Dead Space

Dead Space Test / Review

In den letzten Jahren gab es abseits von Silent Hill und Resident Evil kaum nennenswerte Neuerscheinungen bei den Survival Horror Games. Gerade deshalb waren wir umso gespannter, ob Electronic Arts mit Dead Space einen geglückten Einstieg in bislang unbekanntes Genre-Terrain verzeichnen kann.

Bereits mit dem Setting hebt sich Dead Space deutlich von der bekannten Konkurrenz ab. Die Entwickler verlegen den Überlebenskampf auf ein Raumschiff, welches erst in ferner Zukunft durch die Weiten des Alls steuern wird. Will man der Hintergrundgeschichte glauben, werden zu dieser Zeit die natürlichen Ressourcen der Erde bereits komplett erschöpft sein. Die Menschheit weiss sich jedoch zu helfen und bedient sich über ein Verfahren namens "Planet Cracking" an den vorhandenen Ressourcen anderer Planeten. So reist eine ganze Flotte von Raumschiffen durchs All, um die Erde weiterhin mit den kostbaren Rohstoffen zu versorgen. Eines Tages verliert man aber jeglichen Kontakt zur USG Ishimura, dem grössten und stärksten "Planet Cracker" der Flotte. Um nun das Ausbleiben der Kommunikation zu untersuchen, wird ein kleine Gruppe Mechaniker losgeschickt.

Natürlich gehört auch der Protagonist von Dead Space, Isaac Clark, zu eben dieser Versorgungstruppe. Bereits ein rätselhafter, undeutlicher Funkspruch von dessen scheinbarer Freundin lässt euch das schlimmste erahnen und erklärt gleichzeitig die persönliche Motivation Isaacs, die Geschehnisse auf dem riesigen Schiff aufzuklären. Doch schon das Andock-Manöver geht aufgrund eines Systemsausfalls daneben, weshalb ihr zusammen mit eueren vier Kollegen auf dem scheinbar leblosen Planet Cracker strandet. Wie es sich für einen echten Survival-Horror Titel gehört, lässt auch die feindliche Bedrohung in Form von höllischen Kreaturen namens Necromorphs nicht lange auf sich warten. So beginnt der knapp 12-Stündige Überlebenskampf für den Spieler.

Bedauerlicherweise scheint Isaac keinesfalls auf eine solche Bedrohung vorbereitet gewesen zu sein, weshalb er seine Aufgabe nur mit einer kleineren Impulswaffe beginnt. Das restliche Offensiv-Arsenal muss erst auf dem Schiff gefunden werden und besteht hauptsächlich aus futuristischen Bergbau-Werkzeugen. Als bestens ausgebildeter Techniker kann er diese an speziell dafür vorgesehenen Arbeitsplätzen jedoch in verschiedenen Attributen wie Feuerkraft, Fassungskapazität oder Nachladezeit über eine Baumstruktur aufmotzen. Dazu werden aber sogenannte Power Nodes benötigt, die überall auf der Ishimura verstreut sind. Vielfach warten diese abseits des direkten Weges auf ihre Entdeckung. Die Entscheidung, welche Waffe ihr nun in welchen Bereichen verbessern wollt, sollte keinesfalls leichtfertig getroffen werden. Es gibt nämlich bei weitem nicht genügend Power Nodes, um jeden Argumentationsverstärker bis an sein Leistungslimit zu steigern.

Gerade mit zunehmendem Spielfortschritt werden die Necromorphs deutlich aggressiver und schneller, was gezielte Treffer unverzichtbar macht. Die fiesen Kreaturen lassen sich nämlich nur durch das Abtrennen von Gliedmassen in die Knie zwingen. Mit Körpertreffern könnt ihr sie zwar zurückdrängen, der nächste Angriff wird damit aber nur unwesentlich verzögert. Wer nicht die nötige Trefferquote an Armen, Beinen, Köpfen oder sonstigen Tentakeln vorweisen kann, sieht sich schnell mit dem gravierenden Verlust der eigenen Lebensenergie bzw. dem virtuellen Tod konfrontiert. Erschwerend kommt hinzu, dass der Munitionsvorrat ganz Genre-typisch sehr knapp bemessen ist. Blindes Feuern entpuppt sich deshalb schon in der ersten Spielstunde als absolutes "No-Go". Gerade deshalb erweisen sich die zwei Spezialfähigkeiten eures Raumanzuges als unverzichtbares Hilfsmittel im Kampf gegen die Höllenbrut: "Stasis" und "Kinesis". Während euch Zweitere Gegenstände wie von Geisterhand durch die Gegend werfen lässt, verlangsamt Erstere die Bewegungsgeschwindigkeit eines anvisierten Objekts oder Gegners. Beide Fähigkeiten sollten sowohl im Kampf als auch beim Lösen verschiedenster Rätseleinlagen eingesetzt werden.

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Game Info

  • Genre: Survival-Horror
  • Entwickler: EA Redwood Shores
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 1
  • Releasedatum: 22.10.2008 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Vollbild
  • Teilinstallation auf Festplate: Nein

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