Enemy Territory: Quake Wars

Enemy Territory: Quake Wars Test / Review

In manchen Fällen ist die Welt einfach gemein und ungerecht. PC Spieler dürfen schon seit Anfang September des letzten Jahr ausgiebig "Enemy Territory: Quake Wars" spielen. Wir Konsoleros mussten uns dagegen ganze acht Monate lang gedulden. Seit Ende Mai gibt's den lang ersehnten Titel nun auch endlich für Playstation 3 und Xbox 360. Extra für euch haben wir den Multiplayer Shooter angespielt. Ob das interessante Konzept was taugt, lest ihr in unserem Test nach.

Solisten können den Titel "Enemy Territory: Quake Wars" schon einmal gedanklich von ihrer Wunschliste streichen. Auch wenn Quake Wars mit einer Solokampagne wirbt, ist es nicht das, was wir als Solokampagne mit einer genialen Geschichte in Verbindung bringen würden. Es handelt sich hierbei nämlich nur um lieblos aneinander gereihte Karten, die ihr gegen kluge Bots spielen dürft. Eine echte Story oder filmreife Zwischensequenzen bietet die vermeintliche Solokampagne nicht. Zwar macht das zweifelsohne wenige Stunden Spass, aber im Grunde genommen kann auch direkt der Multiplayermodus gespielt werden. Für einen ungeübten Spieler ist die Kampagne jedoch immerhin ein geeigneter und brauchbarer Trainingsmodus.

Das Gameplay von Quake Wars ist ähnlich, nein halt, identisch wie jenes der bekannten Battlefield Reihe. Als Soldat wird der Spieler auf einem Schlachtfeld abgeworfen und muss für sein Team bestimmte Missionsziele erledigen. Auf den rund 12 Karten gibt es mehr als genug Ziele zu bewältigen. Alle Karten sind relativ gross und durchdacht designt. So zum Beispiel müssen Verteidigungswälle gesprengt oder kaputte Brücken repariert werden. Der Clou an der Geschichte ist, dass viele dieser Aufgaben nur durch eine bestimmte Klasse von Soldaten erledigt werden können. Nach jedem virtuellen Bildschirmtod könnt ihr bei Bedarf eure Klassen ändern. Dabei gilt es, sich zwischen einer von fünf unterschiedlichen Klassen zu entscheiden, darunter stinknormale Soldaten, Feldagenten, Geheimagenten, Sanitäter oder Ingenieur. Wie es sich für ein solches Spiel gehört, hat jede Klasse bestimmte Fähigkeiten.

Soweit so gut. Im Normalfall wäre das jetzt auch alles gewesen, allerdings nicht in Quake Wars, denn hier werden die Fähigkeiten nebenbei noch zur Erledigung von einzelnen Missionen benötigt. Ein Techniker kann so zum Beispiel Fahrzeuge reparieren, die für einen erfolgreichen Missionsabschluss unabdingbar sind. Dadurch hat jede Klasse ihre klaren Vor- und Nachteile und spielt sich somit grundsätzlich anders. Mal abgesehen vom Sanitäter, der nebenbei gesagt ziemlich überflüssig ist, da kein richtiges Teamplay wie in einem Team Fortress 2 aufkommen will. Konkret heisst das, dass alle die automatische Wiederauferstehung dem normalen Heilungsprozess vorziehen. Denn maximal 20 Sekunden, nachdem der Spieler ins virtuelle Gras gebissen hat, respawnt man automatisch wieder.

Wie im bereits erwähnten Battlefield finden sich auch in Enemy Territory: Quake Wars etliche Fahrzeuge um weite Distanzen zurückzulegen oder um ins Gefecht zu ziehen. Die geschützten Fahrzeuge mögen zwar gut und recht sein und können zu dem ordentlich Schaden austeilen, aber Dank den Panzerabwehrtürmen, die der Gegner überall auf der Karte aufbauen kann, gewinnen Fahrzeuge glücklicherweise nicht die Überhand. Am besten erfüllen die rollenden Gefährte ihren Zweck als schnelles Transportmittel um rasch den Brennpunkt des Geschehens zu erreichen. Die Steuerung der mobilen Geräte geht aber leider nicht so einfach von der Hand. Zu dem ist die Lenkung ein wenig zu träge und unpräzise.

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Game Info

  • Genre: Egoshooter
  • Entwickler: Splash Damage
  • Publisher: Activision
  • Spieler offline: 1
  • Spieler online: 16
  • Releasedatum: 29.05.2008 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Vollbild
  • Sixaxis Support: Nein

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