Mirror's Edge

Mirror's Edge Test / Review

Obwohl uns in den letzten Jahren viele erstklassige Egoshooter vor die Konsolen fesselten, hat sich das Genre spielerisch seit seinen Anfängen nur geringfügig weiterentwickelt. Genau dies wollen die Entwickler von EA Dice, welche sich bereits für Battlefield: Bad Company verantwortlich zeigten, nun mit einem durchaus mutigen Ansatz in Mirror’s Edge ändern.

Mirror's Edge 2PLAY Video Review
Unser exklusiver Videobericht zum Review von Mirror's Edge

Bereits in den ersten Spielminuten zeigt sich, dass Mirror’s Edge zweifellos neue Wege beschreitet. Die Bleispritze, welche typischerweise aus dem unteren Bildschirmeck ragt, fehlt genauso wie auch sonstige Anzeigen, die über Munitionsvorrat oder Lebensenergie Auskunft geben würden. Nur die eigenen Hände und je nachdem auch Beine ragen regelmässig ins Bild. Die Extremitäten sind in Mirror’s Edge auch deutlich wichtiger als Waffen, denn hier geht es weit weniger um den Kampf als um das Erkunden eines schnellen bzw. schnellsten Weges von A nach B. Es ist kein Geheimnis, dass sich die Entwickler eindeutig von der Trendsportart und Philosophie hinter Parkour inspirieren liessen. Schon die Definition von Parkour im passenden Wikipedia-Artikel könnte eigentlich auch eine treffende Beschreibung des Gameplays von Mirror’s Edge sein: Parkour ist eine von David Belle begründete Sportart, bei welcher der Teilnehmer – der Traceur -  unter Überwindung sämtlicher Hindernisse den kürzesten und effizientesten Weg von A zum Ziel B nimmt.

Damit man dies als Spieler auch umsetzen kann, verfügt das virtuelle Ich selbstverständlich über die dazu nötigen akrobatischen Fähigkeiten. In der Steuerung schlägt sich dies in den drei Schultertasten L1, L2 und R1 nieder. Mit einem Druck auf L1 aktiviert ihr die nach oben ausgerichteten Fähigkeiten wie Springen, Hochziehen oder der Griff nach einem Seil. Über L2 geht ihr dagegen in die Knie, setzt zu einem Rutsch auf dem Hosenboden an, lasst euch fallen oder führt bei der Landung eine Rolle aus. R1 dient schliesslich zur schnellen 180 bzw. 90 Grad Wende. Trickreichere Manöver ermöglicht euch allein die geschickte Kombination dieser Grundelemente. Um höhere Plattformen zu erreichen, könnt ihr so beispielsweise mit L1 eine gegenüberliegende Wand senkrecht nach oben laufen, euer Ausrichtung mit R1 um 180 Grad drehen und sodann mit einem erneuten Druck auf L1 (aus der nun höheren Position) in Richtung der angestrebten Plattform springen. Bereits dieses Beispiel zeigt, dass es einiges an Übung benötigt, bis man wirklich effizient, schnell und ohne tödliche Stürze durch die Levels kommt. Nicht zuletzt deshalb, da man solche Kletteraktionen normalerweise eher aus der Third Person Perspektive gewohnt ist.

Dennoch ist die Heldin kein Übermensch. Sprünge aus grösserer Höhe fügen ihr Schaden zu oder führen direkt zum Tod. Ein bisschen Abhilfe kann das Ausführen einer Rolle durch Drücken der L2-Taste kurz vor der Landung verschaffen. Dadurch wird die Energie des Aufpralls gleichmässig auf den gesamten Körper verteilt und als günstigen Nebeneffekt verliert ihr kaum an Geschwindigkeit. Je geschmeidiger und schöner ihr euch den Weg durch die Levels bahnt, desto schneller und effizienter seid ihr unterwegs. Dafür benötigt ihr aber wiederum erstmals genügend Routine im Umgang mit Faith’s Fähigkeiten, was sich trotz dem grundsätzlich einfachen Kontrollschema als echte Herausforderung entpuppt.

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Game Info

  • Genre: Egoshooter
  • Entwickler: DICE Stockholm
  • Publisher: EA Games
  • Spieler offline: 1
  • Releasedatum: 12.11.2008 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Balken
  • Sixaxis Support: Ja
  • Teilinstallation auf Festplate: Nein

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