Rock Band 2

Rock Band 2 Test / Review

Mit Rock Band revolutionierte EA Games vor knapp einem halben Jahr das Musikspielgenre, welches in unseren Breitengraden bislang eher ein Nischendasein fristete. Mit einiger Verzögerung zum US-Release können wir mit dem Nachfolger nun endlich in Europa wieder tüchtig vor der Konsole rocken...

Konnte man beim Erstling noch zweifelsohne von einer echten Revolution sprechen, ist dies bei Rock Band 2 kaum mehr der Fall. EA präsentiert uns zwar einige Detailverbesserungen, am grundsätzlichen Gameplay hat sich aber so gut wie gar nichts verändert – weder im Bereich der Spielmodi noch beim eigentlichen Spiel. Wer vom zweiten Teil grosse Umschwünge erwartete, wird deshalb womöglich nach den ersten Spielminuten ein leichtes Gefühl der Enttäuschung erfahren. Trotzdem bietet aber Rock Band 2 erneut Party-Spielspass erster Güte, weshalb man den Entwicklern die mangelnde Innovationsfreude nicht wirklich übel nehmen kann.

Während in Amerika zusammen mit dem zweiten Serienteil neue, verbesserte Instrumente in den Handel kamen, sind diese für Europa nach wie vor nicht angekündigt worden. Die europäischen PS3-Rocker müssen sich wohl oder übel mit den bekannten Instrumenten begnügen. Immerhin werden von Rock Band 2 nun auch die Guitar Hero: World Tour sowie Guitar Hero 3: Legends of Rock Gitarren von Beginn an unterstützt. Die Schlagzeuger unter euch haben aber nach wie vor eher schlecht Karten in Bezug auf die Kompatibilität: Rock Band 2 weigert wie schon beim ersten Teil vehement, das Guitar Hero: World Tour Drumkit zu erkennen. Wer mehr Infos zu dem Thema sucht, sollte womöglich der offiziellen Compatibility Matrix einen Besuch abstatten.

Wie bereits eingangs erwähnt gibt es in Bezug auf entscheidende Veränderungen nur eine kleine Liste aufzuführen. Ein erwähnenswerter Punkt sind die neuen Solo-Parts für den Drummer, welche auf das Punktekonto denselben Effekt wie die Gitarren-Alleingänge haben. Wer mit dem teilweise stark ansteigenden Schwierigkeitsgrad des ersten Teils seine Mühe hatte, wird sich dagegen über die "No Fail" Option freuen: Ist der Menüpunkt aktiviert, werdet ihr selbst bei den grössten Pfeifkonzerten und Buh-Rufen aus den Zuschauerrängen nicht von der Bühne geschmissen – das perfekte Feature bei einem Party-Abend mit Neueinsteigern! Angehende Schlagzeuger wiederum werden sich über den "Drum Trainer" freuen, der die bereits bekannten Trainings-Modi in sinnvoller Weise komplettiert. Dank verschiedenen Beats mit ansteigendem Komplexitäts- und Schwierigkeitsgrad könnt ihr euch langsam an eine bühnenreife Performance annähern oder unterschiedliche Fills für die Freestyle-Parts innerhalb der Songs einstudieren, welche auch rhythmisch zum Sound eurer Kollegen passen.

Glücklicherweise wurden einige nervige Mankos des Vorgängers ausgemerzt. Eine Band ist beispielsweise nicht mehr länger an einen einzelnen Charakter gebunden, so dass jederzeit alle Mitglieder einer Band ersetzt oder weitere Spieler mit ihren virtuellen Ebenbildern hinzugefügt werden dürfen. Dadurch kann die Karriere der eigenen Gruppe problemlos beim Fehlen mehrerer menschlicher Mitglieder fortgesetzt werden. Ebenfalls gelöst wurde die feste Verbindung zwischen erstellten Spielfiguren und dem zu Beginn gewählten Instrument. Eine gleichermassen willkommene Detailverbesserung ist sicherlich die Möglichkeit, im "Schnelles Spiel" Modus längere Playlists definieren zu können – was euch den im Original noch zeitraubenden Umweg über das Auswahlmenü nach jedem gespielten Song erspart.

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Game Info

  • Genre: Music
  • Entwickler: Harmonix
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 4
  • Spieler online: 8
  • Releasedatum: 25.03.2009 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Vollbild
  • Sixaxis Support: Nein
  • Teilinstallation auf Festplate: Nein

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