
Ratchet & Clank: Quest for Booty
Ratchet & Clank: Quest for Booty Test / Review
Man muss vor den Jungs und Mädels von Insomniac Games schon den Hut ziehen. Während andere Entwickler noch immer an ihrem Konsolenerstling werkeln, nähert sich ihr drittes PS3-Werk gerade der Vollendung und Nummer vier ist bereits für Ende 2009 geplant. Dies verrät einem das Finale von Quest for Booty, welches die Guten scheinbar so ganz nebenbei auch noch aus dem Hut gezaubert haben.
Quest for Booty setzt nahtlos an das letztes Jahr erschienene Ratchet & Clank: Tools of Destruction an und offenbart daher gleich zu Begin das Cliffhanger Ende des Vorgängers. Wer das Finale von Tools of Destruction also lieber aus erster Hand erfahren will, sollte tunlichst einen Bogen um Quest for Booty machen und diesen Abschnitt überspringen.... und zwar sofort... letzte Warnung... Also, nachdem Clank von den mysteriösen Zoni entführt wurde, begibt sich unser furchtlose Lombax-Held selbstverständlich unverzüglich auf die Suche nach Hinweisen über die geheimnisvollen Kidnapper. Ihm zur Seite stehen anstelle des vorlauten Roboters seine neue Bekannte, Talwyn Apogee, sowie Rusty Pete, die rechte Hand von Captain Slag und Gegenspieler im Vorgänger, der ebenfalls seine zweifelhafte Hilfe anbietet. Dank einem Hinweis verschlägt es Ratchet auf eine kleine Tropeninsel, auf der einst ein mächtiger Weltraumpirat seine Basis erstellte. Dieser soll angeblich den Schlüssel zur Welt der Zoni sein Eigen genannt haben und Ratchet begibt sich auf eine ausgedehnte Schatzsuche, wobei Scharmützel mit lästigem Piratengesindel nicht ausgeschlossen sind. Allerdings entwickelt sich die Handlung kaum in bedeutsame Richtungen und letztlich steht Ratchet mit wenig mehr da als zu Beginn seiner Suche, so dass der Plot mehr als Bühne für die bekannte Mischung aus Jump & Run und handfeste Ballerei dient, die die Serie so erfolgreich macht.
Kein Wunder also glänzt Quest for Booty mit den gleichen Qualitäten, die bereits in Tools of Destruction begeisterten. Die diversen Hüpf- und Rätselsequenzen machen Gebrauch von alten Lieblingen wie den magnetischen Stiefeln, mit denen Ratchet an Wänden und Decke herumspazieren kann, clevere Railabschnitte verlangen Reaktionsvermögen und schnelles Denken, während hervorragendes Leveldesign dafür sorgt, die Langeweile zwischen den einzelnen Aufgaben möglichst gering zu halten. In regelmässigen Abständen eingestreute Kampfsegmente mit der örtlichen Piratenbrut stellt ausserdem sicher, dass euer Abzugsfinger im Training bleibt. Für sich genommen gehören sämtliche Stellen aus Quest for Booty zum Besten, was die Serie hervorgebracht hat, doch irgendwie fehlt dem Spiel der Leim, der das Ganze zusammen halten soll.
So bleibt der Titel bis auf wenige Ausnahmen extrem linear und lässt euch keine Gelegenheit, versteckte Gebiete zu erkunden, geschweige denn, goldene Bolzen zu sammeln die in den vorangegangenen Teilen jeweils mit tollen Boni locken. Ebenso fehlen die üblichen Fertigkeitstests, welche für Wiederspielwert sorgen und selbst das Verstärken eures Waffenarsenals, eigentlich ein Markenzeichen der Reihe, wird aufgrund der kurzen Spielzeit beinahe irrelevant und geschieht im Verlauf des Spiels schon fast von selbst. Wenig überraschend stammen Ratchets Wummen allesamt aus dem PS3 Vorgänger, allerdings wurde die Auswahl auf einige Basiswaffen beschränkt, genauso wie viele der Gadgets des berühmten Lombax, welche anscheinend abhanden gekommen sind.
Game Info
- Genre: Jump&Run
- Entwickler: Insomniac Games
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 1
- Releasedatum: 15.09.2008 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- Sixaxis Support: Ja
- Teilinstallation auf Festplate: Ja
- Grösse der Installation: 4152 MB




