
50 Cent: Blood on the Sand
50 Cent: Blood on the Sand Test / Review
Bei Gangster-Rapper 50 Cent spalten sich sicherlich die Meinungen - aber es gibt wohl kaum jemanden, der den aus Queens stammenden Rapper nicht kennt. Nach drei erfolgreichen Alben tritt der Musiker nun zu seinem ersten PS3-Abenteuer an und sorgt für unerwartete Überraschungen...
Wir befinden uns zwar noch immer im ersten Viertel des aktuellen Jahres, der Preis für die hirnrissigste Storyline 2009 dürfte aber 50 Cent: Blood on the Sand bereits sicher sein. Die gesamte Action spielt in einem fiktiven Staat des mittleren Ostens. Nachdem er sein Konzert beendet hat, bemerkt 50 Cent, dass der Veranstalter seine verhandelte Gage nicht bezahlen kann. Der Grund: Ein ortsansässiger Gangsterboss hat sich das Geld unter den Nagel gerissen. Als Ausgleich überlässt der inzwischen eingeschüchterte Manager Fifty aber netterweise einen mit Diamanten besetzten Schädel (!) – vermutlich wohl wissend, dass man als grossspuriger Rapper zu so dickem natürlich nicht nein sagen kann. Doch wie es der Zufall so will, werden dem US-Superstar eben diese aufgepimpten menschlichen Überreste prompt bei einem Überfall von den Schergen des bereits erwähnten Oberschurken gestohlen. Klar hat Mr. Cent (falls man 50 als seinen Vornamen durchgehen lassen will) nun die Faxen dicke und macht sich zusammen mit seiner G-Unit Crew auf, die Sache mit Waffengewalt zu klären.
Hat man sich aber erstmals von dem Schock der schlicht dümmlichen Hintergrundgeschichte erholt, offenbart sich einem in den folgenden 10 Missionen ein durchaus spielenswertes, gradliniges Action-Game. Vermutlich nicht zuletzt deshalb, da sich die Entwickler eindeutig von bereits bekannten Genre-Vertretern inspirieren liessen. Ähnlich wie in Gears of War (und Dark Sector) könnt ihr mit einem Druck auf die X-Taste hinter jedem angepeilten Objekt automatisch in Deckung gehen oder zwischen unterschiedlichen Deckungsmöglichkeiten wechseln. Über die linke Schultertaste nehmt ihr Gegner ins Visier und erhebt euch dazu selbstverständlich wahlweise auch aus der schützenden Position. Erfreulicherweise funktioniert das Deckungssystem zu jedem Zeitpunkt zuverlässig, was gleichzeitig auch für spannende Gefechte mit den anrückenden Handlangern des Bösen sorgt.
Das Bewertungssystem wurde dagegen eindeutig vom Sega-Shooter The Club abgekupfert. Nach jedem Abschuss eines Gegners bleibt euch eine gewisse Zeitspanne, bis der nächste Kontrahent unfreiwillig ins Gras beissen sollte. Folgt der nächste Kill innerhalb des angezeigten Countdowns, winken als Belohung Combo-Punkte und Multiplier, welche eure Punktezahl ungleich schneller in die Höhe treiben wird. Auch präzise Kopfschüsse, rabiate Nahkampfmanöver oder der punktgenaue Einsatz von Granaten schlagen sich selbstverständlich im Endergebnis nieder. Wie beim besagten Action-Titel sorgt dieses Combo-System dafür, dass eine schnelle Spielweise und eine hohe Präzision belohnt werden. Die nötige Feuerkraft verleihen Fiffy verschiedenste Argumentationsverstärker, welche in die vier Kategorien Handfeuerwaffe, leichte und schwere Geschütze sowie Explosivwaffen eingeteilt sind. Der Wechsel zwischen diesen geschieht unkompliziert über die vier Richtungen des Steuerkreuzes. Wer genügend Punkte auf sein Konto gescheffelt hat, kann diese wahlweise in bessere Waffen sowie härtere Nahkampfmanöver investieren. Selbst die Sprüche, die Fifty vom Stapel lässt, lassen sich auf Wunsch noch zu härteren Floskeln aufmotzen.
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: Swordfish Studios
- Publisher: THQ
- Spieler offline: 1
- Spieler online: 2
- Releasedatum: 20.02.2009 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- 4:3 Anpassung: Vollbild
- Sixaxis Support: Nein
- Teilinstallation auf Festplate: Ja
- Grösse der Installation: 1200 MB



