
echochrome
echochrome Test / Review
Mit Sicherheit kennt fast jeder von euch die optische Täuschung der unendlich nach oben (bzw. unten) verlaufenden Treppe, welche von Lionel Penrose erfunden und nach ihm benannt wurde. Genau auf diesem Prinzip der perspektivischen Verzerrung baut nun auch der neuste PS3-Puzzler aus dem PlayStation Store auf.
Das Ziel des Spiels ist relativ schnell erklärt: Eine auf den Balkenkonstruktionen marschierende Figur soll jeweils ohne Stürze in den leeren Raum zu den angezeigten Zielpunkten gebracht werden. Bis auf einen einfachen Start-Stop-Befehl könnt ihr jedoch nicht direkt in das Marschverhalten des Männchens eingreifen. Wie also den Sturz ins Endlose verhindern?
Um euren Schützling dennoch heil zum Zielpunkt zu bringen, nutzt ihr deshalb die Möglichkeiten der freien Perspektivenwahl. Über den rechten Analog-Stick könnt ihr die virtuelle Kamera frei um die jeweilige Levelkonstruktion aus Balken, Treppen, Sprungkatapulten und Löchern bewegen. Dadurch verändert sich natürlich auch die Perspektive, welche ihr auf das Geschehen habt, was wiederum einen Einfluss auf die eigentliche Architektur des Abschnittes hat. So ergeben sich zum Beispiel durch eine Variation der Ansicht vollkommen neue Laufwege, da zwei Plattformen auf unterschiedlichem Niveau unter dem neuen Anblick plötzlich zu einer durchgehenden Passage verschmelzen – und sodann natürlich auch von der nur spartanisch kontrollierbaren Spielfigur durchschritten werden können.
Was alles durch die geschickte Wahl der Perspektive vollbracht werden kann, ist relativ schwierig in Worte zu fassen. Grundsätzlich baut das gesamte Spiel aber auf fünf Gesetzmässigkeiten auf, welche euch zu Beginn von echochrome in einem kurzen Tutorial erläutert werden. Diese Gesetze der echochrome-Welt sollt ihr in den folgenden 56 Levels dann natürlich so gut es geht zu eurem Vorteil für ein kontinuierliches Weiterkommen nutzen. Um euch einen besseren Einblick in die Spielwelt und das Gameplay von echochrome zu geben, haben wir deshalb die Lösung von 3 Levels in ein exklusives Review-Video gepackt. Ausserdem findet ihr in der Video-Sektion des Spiels auch noch den Laws Trailer, der euch die besagten fünf Regeln an jeweils einem Beispiel erklärt.
Der Titel stellt aber an den Spieler nicht bloss das Problem, den richtigen Weg zu finden – sondern dies muss auch noch innerhalb eines gewissen Zeitlimits (meist 3 Minuten) geschehen. Aufgrund der stetig tickenden Uhr im Hintergrund darf man so auch nicht zu lange an einer Stelle verweilen, um die nächsten Schritte zu planen. Hinzu kommt, dass die einzelnen Levels teilweise unterschiedliche Lösungswege ermöglichen, wobei jedoch die ideale Lösung natürlich deutlich schneller zum Abschluss der Herausforderung führt. Unter Stress wird es entsprechend auch schwieriger, die verschiedenen "Balken" eines Levels in genau dem Winkel zusammenzuführen, damit sich der gewünschte, unterbruchsfreie Pfad ergibt. Glücklicherweise hilft hier nicht selten ein Druck auf die Viereck-Taste: Habt ihr zwei Strukturen nahe zueinander gebracht, wird die Perspektive so (meist) auf Knopfdruck automatisch weiter bis zum perfekten Zusammentreffen der beiden Plattformen nachjustiert. Dies funktioniert zwar in den meisten, jedoch leider nicht in allen Fällen. Die Präzisionsarbeit mit dem Analog-Stick ist in diesen Fällen unumgänglich.
Game Info
- Genre: Puzzle
- Entwickler: SCE Studios Japan
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 1
- Releasedatum: 10.07.2008 (erschienen)
- 4:3 Anpassung: Vollbild
- Sixaxis Support: Nein
- Teilinstallation auf Festplate: Ja
- Grösse der Installation: 138 MB




