X-Men Origins: Wolverine

X-Men Origins: Wolverine Test / Review

Anders als in seinen Comic-Abenteuern konnte sich Wolverine in der Welt der Videospiele bisher nicht als erfolgreicher Action-Held etablieren. Eigentlich erstaunlich, erfüllt der mit Adamantium Skelett und regenerativen Kräften ausgestattete Marvel-Mutant doch die besten Voraussetzungen zum waschechten Spielehelden. Zeitgleich mit dem Erscheinen des gleichnamigen Kinofilms rund um den charismatischen Antihelden wetzt Entwickler Raven mit X-Men Origins: Wolverine nun erneut die Metalklauen und lässt ordentlich Blut fliessen.

Von vornherein sticht die unverblümte Gewaltdarstellung und Brutalität des Spiels deutlich hervor und übertrifft dabei selbst die Filmvorlage bei weitem. Ein Zeichen dafür, dass Raven Software weit mehr als eine gewöhnliche Filmadaption anstrebte und daher auch kaum verwunderlich, dass Publisher Activision von Beginn weg auf eine deutsche Lokalisierung und damit verbundene Zensur verzichtete, was Englisch-Laien jedoch wenig gefallen dürfte. Wer die Sprachbarrieren hingegen überwinden kann, wird spielerisch bald auf altbekannte Werte treffen und Parallelen zu einem gewissen Antihelden aus dem Hause Sony finden sich zu Hauf. Die Rede ist natürlich von God of War Protagonist Kratos, von dem Wolverine ordentlich abgekupfert hat, was dem Spiel trotz oder gerade aufgrund wenig bahnbrechender Eigen-Ideen durchaus zum Vorteil gereicht.

Wenig überraschend geht es daher in X-Men Origins: Wolverine vornehmlich darum, jede Menge böser Buben und Mutanten mit Wolverines Adamantiumklingen vertraut zu machen. Hierzu lassen sich wie bei Kriegsgott Kratos leichte und schwere Attacken zu zerstörerischen Klingentänzen kombinieren, Feinde können in die Luft geschleudert oder gepackt werden und die allseits beliebten Quick Time Events sorgen desöfteren für ein besonders blutiges Ableben bei der Opposition. Wildes Button-Mashing kann zu Beginn zwar noch ganz hilfreich sein und sieht dank eingängiger Steuerung stets spektakulär aus, doch im Verlauf des Spiels kreuzen vermehrt gerissenere Gegner eure Wege, die oft ein gutes Mass an Taktik und Reflexe benötigen. Rechtzeitiges Blocken kann beispielsweise in verheerende Gegenangriffe umgemünzt werden und das Spiel versorgt einen regelmässig mit neuen Attacken, mit denen ihr euch der Gegner entledigen könnt.

Grundpfeiler von Wolverines Angriffsrepertoir ist aber sein Sprungangriff, mit dem sich grössere Distanzen zwischen Held und Widersacher geschwind und brutal verringern lassen. So kann ein Feind beispielsweise angesprungen und bei Kontakt durch den Raum geworfen werden, nur um dem Opfer gleich wieder nachzuhüpfen und noch im Flug die Klingen spüren zu lassen. Insbesondere dank dieser Fähigkeit gewinnen die Kämpfe an ungeheurer Dynamik und sorgen in positivem Sinne für frenetisches Chaos. Besonders amüsant sind auch die Interaktionen mit der Umgebung, die jedem Sicherheitsbeauftragten die Schweissperlen auf die Stirn treiben würden. So laden spitze Holzpfähle, Gabelstapler, Betonmischer und andere Todesfallen zur kreativen Gegnerdezimierung ein, was nicht nur auf eine morbide Weise witzig aussieht, sondern auch ordentlich Bonuserfahrung mit sich bringt.

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Game Info

  • Genre: Action-Adventure
  • Entwickler: Raven Software
  • Publisher: Activision Blizzard
  • Spieler offline: 1
  • Releasedatum: 01.05.2009 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • Sixaxis Support: Nein
  • Teilinstallation auf Festplate: Ja
  • Grösse der Installation: 2838 MB

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