
The Last Guy
The Last Guy Test / Review
Satellitenbilder sind schon eine faszinierende Sache. Ob man nun die Nachbarschaft ausspionieren will, ferne Metropolen erkundet oder nur die Reiseroute nachschlägt, dank modernen Karten-Applikationen sind schnell einige Stunden mit dem gespannten Blick auf die Erdoberfläche verbracht. The Last Guy will nun den Beweis antreten, dass sich diese einzigartigen Bilder auch bestens für die Spielebranche eignen und ruft die letzte Hoffnung der Menschheit in den Einsatz.
Die Prämisse des Spiels ist mit voller Absicht geradezu lächerlich simpel: Ein violetter Lichtstrahl trifft im 21. Jahrhundert aus unbekanntem Grund die Erde und verwandelt den Grossteil der Bevölkerung in Zombies, welche seither durch die Strassen wandern. Die wenigen Überlebenden bangen seither in ihren Häusern um ihr Leben und warten sehnsüchtig auf Rettung. Selbstverständlich fällt diese Rolle euch zu, dem Last Guy, ein Zombie-Mutant im roten Umhang, der aus den Höhen des Himalaya-Gebirges herabgestiegen ist, um die Welt vor dem Chaos zu bewahren. Die Handlung könnte ulkiger kaum sein und nimmt denn auch keine tragende Rolle ein, doch sie setzt ein Signal für den äusserst schrägen Humor, welcher den Spieler erwartet.
Als der Last Guy ist es eure Aufgabe, in über einem Dutzend über den ganzen Globus verteilten Metropolen nach Überlebenden zu suchen und sie sicher in eine Rettungszone zu geleiten, während ihr ständig den patroullierenden Zombies ausweichen müsst. Hilfreiches Gadget für eure Mission ist das Thermalsichtgerät, welches die meist in den vielen Gebäuden verbarrikadierten Einwohner sichtbar markiert, während nur wenige, mutige Gesellen auf offenen Feldern mit Hilfebotschaften auf sich aufmerksam machen. Die Thermalansicht ist aber auch äusserst nützlich, um Mauern und andere Hindernisse genauer auszumachen, denn in der Satellitenübersicht ist nicht immer ganz klar, welche Wege ihr begehen könnt und wo ihr in einer Sackgasse landet. Der Haken dabei ist aber, dass die meisten Gegner in dieser Ansicht nicht angezeigt werden, weshalb ein ständiger Wechsel zwischen den Sichtmodi Pflicht ist, um seine Schäfchen vor Ablauf der Zeit ins Trockene zu bringen.
Sobald diese euch erspähen, strömen sie aus ihren Verstecken hervor und schliessen sich sogleich in ordentlicher Einerkolonne eurem Tross an, bis ihr sie an entsprechender Stelle ablädt. Mit eurem anwachsendem Gefolge steigt gleichzeitig der ausgeklügelte Nervenkitzel des Spiels in die Höhe, während ihr konstant den Schmalen Grat zwischen Erfolg und Frust beschreitet. Während es alleine nämlich ein leichtes ist, den durch die Gegend stampfenden Zombies aus dem Weg zu gehen, wird mit ein paar hundert Leuten im Schlepptau jede Kreuzung zur Zitterpartie. Um zu vermeiden, dass eure Menschenkette von einem Zombie gesprengt wird und sich die Abgehängten erneut in der Umgebung verschanzen, könnt ihr zu einem Zwischensprint ansetzen oder per Sammelbefehl alle Leute zu euch rufen. Allerdings zehren diese Aktionen an eurer sich nur langsam regenerierenden Ausdauerleiste und sollte deshalb für heikle Situationen aufgespart werden. Immerhin sind über die ganze Karte verteilt Power Ups zu finden, welche eure Ausdauer erfrischen, die Gegner zwischenzeitlich einfrieren oder euch mitsamt Anhängerschaft zum Startpunkt zurückteleportieren.
Game Info
- Genre: Puzzle
- Entwickler: SCEJ
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 1
- 1080p Modus: Ja
- 4:3 Anpassung: Vollbild
- Sixaxis Support: Nein
- Teilinstallation auf Festplate: Ja
- Grösse der Installation: 615 MB



