
Guitar Hero World Tour
Guitar Hero World Tour Test / Review
Nachdem Electronic Arts mit Rock Band bereits vor etwas über einem Monat vier Konsolen-Musiker vor der PS3 versammelte, ergänzt nun Activision mit dem vierten Guitar Hero die virtuelle Band ebenfalls um ein Schlagzeug sowie eine Gesangsspur. Die zwangsläufige Frage dürfte deshalb zweifelsohne sein: Wer ist denn jetzt der neue König im Musikspiel-Genre?
Genau wie beim Auspacken der Weihnachtsgeschenke stürzen wir uns auch beim ersten Plündern des Guitar Hero Band Packs direkt auf die grösste Schachtel, welche natürlich das brandneue Drumkit beherbergt. Im Gegensatz zum Rock Band Pendant finden sich hier nur drei Drumpads, dafür wurde das Set aber um zwei höher gelegene Cymbals erweitert. Damit ergeben sich zusammen mit dem Fusspedal für die Bassdrum insgesamt 6 Klangerzeuger. Durch diese zweistufige Anordnung rückt das Instrument nicht nur optisch näher an sein reales Vorbild heran, sondern auch eure Hand- und Armbewegungen ähneln deutlich stärker einem echten Drummer. Da ich bereits seit über 10 Jahren hinter einem echten Schlagzeug die Drumsticks schwinge, darf ich mir an dieser Stelle diesen vielleicht etwas subjektiven Eindruck wohl sicherlich erlauben.
Einmal mehr sorgen Teleskopstangen dafür, dass man den Abstand der oberen Einheit vom Boden nach belieben seiner Körpergrösse anpassen kann. Die unteren Verstrebungen des Gestells sind aus Metal gefertigt und sorgen dank gummierten Füssen für einen sicheren Stand des gesamten Drumkits. Bedauerlicherweise sind die ausziehbaren Teleskopstangen, welche das letzte Drittel der Konstruktion ausmachen, aus Plastik. Bei harten Schlägen neigt der Schlagzeug-Nachbau deshalb zu leichtem Schwanken. Zwar beeinträchtigt dies eure Performance zu keiner Zeit negativ, dennoch steht das gesamte Drumkit nicht ganz so stabil auf dem Boden wie die Konkurrenz aus dem Hause EA. Ein Pluspunkt verdient sich Activision dafür sicherlich damit, dass das Guitar Hero Drumkit ohne Kabel mit der PS3 verbunden wird.
Die drei Drumpads wie auch die zwei Cymbals sind mit einer dicken Schicht aus hochwertigem Gummi überzogen. Dies hat gleich zwei Vorteil: Zum einen fühlt sich das Ganze deutlich realitätsnäher an, zum anderen erzeugt das Guitar Hero Drumkit so weniger Geräusche als die Rock Band Version. Hinzu kommt, dass die Stärke eures Schlages erkannt wird. Je fester ihr auf die Flächen schlagt, desto lauter wird also der Ton – fast wie in der Realität. Die Dossierung der Schlagstärke wird innerhalb des Spiels auch anhand von speziellen Kennzeichnungen an den Noten stellenweise vorgeschlagen. Zwar zählen hier jeweils starke als auch schwache Schläge als Treffer, für die zusätzliche Dosierung eurer Kraft winken jedoch Bonuspunkte. Etwas unglücklich ist Wahl der Entwickler, dass ihr die punktemultiplizierende Star Power über einen gleichzeitigen Schlag auf beide erhöhten Becken aktivieren sollt. Das Problem an der Sache: Ihr müsst dazu im durchgehenden Rhythmus eine Lücke finden, um beide Pads parallel zu schlagen. Gerade für Trommel-Neulinge ist dies eine fast unmögliche Aufgabe und zieht so regelmässig den Verlust des mühsam aufgebauten Multiplikators nach sich.
Game Info
- Genre: Music
- Entwickler: Neversoft
- Publisher: Activision
- Spieler offline: 4
- Spieler online: 8
- Releasedatum: 19.11.2008 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- 4:3 Anpassung: Vollbild
- Sixaxis Support: Nein
- Teilinstallation auf Festplate: Nein





