FUEL

FUEL Test / Review

Das Angebot an Offroad-Rennspielen für die PlayStation 3 ist inzwischen durchaus beachtlich. Nicht zuletzt deshalb wollten sich die Entwickler von Codemasters mit FUEL dank einigen Neuerungen von der zahlreichen vertretenen Konkurrenz absetzen. Dies gelang jedoch nur teilweise...

Einmal mehr heisst auch bei FUEL das Innovations-Zauberwort "Open World". Die Spielwelt von FUEL ist damit nicht nur enorm gross – laut Pressemiteilung rund 14'000 Quadratmeter – sondern völlig frei erkund- und befahrbar. Da es sich aber natürlich trotzdem um ein reinrassiges Rennspiel handelt, finden sich innerhalb dieser postapokalyptischen Welt über 100 unterschiedliche Tracks, welche Anhand von Checkpoints in die Landschaft gesetzt wurden. Welchen Weg ihr zum nächsten Checkpoint einschlagt, bleibt dabei selbstverständlich euch überlassen. Entsprechend sind nicht selten geschickt gewählte Abkürzungen abseits des gut befahrbaren Weges der Schlüssel zum Sieg.

Ein Grossteil der Faszination von FUEL verbirgt sich in diesem Gefühl der Freiheit. Wenn ihr beispielsweise mit eurem Motorrad quer durch ein dichtes Waldgebiet heizt und damit der CPU-Konkurrenz kurz vor der Zieleinfahrt noch vor der Nase den Sieg wegschnappt, kann man zweifelsohne von einem gleichermassen befriedigenden wie denkwürdigen Moment sprechen. Genau von solchen Momenten lebt der Spielspass von FUEL hauptsächlich. Für die nötige Orientierung sorgt ein auf Wunsch zuschaltbares GPS-System, welches euch den Weg zum nächsten Checkpoint weisst. Leider ist die satellitengestützte Orientierungshilfe aber nicht über jeden Zweifel erhaben: Zwar gibt das System nur selten Grund zur Klage, dennoch kommt es vor, dass euch die Pfeil den Weg durch einen See oder über ein unmöglich erklimmbares Felsmassiv weisen. Schlägt man in solchen Fällen die vorgeschlagene Route ein, hilft meist nur noch ein Neustart des offensichtlich verlorenen Rennens.

Da man sich innerhalb der Rennen durch die zu passierenden Kontrollpunkte arbeiten muss, hat der Open-World Faktor einen eher beschränkten Einfluss auf das Gameplay. Die Wahl alternativer Routen boten bekanntlich auch schon Konkurrenzprodukte wie Sonys MotorStorm innerhalb der begrenzten Strecken. Wohl nicht zuletzt deshalb bietet FUEL neben der zahlreichen Rennserien auch einen Freeride-Modus, in welchem die Umgebung in ihrer ganzen Grösse frei erkundet werden darf. Bedauerlicherweise leidet dieser Modus aber unter zwei Problemen: Zum einen macht sich bei der Erkundungstour durch die menschenleere Landschaft schon nach kurzer Zeit Langweile bemerkbar, zum anderen bieten die quer verstreuten Boni wie zusätzliche Lackierungen oder alternative Wagendesigns kaum genügend Motivation, die kilometerlangen Fahrtwege durch das Ödland auf sich zu nehmen. Dies kann leider auch durch die schöne und abwechslungsreiche Landschaftsoptik nicht ausgeglichen werden.

Eventuell wäre die freie Erkundung des Terrains ungleich reizvoller ausgefallen, wenn die Fahrphysik von FUEL ein bisschen mehr Spannung und Aufregung zulassen würde. Zwar geht die Steuerung aller Vehikelklassen gut von der Hand, die Fahrzeugphysik wirkt aber zu keiner Zeit spektakulär oder gar unberechenbar. Es ist schwierig in Worte zu fassen, was hier fehlt – aber ich vermisste beim Spielen einfach den gewissen Thrill, welcher beispielsweise MotorStorm oder Colin McRae: DiRT mit fast jedem gefahrenen Meter zurückliess. Bis auf sporadische Ausnahmen bewegt man das eigene Gefährt deshalb in FUEL mit kaum erwähnenswerten Gefühlsregungen.

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Game Info

  • Genre: Rennspiel
  • Entwickler: Asobo Studios
  • Publisher: Codemasters
  • Spieler offline: 1
  • Spieler online: 8
  • Releasedatum: 28.05.2009 (erschienen)

  • 4:3 Anpassung: Balken
  • Sixaxis Support: Nein
  • Teilinstallation auf Festplate: Ja
  • Grösse der Installation: 2300 MB

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