F.E.A.R. 2: Project Origin

F.E.A.R. 2: Project Origin Test / Review

Dass kleine Mädchen nicht nur mit scharfen Fingernägeln und schriller Tonlage Angst und Schrecken verbreiten können, dürfte spätestens seit dem stimmungsvollen Horror-Erfolg The Ring weitreichend bekannt sein. Nachdem es Entwickler Monolith mit F.E.A.R. bereits einmal geschafft hat, die mysteriöse Horror-Atmosphäre der japanischen Filmemacher mit intensiver Actionkost auf Egoshooter-Basis zu verschmelzen, will der zweite Teil nun erneut Nerven und Abzugsfinger einem Belastungstest unterziehen.

Es überrascht nicht, dass F.E.A.R. 2: Project Origin eine ähnliche Kerbe einschlägt wie der hochgelobte Vorgänger auf dem PC anno 2005 und die nach wie vor gelungene Gruselatmosphäre hebt den Titel in vielen Belangen von der Shooterkonkurrenz ab. Sich wie von Geisterhand bewegendes Mobiliar, unheimliche Stromschwankungen der Deckenbeleuchtung und intensive Halluzinations-Phasen gehören nach wie vor zum Alltag eines Mitglieds der First Encounter Assault Recon Einheit. Die Stärke des ersten Teils war allerdings die unerklärliche Präsenz des kleinen Mädchens in ihrem roten Kleid, deren gequälte Existenz in einer Armacham Forschungseinrichtung erst allmählich ans Licht gebracht wurde. Doch nachdem die telepathischen Fähigkeiten der guten Alma mit dem Ende des Vorgängers an den Tag gelegt wurden, lassen die oft bizarren Gruseleffekte ihren Furchtfaktor in Project Origin etwas vermissen.

Ähnlich wie auch Condemned 2: Bloodshot konzentriert sich der zweite Teil vor allem darauf, den Spieler mit jeder Menge Hintergrundinformationen zu versorgen, die einst zu den Vorfällen im ersten Teil geführt haben. Dabei schlüpft ihr in die Rolle von Michael Becket, wie  schon der Protagonist des Vorgängers Mitglied der Einsatztruppe für paranomale Aktivitäten, F.E.A.R., mit dem Auftrag ein Verwaltungsrat-Mitglied von Armacham in Sicherheitsverwahrung zu geleiten. Genevieve Aristide, so der Name der Dame, will nämlich die Machenschaften ihrer Firma offenlegen, was ihren Kollegen so gar nicht gefällt und promt die firmeneigenen Sicherheitskräfte auf den Weg geschickt hat. Eure Mission beginnt dabei noch während die Ereignisse des ersten Teils ihren Lauf nehmen und lässt euch das wahrlich bombastische Finale aus einer anderen Perspektive erleben.

Verletzt und ausser Gefecht gesetzt führt ein Ärzteteam von Armacham sodann eine Notoperation durch, doch wie sich herausstellt, hatten die Herren Doktoren mehr als nur euer Überleben im Sinn. Ihr erwacht in einem scheinbar verlassenen Krankenhaus mit übermenschlicher Reaktionsschnelligkeit, die vor allem in den kommenden, zahlreichen Kampfsituationen zum Vorteil gereichen, und seltsamen Visionen der freigelassenen Alma. Schlimmer noch scheint ihr auf Alma nun aufgrund eurer neu gewonnenen geistigen Kräfte besonders anziehend zu wirken. So gilt es, mit Hilfe eines Verbündeten namens Snake Fist nicht nur, einen Weg zu finden, um Alma auszuschalten, sondern auch vor ihr und ihren albtraumhaften Visionen zu fliehen. Nicht nur erfahrt ihr dabei einige grausame Details zu Almas Kindheit, auch die Bandbreite des titelgebenden "Project Origin" offenbart Puzzlestück für Puzzlestück einen Teil der Umstände, die zu dieser Kette von Ereignissen geführt hat. Kann man der spannenden Handlung einen Vorwurf machen, dann den, dass auf die Vorfälle im ersten Teil nur in Randnotizen eingegangen wird, was insbesondere Unkundige des Vorgängers im Regen stehen lässt und Kennern keinerlei Informationen zum Verbleib des ersten Protagonisten verrät. Viele Hinweise sind zudem nur in den  hinterlassenen Notizen der Archaman Mitarbeiter zu finden, doch immerhin sparen sich die Entwickler die etwas öden Telefonanrufe des Vorgängers.

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Game Info

  • Genre: Egoshooter
  • Entwickler: Monolith Productions
  • Publisher: Warner Bros. Interactive
  • Spieler offline: 1
  • Spieler online: 16

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Vollbild
  • Sixaxis Support: Nein
  • Teilinstallation auf Festplate: Nein

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