
Tom Clancy's Rainbow Six Vegas 2
Tom Clancy's Rainbow Six Vegas 2 Test / Review
Mit Rainbow Six Vegas knackte Ubisoft seinerzeit den Jackpot und zauberte die unbestrittene Taktik-Shooter-Referenz aus dem Ärmel. Nun steht uns der Nachfolger ins Haus und auch wenn die Entwickler nicht gerade 'All In' gegangen sind, was Neuerungen anbelangt, spielen sie ein ausgezeichnetes Blatt.
Tom Clancy's Rainbow Six Vegas 2 2PLAY Video ReviewUnser exklusiver Videobericht zum Review von Tom Clancy's Rainbow Six Vegas 2
Auf den ersten Blick hat sich im Vergleich zum ersten Teil nicht allzu viel getan. Herzstück des Spiels ist nach wie vor das ausgetüfftelte Deckungssystem, dank dem euer Charakter hinter jeder Wand und so gut wie jedem Stück Mobiliar Schutz vorm feindlichen Kugelhagel finden kann. Von dort könnt ihr aus relativer Sicherheit heraus eure nähere Umgebung sondieren, in Ruhe die bösen Buben anvisieren und auf Knopfdruck hervorschnellen, um einige geschickt platzierte Salven abzufeuern. Das Ganze funktioniert noch immer tadellos und macht jede Menge Spass, vor allen Dingen da das Leveldesign des zweiten Teils euch nun öfter mehrere Zugriffswege und somit jeweils grössere strategische Freiheiten zur Verfügung stellt. Neu dürft ihr nun auch kurze Sprints einlegen, um schneller von Deckung zu Deckung zu wechseln oder in prekären Situationen aus der Gefahrenzone zu fliehen. Was zunächst nach eher unbedeutendem Zuwachs klingt, erweist sich in der Praxis als tolles Feature und trägt auch massgeblich zu einem angenehmeren Spielfluss bei.
Zwar bietet das Spiel einige durchaus weitläufige Passagen, bei denen ihr alleine gegen eine Unmenge an Terroristen antreten müsst, doch zumeist seid ihr wie bereits im Vorgänger mit zwei Squad-Kameraden unterwegs, welche ihr nach Belieben herumkommandieren dürft. Auf Knopfdruck bricht euer dynamisches Duo denn auch Türen auf, hangelt sich an Seilen herab oder nebelt die Umgebung mit einer Rauchgranate ein. Zwar hat die künstliche Intelligenz einige neue Tricks hinzugelernt, aber bei dem Prozess wohl auch einiges wieder verlernt, denn während eure Kollegen teilweise mit tödlicher Präzision arbeiten, lassen sie sich anderswo beinahe wehrlos über den Haufen ballern und wimmern sogleich am Boden kauernd nach eurer Hilfe. Eure Widersacher sind dabei ähnlich unausgewogen und schalten euch gelegentlich in Sekundenschnelle aus, um zu anderer Zeit dümmlich in der Gegend herumzustehen, währenddem ihr drei Meter entfernt in aller Seelenruhe deren Kopf ins Fadenkreuz nehmt.
Bis hier hin deutet nur wenig auf grundlegende Neuerungen hin und in der Tat kann man den Entwicklern vorwerfen, das zugegebenermassen äusserst robuste Fundament nicht übermässig auszubauen. Eine der zentralsten Neuheiten des Spiels erwartet euch aber gleich nachdem ihr das Spiel zum ersten Mal startet (jedenfalls nach der Neuheit, dass ihr, bevor es überhaupt losgehen kann, erstmal rund 2.5 Gigabyte an Spieldaten auf eure Festplatte packen müsst.) Das Persistent Elite Creation System aus dem Vorgänger wurde nämlich einer Generalüberholung unterzogen und anders als noch im ersten Teil spielt ihr hier sowohl Einzel- wie Mehrspieler-Modus in der Rolle eines von euch zu Beginn zusammengeschusterten Elitesoldaten, welcher in der Singleplayer Kampagne unter dem Namen Bishop bekannt ist. Egal ob ihr also alleine den Handlungsfaden spinnt, mit einem Freund per Splitscreen auf Terroristenjagd geht oder euch via das PlayStation Network mit wildfremden Spielern messt, sammelt ihr für jeden Kill Erfahrungspunkte, welche nach und nach euren militärischen Rang steigern und neue Ausrüstung und Tarnung freischalten.
Game Info
- Genre: Taktik-Shooter
- Entwickler: Ubisoft Montreal
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 2
- Spieler online: 14
- Releasedatum: 25.03.2008 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- Sixaxis Support: Ja
- Teilinstallation auf Festplate: Ja
- Grösse der Installation: 2483 MB



