Battlefield: Bad Company

Battlefield: Bad Company Test / Review

Man kann wohl ohne zu zögern behaupten, dass die bisher für den PC veröffentlichten Battlefield Episoden jeweils (und bis heute) zu den besten wie auch beliebtesten Mehrspieler-Shootern gehören. Diesen Fakt vor Augen sind die Erwartungen an Battlefield: Bad Company selbstverständlich entsprechend hoch. Insbesondere in Anbetracht der harten Konkurrenz in Form von Call of Duty 4 stellt sich natürlich zwangsläufig die Frage, welcher Titel im Kampf um den Genre-Thron die Arena letztlich als Sieger verlassen wird.

Battlefield: Bad Company 2PLAY Video Review
Unser exklusiver Videobericht zum Review von Battlefield: Bad Company

Doch bevor wir den Mehrspieleraspekt näher beleuchten sei gesagt, dass Battlefield: Bad Company im Gegensatz zu seinen Vorgängern mit einer vollwertigen Einzelspielerkampagne aufwarten kann, die glücklicherweise weit mehr als eine simple Verkettung unterschiedlicher Mehrspielermatches gegen CPU-gesteuerte Kontrahenten ist. In der Rolle von Soldat Preston Marlow werdet ihr wegen "ungebührlichem Verhaltens innerhalb der Armee" dazu verdonnert, fortan in der B-Company eure Dienstzeit zu verrichten. Wie der gute Preston schnell feststellen muss, lässt sich die B-Company am besten als "Sammelstelle für moralisch nicht einwandfreie Militärangehörige" umschreiben. Entsprechend werdet ihr zusammen mit euren drei Kameraden Sarge Redford (dem Anführer der Truppe), Sweetwater (dem vorlauten Support-Mann) und Haggard (dem komödiantischen Waffenfreak) zu den Einsätzen geschickt, die sonst keiner erfüllen will.

Die Geschichte nimmt aber an der Stelle eine unerwartete Wendung, als die vier Antihelden auf eine Söldnertruppe stossen, die augenscheinlich eine grosse Menge Gold durch das Kriegsgebiet chauffiert. Klar, dass sich die moralisch variable Truppe dazu entschliesst, neben dem Erfüllen der Missionen fürs Vaterland das eigene Bankkonto möglichst stark aufzustocken. Nicht nur durch diese Jagd nach dem Gold erinnert einem die Storyline an die Action-Komödie Three Kings aus dem Jahre 1999. Auch die charismatischen und stark überzeichneten Charaktere sowie die humoristischen, teilweise fast schon sinnfreien Dialoge zwischen euren drei Mitstreitern wecken sofort Erinnerungen an den besagten Kinostreifen.

Viele mögen sich vielleicht angesichts dessen Frage, wie gut ein eher humoristischer Plot zum actionreichen und explosiven Gameplay passen mag, das Battlefield: Bad Company ohne Frage bietet. Die Antwort ist selbstverständlich wie so oft abhängig vom persönlichen Geschmack – aus meiner Sicht birgt die Mischung mit dem bissigen Humor der drei Protagonisten aber keinesfalls weniger Motivation, als die ernsthaftere Hintergrundgeschichte eines Call of Duty 4. Insofern ist es vielleicht für einige Solo-Zocker dann umso enttäuschender, dass die Kampagne mit sieben Missionen nicht sonderlich üppig ausgefallen ist. Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad werden einigermassen geübte Zocker die letzte Zwischensequenz so bereits nach knappen acht Spielstunden zu sehen bekommen.

Dazu passend wählten die Entwickler auch ein etwas "leichteres" Heilungs- und Neueinstiegssystem. So regeneriert sich eure angeschlagene Gesundheit zwar nicht selbst, dafür könnt ihr innerhalb der Einzelspielerkampagne jederzeit auf Knopfdruck eine Spritze in Marlows Brust jagen, die eure Lebensenergie innert Sekunden wieder komplett auffüllt. Beisst ihr trotz dieses nützlichen Helfers doch ins virtuelle Gras, werdet ihr an der Stelle des letzten Checkpoints direkt wieder in die Schlacht geworfen. Im krassen Gegensatz zu allen anderen Egoshootern bleibt aber sämtlicher Schaden, den ihr vor eurem Ableben verursacht habt, erhalten und jeder bereits getötete Feind taucht nicht erneut vor eurem Fadenkreuz auf. Ein ziemlich ungewöhnlicher Ansatz, welcher bei mir während des Bestreitens der Kampagne zeitweise einen etwas faden Nachgeschmack hinterliess: Das eigene Scheitern hat nämlich so fast schon einen positiven Einfluss auf das Vorankommen im Spiel. Gerade in feindreichen Passagen könnt ihr zum Beispiel einfach nach und nach mit jedem weiteren Versuch ein paar Kontrahenten mehr ins Nirvana befördern, bis das entsprechende Areal vollständig gesäubert ist. Dadurch verlieren die kniffligen Passagen gerade für Genre-Veteranen leider merklich an Faszination und Intensität.

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Game Info

  • Genre: Egoshooter
  • Entwickler: DICE Stockholm
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 1
  • Spieler online: 24
  • Releasedatum: 27.06.2008 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Balken
  • Sixaxis Support: Nein
  • Teilinstallation auf Festplate: Nein

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