
Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3
Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3 Test / Review
Echtzeit-Strategen fanden bisher auf der PS3 nur wenig Gelegenheit, ihr Können als Armeeführer unter Beweis zu stellen. Nachdem Titel wie Tom Clancy's EndWar oder Overlord: Raising Hell die unkonventionellen Seiten des Genres erforscht haben, bringt Electronic Arts mit Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3 jetzt in der sogenannten Ultimate Edition die traditionelle Echtzeit-Strategie auf Sonys Konsole.
Wobei der Begriff "traditionelle Echtzeit-Strategie" ohnehin kaum auf den selbstironischen Ausreisser der Command & Conquer-Reihe angewendet werden kann. Wo sonst erzeugt das Raum-Zeit-Kontinuum ein globales Schlachtfeld, bei dem genetisch manipulierte Delfine gegen japanische Schulmädchen mit telekinetischen Kräften antreten und riesige Anime-Roboter auf trainierten Kampfbären herumtrampeln? Humor wird definitiv gross geschrieben in diesem bizarren Paralleluniversum des kalten Kriegs, doch unter der Fassade von B-Movie Zwischensequenzen und ansprechend alberner Story steckt ein Strategiespiel, dass es in sich hat.
Die Alarmstufe Rot Serie ist seit jeher bekannt für seine eigenartige Interpretation eines fiktionalen kalten Krieg-Szenarios, das noch immer zwischen den USA und der Sowjetunion herrscht. Der dritte Teil setzt dafür gleich zu Beginn ein Beispiel, als die Führer der vor ihrer Niederlage stehenden Russen als letzte Massnahme mit Hilfe einer Zeitmaschine einen Ausflug in die Vergangenheit unternehmen. Ihr Ziel ist die Ermordung des Mannes, der für die technologische Überlegenheit der alliierten Streitkräfte verantwortlich ist: Albert Einstein. Zurück in der Gegenwart angekommen scheint der Plan perfekt aufgegangen zu sein und das russische Reich erstreckt sich über ganz Europa, während sich die letzten amerikanischen Truppen zurückziehen. Doch mit dem Sieg vor Augen offenbart sich plötzlich ein neuer Feind, als sich in den Nachwirkungen von Einsteins Tod das japanische Reich der Aufgehenden Sonne in dem Kampf um die absolute Weltherrschaft einmischt.
Im Verlauf der aus 27 Missionen bestehenden Story-Kampagne, welche ihr als wie auch gegen sämtliche der drei Fraktionen bestreitet, folgt ihr den bizarren Ereignissen grösstenteils durch die aufwändig inszenierten Briefing-Sequenzen, besetzt mit einigen Hollywood-Bekanntheiten wie Tim Curry, Jonathan Pryce oder George Takei. Das Skript ist typisch für die C&C Reihe gespickt mit überdramatisierten Dialogen und auf humorvolle Weise schlechten One-Linern mit einer Besetzung, die den Charakter der Serie offensichtlich versteht. Eine wirklich packende Kriegsatmosphäre kommt zwar insbesondere aufgrund des komödienhaften Untertons nicht auf, doch die unvorhersehbare Natur dieses Was-Wäre-Wenn-Szenarios lässt einen dennoch mit Freude jeder neuen Filmsequenz entgegenfiebern.
Natürlich sind die drei unterschiedlichen Kriegsparteien nicht nur reine Zier, sondern bieten allesamt sehr verschiedene Taktiken und Einheiten, ohne dass ihre Grundlagen aber komplett neu erlernt werden müssen. Jede Fraktion verfügt über ein breites Sortiment an Fusstruppen, Fahr- und Flugzeugen sowie einer grosse Flotte die in ihren jeweiligen Produktionsgebäuden geordert werden. Als einzige Ressource wird Erz abgebaut und daneben braucht ihr euch nur darum zu kümmern, eure Basis mittels Reaktoren mit Elektrizität zu versorgen. Diese Simplizität hilft ungemein, da der Grossteil eurer Konzentration so dem Organisieren und Befehligen eurer Truppen zugewandt werden kann. Während den Kämpfen sammelt ihr zudem Kommandopunkte, mit denen diverse Upgrades für eure Einheiten sowie periodisch verfügbare Spezialangriffe wie Luftschläge oder hinterhältige Teleport-Angriffe freigeschaltet werden können.
Game Info
- Genre: Strategie
- Entwickler: Electronic Arts
- Publisher: Electronic Arts
- Spieler offline: 1
- Spieler online: 4
- Releasedatum: 25.03.2009 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- 4:3 Anpassung: Vollbild
- Sixaxis Support: Nein
- Teilinstallation auf Festplate: Ja
- Grösse der Installation: 3692 MB




