
The Chronicles of Riddick: Assault on Dark Athena
The Chronicles of Riddick: Assault on Dark Athena Test / Review
Normalerweise würde man wohl um ein Remake eines 5 Jahre alten Xbox Games kaum einen grösseren Wirbel veranstalten. Doch The Chronicles of Riddick: Escape from Butcher Bay war damals nicht nur eine der wenigen gelungenen Filmumsetzungen, sondern bereicherte das Genre der Egoshooter zweifelsohne um einen bis dato unbekannten Variantenreichtum. Mit Assault on Dark Athena erscheint nun sowohl die Fortsetzung als auch das überarbeitete Xbox-Original auf einer Blu-Ray.
Escape from Butcher Bay hob sich hauptsächlich durch seine ausgeprägten Stealth-Elemente, der dichten Atmosphäre sowie einer beeindruckenden Optik von der damaligen Konkurrenz ab. Die spielerischen Aspekte können erfreulicherweise auch heute noch begeistern. Neben dem gezielten Waffeneinsatz stehen so auch der lautlose Angriff auf Wachen, kürzere Kletterpartien und Gespräche mit anderen Häftlingen auf dem Programm. Nicht zuletzt, da schon ein paar gegnerische Treffer unweigerlich zum Tod des Protagonisten führen, ist das Spiel eindeutig mehr dem Stealth- als dem Egoshooter-Genre zuzuordnen. Der unerwartete, versteckte Angriff aus der Dunkelheit ist deshalb dem typischen Rambo-Verhalten klar vorzuziehen.
Eindeutige Vorteil verschaffen euch dabei Riddicks Fähigkeit, in der Dunkelheit deutlich besser zu sehen als seine Kontrahenten. Sobald ihr in einer schlecht ausgeleuchteten Levelecke herumschleicht, verdeutlicht zudem ein blauer Schimmer am Bildschirmrand, dass ihr von den Gegnern nicht gesichtet werden könnt. Entsprechende Stealth-Kills – mit den blanken Händen oder einer Nahkampf-Waffe – sorgen für teilweise spektakuläre Abgänge der Kontrahenten. Die Dunkelheit ist aber nicht nur in Bezug auf den Stealth-Aspekt euer Freund, sondern sorgt auch für die teilweise Regeneration eurer Lebensenergie. Im Gegensatz zu anderen Titeln kann diese Fähigkeit aber nicht allen Schaden wieder ausgleichen. Riddick verfügt über eine bestimmte Anzahl von Lebensenergie-Container. Ist einer dieser Container durch gegnerische Treffer komplett geleert (was relativ schnell geschieht), verschwindet er komplett und kann nur an speziellen "Health-Stations" wiederhergestellt werden. Verschwindet ihr aber rechtzeitig bevor sich ein Container ganz verabschiedet wieder in der Dunkelheit, kann dieser sich selbstständig wieder regenerieren. Die Kombination aus klassischer Energieleiste und der heutzutage oft verwendeten Selbstregeneration ist bis heute einzigartig.
Die Gegner stehen euch aber nicht wehrlos gegenüber. Neben Schutzkleidung und guter Bewaffnung erweisen sich dabei schnell die Taschenlampen der Wächter als ungemein gefährliches Hilfsmittel. Feuert ihr beispielsweise unbedacht aus der Dunkelheit auf eine Wache, vergehen meist nur wenige Sekunden bis weitere Hilfskräfte anrücken und mit ihren Lampen in der Dunkelheit nach euch spähen. Der helle Schein macht dabei verständlicherweise all eure Vorteile unmittelbar zunichte, so dass euch in solchen Situationen meist nur noch die Flucht oder eine gute Deckungsmöglichkeit vor dem Tod bewahrt. Speziell in Passagen, bei denen eine direkte Konfrontation unvermeidbar wird, ist es mehr als empfehlenswert, das zwar etwas gewöhnungsbedürftige, aber generell gut funktionierende Deckungssystem zu nutzen. Dies ist zweifelsohne ein weiteres Spielelement, das man nur selten in anderen Genre-Titeln zu sehen bekommt.
Game Info
- Genre: Egoshooter
- Entwickler: Starbreeze Studios
- Publisher: Atari
- Spieler offline: 1
- Spieler online: 8
- Releasedatum: 22.04.2009 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- 4:3 Anpassung: Balken
- Sixaxis Support: Nein
- Teilinstallation auf Festplate: Nein




