Fallout 3

Fallout 3 Test / Review

Lange musste man sich in Geduld üben, doch über zehn Jahre nach Fallout 2, dürfen sich Anhänger der virtuellen Postapokalypse wieder aus ihren Schutzbunkern wagen. Mit neuem Entwickler und schicker 3D-Optik erinnert nur wenig an die zwei PC-Klassiker, doch die Köpfe hinter der erfolgreichen Elder Scrolls-Reihe schaffen es durchaus, die mittlerweile in die Jahre gekommenen Konzepte ins 21. Jahrhundert zu bringen.

Die Fallout-Reihe, sieht man mal von seinen mit eher mauen Kritiken aufgenommenen Spin-Offs ab, galt schon immer als eine der letzten RPG-Serien, welche den Begriff "Rollenspiel" noch im wahrsten Sinn des Wortes verkörperte. Wie man sich als Spieler verhielt konnte weitreichende Konsequenzen mit sich tragen, gute Redner konnten selbst die grimmigsten Gesellen gewaltlos überzeugen und jede Aufgabe liess sich auf verschiedenste Weisen angehen. Dass diese Qualitäten zu weiten Teilen auch im heiss erwarteten Nachfolger präsent sind, wird nicht nur langjährige Fans freuen, denn nicht alle Tage trifft man auf ein Spiel, bei dem die Welt um euch herum mit jeder kleinsten Entscheidung massgeblich geformt werden kann. Mit eurer Hilfe erblühen Hoffnungen und Träume in einer Welt voll trostlosem Elend oder werden von euch endgültig zunichte gemacht, Städte wachsen oder fallen mit eurem Zutun und selbst das Ende eurer langen Reise liegt letztlich allein in eurer Hand. Es ist erfrischend zu sehen, dass euer Schicksal für einmal nicht fest von den Machern vorbestimmt scheint und gibt dem Spieler mehr denn je das Gefühl, ein zentraler Teil einer doch so riesigen Spielwelt zu sein.

Die ersten und beinahe wichtigsten Entscheidungen trefft ihr gleich zu Beginn des Spiels, kurz nach eurer Geburt und euren ersten Jahren in Bunker 101, einer Schutzeinrichtung gegen den einst bedrohlichen Atomkrieg, dessen schweres Stahltor seit zwei Jahrhunderten fest verschlossen ist. Kaum dem Mutterleib entsprungen, erfahrt ihr dank genetischer Analyse euer späteres Aussehen, müsst dann aber hilflos zusehen, wie eure Mutter unter den Anstrengungen eurer Geburt ihr Leben lässt. Allein an der Seite eures Vaters wachst ihr so in den metallenen Räumlichkeiten der Bunkergemeinde auf, setzt anhand des S.P.E.C.I.A.L. Kinderbuchs eure späteren Stärken und Schwächen fest und erhält im Alter von zehn Jahren euren ganz persönlichen Pip-Boy 3000. Eigentlich ein tolles Leben, eure Karriere in den Fussstapfen eures Vaters scheint dank des obligatorischen G.O.A.T. Tests bereits gesichert und es scheint als könnte sich mit der hübschen Amata Einiges zum Guten entwickeln.

Doch ein geordnetes Bunkerleben ist sicherlich nicht die beste Voraussetzung für ein interessantes Videospiel und tatsächlich erwacht ihr eines Tages im Alter von 19 Jahren, um festzustellen, dass euer Vater allem Anschein nach das Unmögliche getan und Bunker 101 verlassen hat. Das aber passt dem Verwalter eurer idyllischen Einrichtung kein Bisschen, der die Hintergründe dessen Verschwindens am liebsten aus euch herausprügeln würde. Mit ein wenig Hilfe gelingt euch schliesslich ebenfalls die Flucht und ihr findet euch inmitten eines vom nuklearen Fallout zerstörten Washington, D.C. wieder. Doch was nun, was erwartet euch in diesem trostlosen Ödland und warum verschwand euer Vater ohne ein Wort zu sagen? Alle Antworten liegen vor euch, doch welchen Weg ihr gehen wollt, liegt ganz bei euch.

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Game Info

  • Genre: Rollenspiel
  • Entwickler: Bethesda Softworks
  • Publisher: Ubisoft
  • Spieler offline: 1
  • Releasedatum: 28.10.2008 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Vollbild
  • Sixaxis Support: Nein
  • Teilinstallation auf Festplate: Ja
  • Grösse der Installation: 4292 MB

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