Resident Evil 5

Resident Evil 5 Test / Review

Bereits mit Resident Evil 4 wurden die langjährigen Fans der Serie mit starken Veränderungen des altbekannten Survival-Horror-Gameplays überrascht. Der fünfte Teil knüpft nun diesbezüglich nahtlos an den direkten Vorgänger an und bringt die Capcom Franchise endlich auf die PlayStation 3.

Wer also die Hoffnung hegte, Resident Evil 5 würde wieder mehr zu den spielerisch eher gemächlichen Wurzeln der Serie zurückkehren, dürfte enttäuscht werden. Denn mit dem jüngsten Serienspross rücken die Entwickler um Producer Jun Takeuchi die Action noch deutlicher ins Zentrum des Geschehens. Wie schon bei Resident Evil 4 ergibt sich für den Spieler dadurch eine zweifelsohne genauso adrenalinfördernde Erfahrung, die aber zum Leidwesen vieler Fans nur noch wenig mit den Horror-Ursprüngen der Serie gemein hat.

Gemeinsam mit dem Gameplay hat sich auch das Szenario gewandelt: Keine dunklen Wälder, düsteren Strassenzüge oder abgelegene Herrenhäuser eröffnen das Spiel, sondern ein helles, sonniges Küstenkaff namens Kijuju inmitten des afrikanischen Kontinents. Mit dem fünften Teil feiert Chris Redfield aus dem ersten Resident Evil Teil gut zehn Jahre nach den damaligen Geschehnissen seine Rückkehr. Der ehemalige STARS-Held hat sich als Mitglied der BSAA (Bioterrorism Security Assessment Alliance) inzwischen vollständig dem Kampf gegen biologisch-organische Waffen verschrieben. Aus diesem Grund schickt man Mr. Redfield auch auf den schwarzen Kontinent, der in Bezug auf Gewalt, Brutalität und Krieg sicherlich kein unbeschriebenes Blatt ist. Schnell stellt sich heraus, dass sich hinter den exzessiven Gewaltausbrüchen der Anwohner eine parasitäre Lebensform versteckt, die bereits im vierten Serienteil aus friedlichen Dorfbewohnern bluthungrige Bestien machte. Die ursprüngliche Mission, den Bioterroristen Irving dingfest zu machen, wird damit zum echten Überlebenskampf.

Doch steht der Protagonist der infizierten Meute (und anderen Grässlichkeiten) glücklicherweise nicht allein gegenüber. Ihm zur Seite steht die lokale BSAA Beauftragte Sheva Alomar, die sich schon in den ersten Spielminuten als äusserst fähige Partnerin erweisst. Die adrette, dunkelhäutige Dame nimmt anrückendes Feindvolk gnadenlos und treffsicher ins Visier, sammelt (falls gewünscht) selbstständig herumliegende Items ein und rettet euch nach einem Hilferuf mit einem kräftigen Sprungkick aus den Fängen der Kontrahenten. Shevas Verhalten könnt ihr beeinflussen, indem ihr sie eher passiv oder aktiv agieren lasst, was sich über die Kreistaste in Verbindung mit dem Steuerkreuz jederzeit bequem ändern lässt. Insgesamt fällt die künstliche Intelligenz eurer Mitstreiterin erstklassig aus, da sie sowohl genügend Eigeninitiative zeigt als auch schnell auf eure Kommandos oder Hilferufe reagiert. Man kann zweifelsohne von einer der besten Partner-KI sprechen, die wir bisher in einem PS3-Spiel erleben durften. Dies mag vielleicht auch am grundsätzlich militärisch-forschen Ton liegen, mit der Chris seiner Kollegin die Kommandos förmlich entgegenschreit. Höfflichkeit gegenüber dem weiblichen Geschlecht scheint keine der Charakterstärken von dem guten Mann zu sein.

Diese Seite mit anderen teilen

Game Info

  • Genre: Action
  • Entwickler: Capcom
  • Publisher: Capcom
  • Spieler offline: 2
  • Spieler online: 2
  • Releasedatum: 12.03.2009 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Balken
  • Sixaxis Support: Nein
  • Teilinstallation auf Festplate: Ja
  • Grösse der Installation: 5000 MB

Leserwertung

Ihr sagt
9.0
Genial
Wir sagen
9.0
Genial
Du sagst
-.-
-
Impressum | Werbung | AGB | RSS-Feeds
Verlinkt durch: games-news.de | spieleradar.de
© 2002-2012 by 2PLAY.CH Schweiz