Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots

Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots Test / Review

Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots ist der ehrenvolle Abschied eines legendären Videospiel-Helden und eines der unvergesslichsten Spiele aller Zeiten.

Vor über 20 Jahren wurde Solid Snake der Welt erstmals vorgestellt, zusammen mit einem für die damalige Zeit unkonventionellen und finanziell riskanten Spielkonzept: Anstatt sich schwer bewaffnet seinen Weg freizuschiessen, war der Spieler gezwungen, mit viel Bedacht vorzugehen und seine Gegner aus dem Hinterhalt auszuschalten oder direkten Konfrontationen gar ganz aus dem Weg zu gehen.  Seit der Einführung der CD als Speichermedium für Metal Gear Solid auf der PlayStation und den damit verbundenen Möglichkeiten, avancierte die Serie zu mehr als nur einem Videospiel, sie wurde zu einem Stück interaktiver Fiktion, einem intelligenten Action-Film mit dem Spieler im Zentrum des Geschehens.

Trotz dieser beeindruckenden Leistungen musste sich die Serie berechtigte Kritik gefallen lassen, nicht zuletzt da seit den Titeln der 'PlayStation-Ära' überproportional viel Zeit damit verbracht wurde, die komplexe und teilweise schwer greifbare Hintergrundhandlung in pompösen Zwischensequenzen und ausschweifenden Dialogen zu erläutern. Oft geschah dies auf Kosten des eigentlichen Gameplays und skeptische Stimmen bemängeln, dass ein Spiel doch eigentlich dazu da sei, gespielt zu werden. Auch Metal Gear Solid 4 wird diese Skeptiker wohl kaum versöhnlich stimmen können, schliesslich gibt es hier sogar Speicherpunkte zwischen längeren Storypassagen. Doch mehr denn je wirkt die Geschichte nicht als aufgesetztes Beiwerk, sondern als emotionaler Antrieb für das Spielgeschehen und wer einzelne Abschnitte überspringt oder die Handlung gar ganz ignoriert, verpasst eine Hollywood-reife Inszenierung eines spannenden, wenn auch stellenweise melodramatischen Plots.

Diesen zu beschreiben ist nicht ganz leicht, weniger aber aufgrund der ungeheuren Komplexität, welche sich über die vergangenen Titel, insbesondere mit dem zweiten Teil, Sons of Liberty, aufgebaut hat. Vielmehr läuft man Gefahr, schnell einmal zu viel zu verraten, schliesslich ist das Entfalten der mit unvorhergesehenen Wendungen gespickten Handlung einer der faszinierendsten Aspekte des Spiels. Verständlicherweise halten wir uns daher mit allzu detailierten Umschreibungen zurück, doch es gilt festzuhalten, dass MGS4 an erster Stelle ein Spiel für Metal Gear Fans beziehungsweise Spieler mit gewissen Grundkenntnissen der Vorgänger ist, auch wenn ausführliche Erläuterungen durchgehend auch neue Spieler in den dichten Plot einzuweihen versuchen. Gleiches gilt für die unzähligen Parodien auf vergangene Ereignisse, welche Veteranen nostalgisch stimmen werden, während Neulinge sich ob dem schrägen Humor und philosophischen Ausschweifungen in diesem ansonsten so ernsten Setting teilweise etwas ausgeschlossen fühlen dürften.

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Game Info

  • Genre: Stealth-Action
  • Entwickler: Konami
  • Publisher: Konami
  • Spieler offline: 1
  • Releasedatum: 12.06.2008 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Vollbild
  • Sixaxis Support: Ja
  • Teilinstallation auf Festplate: Ja
  • Grösse der Installation: 4600 MB

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