Terminator: Die Erlösung

Terminator: Die Erlösung Test / Review

Filmadaptionen geniessen unter Spielefans mit wenigen Ausnahmen keinen allzu guten Ruf. Diesem Stigma kann auch Entwickler GRIN nicht entgehen und schafft mit Terminator: Die Erlösung zum gleichnamigen Christian Bale Sommer-Blockbuster ein wahres Muster-Beispiel dessen, was bei einer Versoftung falsch laufen kann.

Angesetzt gut zwei Jahre vor den Ereignissen des vierten Terminator Films, folgt das Spiel einem überhaupt nicht Christian Bale ähnelnden John Connor, der noch nicht zum Widerstandsanführer aufgestiegen ist, sondern als gewöhnlicher Soldat gegen Skynets Maschinenarmee ankämpft. Dessen Schicksal fügt sich aber langsam in seine Bahnen, als Connor entgegen seinen Befehlen eine Rettungsaktion für einige von Feinden umringte Kameraden durchführen will, ein Akt, der in vielen seiner Mitstreiter die Hoffnung für eine bessere Zukunft wiedererwecken kann. Als Erzählung darüber, wie Connor seine tragende Rolle als Führer der Menscheit einnahm, funktioniert die Handlung des Spiels zwar durchaus, für sich alleine genommen bietet die steril präsentierte Geschichte aber schlicht zu wenig, um ähnlich vor den Bildschirm zu fesseln, wie die effektgeladene Filmvorlage.

Dabei schlägt sich der Titel spielerisch gar nicht mal so schlecht, auch wenn das generische und repetitive Geballere auch keinen Innovationspreis verdient. Wer Gears of War oder Uncharted: Drake's Fortune kennt, wird sich in den deckungsbasierten Schiessereien binnen Sekunden zurecht finden. Per Knopfdruck lehnt sich Connor gegen jede glatte Oberfläche oder duckt sich automatisch hinter Betonmauern und Autowracks, um auf Befehl für ein paar gezielte Salven hervorzuschnellen. Mit einigen computergesteuerten Kameraden an seiner Seite lassen sich so taktische Flankierungsmanöver durchführen, um die versteckten Schwachpunkte der Maschinen zu entblössen. Da sich die Gegner jedoch oft auf Connor allein konzentrieren, muss nicht selten unter Dauerbeschuss geduldsam darauf gewartet werden, dass eure Mitstreiter nach ein paar Sekunden auf die glänzende Idee kommen, einen unachtsamen Roboter selbst auszuschalten.

Sich in dieser Manier von einer Arena zur nächsten zu kämpfen, wird besonders durch die limitierte Anzahl an Gegnern schnell öde. Zumeist beschränkt sich eure Opposition auf herumschwirrende Drohnen, spinnen-artige Roboter und die ikonischen T-600, die allesamt anfällig auf bestimmte Angriffe sind. Während ihr vor den meisten Gefahren hinter einer Mauer geschützt seid, kann aber ansonsten starr in der Gegend herumstehende T-600 gelegentlich auch zu einer "Nahkampf” Attacke ausholen, eine wenig eindrückliche Armbewegung, die selbst aus drei Meter Entfernung durch eine Wand hindurch den gesamten Lebensbalken tilgt. Das limitierte Arsenal ist vorrangig auf die Gegner abgestimmt und die passende Bewaffnung wie explosive Rohrbomben gegen die unbarmherzigen T-600 oder eine ganze Palette von Raketenwerfern gegen riesige Flugmaschinen namens Hunter-Killer sind praktischerweise immer irgendwo zur Hand. Einige interessante Einfälle bringt GRIN dennoch in ihrem Spiel unter. Befindet sich Connor in sicherer Deckung zeigt beispielsweise ein Halbkreis an, in welcher Richtung sich weitere Stellungen befinden, in die man sich ohne grosse Gefahr begeben kann. Ausserdem setzt die Regenerierung eures Lebensbalken erst ein, nachdem alle Gegner ausgeschaltet wurden, was durchaus etwas bedachteres Vorgehen verlangt, da Fehler nicht mit einer kleinen Erholungspause hinter der nächsten Barrikade wieder gut gemacht werden können.

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Game Info

  • Genre: Action
  • Entwickler: GRIN
  • Publisher: Warner Bros. Interactive
  • Spieler offline: 2
  • Releasedatum: 29.05.2009 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Balken
  • Sixaxis Support: Nein
  • Teilinstallation auf Festplate: Ja
  • Grösse der Installation: 1143 MB

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