
Lego Batman
Lego Batman Test / Review
Seit Jahren schon reitet Spieleschmiede Traveller's Tales mit seinen charmanten Lego-Adaptionen historisch wertvoller Filmtrilogien auf einer unheimlichen Erfolgswelle und beschert Jung wie Alt simple, aber spassige Jump & Run Kost mit ordentlichem Nostalgie-Bonus. Machte man sich nach beiden "Star Wars"-Trilogien und den drei "Indiana Jones" Originalen schon beinahe auf eine kinderfreundliche Variante des "Der Pate"-Trios gefasst, folgt die neueste Auskopplung des dänischen Kultspielzeugs stattdessen den Fussstapfen des dunklen Ritters von Gotham City. Doch reicht dieser Kurswechsel aus, um der Serie neuen Auftrieb zu verschaffen oder entpuppt sich der Schritt weg vom l
Ein nicht zu unterschätzender Spassfaktor, welcher die Lego-Reihe letztlich auch für die älteren Semester interessant machte, waren die gekonnt inszenierten Parodien ihrer jeweiligen Filmvorlagen. Als Kenner des Quellmaterials freute man sich immer wieder aufs Neue, einige der legendärsten Szenen der Filmgeschichte mit schamlosem Humor auf die Schippe zu nehmen, während sich verantwortungsbewusste Eltern darüber freuen konnten, dass ein abgetrennter Kopf im Lego-Universum keine Langzeitbeschwerden zur Folge hatte. Für Batman aber entschied man sich gegen eine Anlehnung an die zahllosen Vorbilder und strickt stattdessen eine komplett eigenständige Handlung. Nicht nur fallen so die köstlichen Parodien weg, auch fällt es aufgrund der allein auf Gestik und Mimik zurückgreifenden, stummen Schauspieler recht schwer, den Konversationen zu folgen. Nicht dass wir es hier mit einem besonders ausgeklügelten Szenario zu tun hätten, den grundsätzlich dient der Plot nur dazu, Batman gegen ein Grossaufgebot an Comic-Schurken antreten zu lassen. Dies schafft der Titel denn auch mit Bravour und nebst bekannten Gesichtern wie dem Joker, der Pinguin oder Catwoman bietet der Titel auch viele weniger prominente Vertreter wie Killer Croc und Clayface.
Spielerische Unterschiede zu seinen Vorgängern sucht man hier vergebens, was Fans sicherlich freuen wird, schliesslich trägt insbesondere die eingängige Mischung aus Hüpfeinlagen, Knobeleien und wilden Gerangeln unter Lego Figuren zum Erfolg der Serie bei. Als der Caped Crusader beziehungsweise seinem treuen Partner Robin, der in den Zwischensequenzen einige Schmach über sich ergehen lassen muss, schlägt ihr euch in drei Kapiteln durch jeweils fünf Level und macht dabei Gebrauch von den individuellen Spezialfertigkeiten des Duos, welche durch einen Wechsel der Hightech-Strumpfhose zugänglich werden. So bewaffnet sich Batman mit einer Schallpistole, um Glas zu zerscheppern, legt Sprengstoff oder streift sich einen Gleitumhang über, während Robin mit Magnetschuhen an Wänden entlangwandert oder Roboter fernsteuert. Wie bei allen anderen Titeln dreht sich in Lego Batman vorsätzlich alles darum, die Vorteile der zwei Verbrechenshüter kooperativ zu nutzen, um gemeinsam durch die rätselgespickte Spielwelt zu gelangen, während ihr genüsslich die gesamte Lego-Umgebung in Einzelteile schlägt.
Neu hinzugekommen ist pro Kapitel jeweils ein Vehikel-Abschnitt, bei dem ihr ausschliesslich mit Batmobil, Batwing beziehungsweise Batboot unterwegs seid. Dabei verwandelt sich der Titel in eine recht chaotische Ballerei, an deren Ende der jeweilige Schurke ebenfalls motorisiert auf euch wartet. Die Steuerung ist allerdings extrem schwammig gelungen, was es besonders schwierig macht, sobald euch das Spiel auffordert, Gegenstände oder Gegner mit einem Abschleppseil an bestimmte Stellen zu schleifen.
Game Info
- Genre: Jump&Run
- Entwickler: Traveller's Tales
- Publisher: Warner Brothers Interactive
- Spieler offline: 2
- 1080p Modus: Ja
- 4:3 Anpassung: Vollbild
- Sixaxis Support: Ja
- Teilinstallation auf Festplate: Nein



