
Resistance 2
Resistance 2 Test / Review
Weihnachten ist bekanntlich die Zeit der Wunder – und für uns Anhänger der elektronischen Spielunterhaltung meist auch die Zeit der Fortsetzungen. Doch wenn alle Sequels die Qualität von Resistance 2 hätten, würden wir uns wohl nie mehr über die wahre Flut von Nachfolgetiteln zur Weihnachtszeit beklagen!
Resistance: Fall of Man sorgte im März des vorletzten Jahres dafür, dass schon pünktlich zum Europastart der PlayStation 3 ein hochkarätiger Egoshooter verfügbar war. Gleichzeitig bewiesen die bereits für die Ratchet & Clank Serie bekannten Entwickler von Insomniac Games eindrücklich, dass sie sich auch abseits des Jump&Run Genres zu bewegen verstehen. Mit Resistance 2 erreicht uns aber weit mehr als eine schnörkellose Fortsetzung, sondern vielmehr ein rundum verbesserter und blankpolierter zweiter Teil, der den Vorgänger problemlos in den Schatten zu stellen vermag.
Die Hintergrundgeschichte der Einzelspielerkampagne knüpft nahtlos an das Ende des Erstlings an. Wiederum übernimmt dementsprechend US-Soldat Nathan Hale die Rolle des Protagonisten, der sich den ausserirdischen Chimera-Invasoren in der fiktiven Vergangenheit der 50er-Jahre gegenüberstellt. Zu Beginn des zweiten Einsatzes wird unser Held so in der eisigen Kälte Englands aufgelesen und zurück nach Amerika verfrachtet, welches bislang als einziges Gebiet noch nicht von den Chimera angegriffen wurde. Leider scheint sich dies aber bereits zwei Jahre später bereits geändert zu haben, so dass ihr nach einem Zeitsprung im Erzählstrang auf ein verwüstetes und gebeuteltes Heimatland blicken müsst. Ganze Städte wurden von den Extraterrestrischen beinahe ausgerottet und die überlebende Zivilbevölkerung wird in fieses Alien-Fussvolk transformiert. Angesichts dessen erscheint die Situation in Europa fast schon wie ein Spaziergang...
Bei Resistance: Fall of Man konnte uns die Präsentation zwar bereits gefallen, jedoch haben wir damals im Fazit noch einen Tick mehr Spektakel gefordert. Dieser Wunsch wurde im Nachfolger nun zweifelsohne erfüllt. Schon innerhalb der ersten Spielminuten steht ihr einem feindlichen Roboter gegenüber, der mit seinen mehr als Bildschirm füllenden Dimensionen problemlos ganze Häuser niedertrampeln könnte – und dies in der Folge auch ohne zu Zögern tut. Während ihr so zwischen dessen Füssen nach Deckungsmöglichkeiten sucht, um den anrückenden Chimera-Tuppen nicht direkt vor die Flinte zu laufen, nehmt ihr wenn immer möglich die Turbinenventile am hinteren Teil des Ungetüms mit dem Raketenwerfer unter Beschuss. Nach einigen Treffern gibt der Riese jedoch unter lautem Getöse kleinbei und lässt euch so in die angepeilte Basis vorrücken.
Das schönste an Resistance 2 ist jedoch, dass beinahe in jedem der sieben Kapitel mindestens ein solcher Alien-Koloss auf seine Niederlage wartet. Der angriffslustige Roboter bildet also nur gerade die sprichwörtliche Spitze des Eisberges, denn in den folgenden Levels warten beispielsweise noch so unangenehme Zeitgenossen wie ein Alien-Kraken oder eine Art Heuschrecke in monströsen Dimensionen auf eine Abreibung. Auch die Dimensionen der Umgebungen haben sich entsprechend angepasst. Begabt ihr euch im Vorgänger noch hauptsächlich in engen Korridoren und abgegrenzten Innenräumen auf die Chimera-Jagd, seid ihr nun meistens auf dem freien Feld oder in grossräumigeren Innenräumen unterwegs. Und kaum hat sich der eigene Puls wieder im normalen Bereich eingependelt, stellen euch die Entwickler erneut vor eine atemberaubende Kulisse, in welcher bereits die nächste Herausforderung auf euch wartet. Das Spiel entpuppt sich so ohne Frage schnell als spektakuläre Action-Achterbahnfahrt vor dem heimischen TV!
Game Info
- Genre: Egoshooter
- Entwickler: Insomniac Games
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 2
- Spieler online: 60
- Releasedatum: 24.11.2008 (erschienen)
- 1080p Modus: Ja
- 4:3 Anpassung: Balken
- Sixaxis Support: Nein
- Teilinstallation auf Festplate: Ja
- Grösse der Installation: 300 MB



