Facebreaker

Facebreaker Test / Review

Sucht ihr ein Boxspiel, das sich selbst und den Sport jedoch nicht ganz so ernst nimmt? Dann dürfte Facebreaker eventuell gerade für euch von Interesse sein – sofern ihr über gewisse Mankos hinwegsehen könnt...

Auf den ersten Blick erinnert Facebreaker nicht nur aufgrund der überzeichneten Movepalette und des farbenfröhlichen Grafikstils schnell an Ready 2 Rumble Boxing von Midway, welches Ende 1999 das Licht der Dreamcast-Welt erblickte. Facebreaker ist aber im direkten Vergleich zu Midways Spassboxer spielerisch deutlich einfacher gehalten, wodurch es wohl auch für Gelegenheitsspieler und Casual-Gamer leichter zugänglich gemacht werden sollte.

Genau in dieser Einfachheit liegt gleichzeitig das grösste Problem, mit dem der Titel zu kämpfen hat. Jeder der 12 verfügbaren Boxer verfügt über einen hohen, einen tiefen sowie einen besonders starken Schlag. Diese doch eher beschränkte Anzahl von möglichen Manövern verbindet ihr sodann zu längeren Schlagfolgen. Je höher dabei euer Combo-Zähler steigt, desto stärker fällt der abschliessende Hammer aus. Eine Anzeige am unteren Bildschirmrand verrät euch dabei, wie nahe ihr schon dem namensgebenden "Facebreaker" seid, der für den Gegner den sicheren KO bedeutet.

Abseits der offensiven Angriffe verfügen die Boxer natürlich ebenfalls über ein gewisses Defensivrepertoire. Neben einfachen Blocks und Ausfallschritten erweisen sich dabei besonders die Konterattacken als entscheidend für den Sieg. Das Spiel baut dabei auf dem bekannten Schere-Stein-Papier System auf: Jede der drei möglichen Aktionen des Gegners kann mit der passenden Gegen-Aktion pariert werden. Dies sollte Facebreaker wohl grundsätzlich ein gewisses Plus an spielerischer Tiefe und Strategie verleihen. Da die Kämpfe aber für derartige Taktiküberlegungen schlicht zu schnell und zu chaotisch ablaufen, wird es selbst für den geübten Spieler schwierig, den drohenden Angriff des Kontrahenten rechtzeitig für den passenden Konter zu erkennen. Ein Sieg ist deshalb nicht selten reine Glücksache!

Gerade in den Einzelspielermodi erweist sich dies schnell als Frustfaktor erster Güte. Selbst auf der niedrigsten Schwierigkeitsstufe ist es mit einigen Fightern fast unmöglich, sämtliche Meisterschaftsgürtel zu ergattern. Zeitweise blocken und parieren die CPU-gesteuerten Gegner beinahe jeden eurer Schläge mit traumwandlerischer Sicherheit und lassen euch nicht den Hauch einer Chance – Frust ist da bereits vorprogrammiert. Erschwerend hinzu kommt, dass die Balance unter den verschiedenen Prügelknaben keinesfalls als ausgewogen bezeichnet werden kann. Gewisse Boxer sind dank betäubenden Konterattacken ungleich stärker als die Konkurrenz. So kommt man mit der weiblichen Kiriko, die über einen eben solchen Move verfügt, weitaus leichter zum Ziel als mit jedem anderen Charakter. Hier wäre entsprechendes Feintuning dringend nötig gewesen.

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Game Info

  • Genre: Beat'em Up
  • Entwickler: EA Canada
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 6
  • Spieler online: 2
  • Releasedatum: 05.09.2008 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Balken
  • Sixaxis Support: Nein
  • Teilinstallation auf Festplate: Nein

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