Menüstrukturen hebt sich nicht nur gekonnt von der gesamten Genre-Konkurrenz ab, sondern vermag auch abseits des optischen Effektes in Bezug auf Übersicht und Bedienung zu überzeugen.

In Bezug auf das Fahrverhalten wagen die Entwickler den gefährlichen Spagat zwischen anspruchsvoller Rennsimulation und schnellem Arcade-Racing. Zwar sind schon viele Rennspiele an dem Versuch, die beiden Welten unter einen Hut zu bringen, kläglich gescheitert. Doch Codemasters zeigt uns mit Colin McRae: DiRT 2 eindrücklich, dass der Mix nicht zwangsläufig zur Spielspassbremse mutieren muss. Trotz der absolut glaubwürdige Physik und einem detaillierten Schadensmodell werden die Simulationspuristen den Vorgängern vermutlich anfänglich die eine oder andere Träne nachweinen. Spätestens nach den ersten Runden auf staubiger Piste wird der eventuell vorhandene Gram jedoch einem breiten Lächeln weichen - denn auch wenn das letzte Quäntchen Realismus vielleicht fehlt, ist das generelle Fahr- und Geschwindigkeitsgefühl schlicht exzellent. DiRT 2 zeigt jedem PS3-Hobbypiloten, wie packend und intensiv der Ritt abseits von makellos asphaltierten Strecken sein kann!

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Game Info

  • Genre: Rennspiel
  • Entwickler: Codemasters
  • Publisher: Codemasters
  • Spieler offline: 1
  • Spieler online: 8
  • Releasedatum: 23.09.2009 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Vollbild
  • Sixaxis Support: Nein
  • Teilinstallation auf Festplate: Ja
  • Grösse der Installation: 2500 MB

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