
Guitar Hero: Greatest Hits
Guitar Hero: Greatest Hits Test / Review
Beim Untertitel "Greatest Hits" wird wohl bei vielen erstmals eine gewisse Skepsis aufkommen, denn oftmals ist dieser gleichbedeutend mit "wir wollen mit dem alten Zeug nochmals richtig Geld machen". Doch beim jüngsten Spross der Guitar Hero Familie sollte man nicht zu vorschnell urteilen...
Guitar Hero: Greatest Hits bietet euch insgesamt 48 Tracks aus den bereits erscheinen Versionen Guitar Hero, Guitar Hero 2, Guitar Hero 3: Legends of Rock, Guitar Hero: Rock the 80’s und Guitar Hero: Aerosmith. Die Setlist ist entsprechend exzellent ausgefallen, kann einige echte Genre-Klassiker vorweisen und bietet speziell für Fans der etwas härteren Gitarrenriffs potentiell erstklassige Unterhaltung. Allein Namen wie Ozzy Osbourne (Bark At The Moon), Blue Öyster Cult (Godzilla), Franz Ferdinand (Take Me Out), Alice in Chains (Them Bones), Wolfmother (Woman), The Police (Message In A Bottle), Nirvana (Heart-Shaped Box), Stone Temple Pilots (Trippin' On A Hole In A Paper Heart), Twisted Sister (I Wanna Rock) oder Rage Against the Machine (Killing In The Name) sollten wohl für sich sprechen und dürften jedem Hobby-Rocker ein Begriff sein.
Allein mit dieser beachtlichen Liste an verfügbaren Songs ist verständlicherweise bereits der Grundstein für eine hohe Wertung gelegt. Hinzu kommt, dass auch die Tracks aus den ersten beiden Serienteilen nun auf den Master-Aufnahmen der entsprechenden Bands beruhen. In den PS2-Originalen wurden die Songs mangels Lizenz noch von Harmonix selbst neu eingespielt. Obwohl auch diese Cover-Aufnahmen qualitativ exzellent ausfielen und kaum hörbare Unterschiede zu den Vorbildern erkennbar waren, sorgen die nun vorhandenen Master-Recordings natürlich für ein kleines Plus an Authentizität. Selbstverständlich wurden alle Lieder an die veränderten Hardwarebedingungen angepasst, so dass auch eine Schlagzeug- und Gesangsspur zur Verfügung steht.
Die langjährigen Gitarrenhelden dürfte es indessen wenig freuen zu hören, dass die Noten-Sequenzen der Gitarrenspur vielerorts merklich verändert wurden. Zum einen wurden die erst in späteren Serienvertretern eingeführten Hammer-Ons und Pull-Offs mit eingebaut, was den Schwierigkeitsgrad stellenweise deutlich reduziert. Da die "alten" Songs generell nicht zu den leichtesten ihrer Zunft gehören, ist dies gerade für Neuling sicherlich eine willkommene Erleichterung. Zum anderen haben die Entwickler aber gerade in den Intro-Parts und den Solis teilweise starke Eingriffe in die Notenabfolge vorgenommen. Der Grund für diese Veränderungen ist mir persönlich unklar. Optimisten freuen sich auf eine Variation der Herausforderung, Pessimisten dagegen beklagen sich darüber, dass die zuvor mühsam erlernten Sequenzen nicht mehr den gewünschten Erfolg bringen. Je nachdem, zu welcher Gruppe ihr euch zählt, sind die Anpassungen natürlich anders zu werten...
Der Aufbau der Karriere wurde wie bei dem letzten Spin-Off Guitar Hero: Metallica gestaltet. Der Fortschritt ist deshalb nicht mehr wie in Guitar Hero: World Tour an das bestehen einer gesamten Setliste geknüpft, sondern allein die Anzahl der bereits innerhalb gespielten Gigs errungener Wertungssterne entscheidet über euer Vorankommen. Das bedeutet, dass allein die Sternenzahl auf eurem Konto darüber entscheidet, ob und wann ihr Zugang zu einer neuen Bühne und den damit verknüpften Tracks erhaltet. Im Gegensatz zur Metallica-Edition wurden die Beschränkungen jedoch etwas verstärkt, so dass man deutlich mehr Songs eines Blocks mit einer zumindest passablen Wertung abschliessen muss, um die nächste Bühne betreten zu dürfen. Bei Guitar Hero: Greatest Hits ist die Balance zwischen Herausforderung und guter Zugänglichkeit deshalb wirklich sehr gut gelungen.
Game Info
- Genre: Music
- Entwickler: Beenox Studios
- Publisher: Activision
- Spieler offline: 4
- Spieler online: 4
- Releasedatum: 24.06.2009 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- 4:3 Anpassung: Vollbild
- Sixaxis Support: Nein
- Teilinstallation auf Festplate: Nein



