
Elefunk
Elefunk Test / Review
Die Physik ist schon was Faszinierendes. Vielleicht nicht gerade, wenn man noch die Schulbank drückt und sich haufenweise Formeln zu Kräfteauswirkungen und Dergleichen merken muss, doch in der Praxis lassen sich dank dieser Regeln ganz schön verrückte Dinge anstellen. Mit dem Download-Game Elefunk erfreut sich nun auch die PS3 eines virtuellen Physik-Bausatzes, der Gehirnzellen wie Lachmuskel strapazieren will.
Elefunk lässt sich am einfachsten beschreiben als eine Mischung aus Lemmings und Bridge Builder. Das Ziel jedes der 20 kniffligen Level des Spiel ist es, einen oder mehrere Elefanten zum Levelausgang zu geleiten, wobei der Weg dorthin meist über eine gefahrengespickte Schlucht führt, die es zu überwinden gilt. Um die schweren Dickhäuter sicher über die durch wackelige Brücken verbundenen Plattformen zu manövrieren, bedient ihr euch einer limitierten Anzahl verschiedener Bauteile und Spannseile, welche mit Bedacht an der Levelgeometrie befestigt werden wollen, um ihre Last hoffentlich lange genug ertragen zu können.
Der grundsätzliche Ablauf bleibt dabei immer derselbe: In der Konstruktionsphase tüftelt ihr fleissig an eurem Bauwerk, während die Erdanziehung sich eine kleine Ruhepause gönnt. Die Steuerung geht hier gut von der Hand, so wechselt ihr mit L1 und R1 zwischen den verschiedenen Trägern, während das zweite Paar Schultertasten die Bauelemente in die entsprechende Richtung dreht. Sobald ihr mit eurem Gebilde zufrieden seid, drückt ihr die Start-Taste, die Gravitation setzt ein und ihr fängt leise an zu beten, dass eure Konstruktion hält, während sich die Rüsseltiere langsam auf den Weg machen. Schaffen sie es ins Ziel, geht's ab ins nächste Szenario, ansonsten heisst's zurück zu den Blaupausen und die Schwachpunkte in eurem Brückendesign ausbessern.
Die Komplexität eurer Aufgaben steigt dabei zwar mit zunehmendem Spielverlauf allmählich an, wird aber nie so überwältigend, dass ihr kaum noch wisst, wo ihr anfangen sollt. So erfüllen viele Level den Zweck eines kleinen Tutorials, bei welchem neue Spielkomponenten wie die Vor- und Nachteile von wackligen Holzbrettern gegenüber den schwereren Stahlträgern erst in kleinem Rahmen getestet werden wollen, ehe das Gelernte in ausschweifenderen Bauaufträgen angewandt werden soll. Enttäuschenderweise entsteht so leider der Eindruck, dass das Spiel sich dem Ende zuneigt, gerade als ihr mit allen Aspekten des Brückenbaus sicher im Sattel zu sitzen scheint und euch richtigen Knacknüssen stellen wollt.
Dem Spiel zugute heissen muss man, dass trotz der gerade mal 20 Level, welche mit etwas Gehirnschmalz ohne Weiteres in 3-4 Stunden absolviert werden können, einiges an Abwechslungsreichtum in Elefunk steckt. So werden die Dickhäuter in einem Abschnitt ihres Pilgerpfads von offensichtlich gut durchtrainierten Vögeln fallen gelassen und es ist an euch, sie wie in einem Murmelspiel sicher zum Ausgang zu rollen, nicht ohne auf dem Weg nach unten spezielle Symbole einzusammeln, die das Weiterkommen überhaupt erst erlauben. Überhaupt wird's tierisch in Elefunk. So trefft ihr gelegentlich auf Erdmännchen, die nichts besseres zu tun haben, als auf euren ausgeklügelten Konstruktionen herumzuhoppsen, sowie garstige Piranhas und Mäuse, denen es aus dem Weg zu gehen gilt.
Game Info
- Genre: Puzzle
- Entwickler: 8bit Games
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 2
- Spieler online: 2
- Releasedatum: 26.06.2008 (erschienen)
- Sixaxis Support: Ja
- Teilinstallation auf Festplate: Ja
- Grösse der Installation: 406 MB



