
Army of Two
Army of Two Test / Review
Der Krieg ist ein schmutziges Geschäft. Besonders für die kontroversen Sicherheitstruppen privater Kriegsunternehmen verbergen sich hinter Kriegsgebieten aber unverschämt hohe Reingewinne. Und genau einer solchen Truppe gehören auch die beiden Anti-Helden von EA’s jüngstem Actiontitel an.
Damit verwundert es auch nicht, dass sich die beiden ehemaligen "Army Rangers" Elliott Salem and Tyson Rios von den US-Streitkräften abgewandt haben und nunmehr im Dienste der Security and Strategy Corporation innerhalb der weltweiten Kriegsgebiete "Problemlösungen" anbieten. Doch obwohl grundsätzlich keine Fragen nach Sinn, Zweck oder Moral eines Auftrages gestellt werden, solange der Klient fristgerecht die Rechnung begleicht, werden selbst die beiden Haudegen angesichts der offensichtlichen Sicherheitslücken bei der Regierung wie auch der eigenen Firma auf gewisse Ungereimtheiten aufmerksam. Zudem finden zeitlich zu den Einsätzen in der Heimat Kongressabstimmungen zu einer Gesetzesvorlage statt, welche die Privatisierung sämtlicher militärischer Einheiten vorsieht.
Es ist kein Geheimnis, dass Army of Two im Grunde ein eher simpler, linear gehaltener Action-Titel ist. Die Missionen beschränken sich dementsprechend auf eher einfachere Aufgaben wie das Säubern eines bestimmten Gebietes von Gegner, das Aufspüren und Eskortieren bestimmter Personen oder gelegentliche Sprengungen mittels C4. In den sechs Missionen innerhalb der Kampagne sorgen die verschiedenen Missionen dadurch zwar problemlos für das nötige Mass an Abwechslung, jedoch bietet das Spiel in dieser Hinsicht kaum etwas, was man nicht bereits zuvor bei anderen Genre-Vertretern in mindestens gleicher Qualität gesehen hätte.
Was den PS3-Einsatz der Zweimannarmee aber klar vom Einerlei der meisten Konkurrenten abhebt, ist das Zusammenspiel der beiden Charaktere. So offenbart sich einem bereits im angenehm kurzen Tutorial, dass neben geballter Waffenkraft hauptsächlich der Partner das entscheidende Element zum erfolgreichen Abschliessen einer Mission und dem damit verbundenen Überleben ist. Im Spiel zeigt sich dies hauptsächlich an Stellen, wo ihr nur mit Hilfe eures Waffenbruders weiterkommt. Dazu stehen einem eine grosse Anzahl Team-Moves zur Verfügung. In regelmässigen Abständen muss der Kollege so auf höhere Ebenen gehoben werden oder Tore lassen sich nur zu zweit öffnen. An anderer Stelle greift man sich am besten eine Autotür, um sich wie auch seinem Mitstreiter ein mobile Deckung zu schaffen, während der anderen über den Kopf des Schildträgers hinweg feuert. Doch damit nicht genug. Selbst bei gemeinsamen Tandem-Fallschirmsprüngen ins Feindgebiet erweisst sich der Mitstreiter als überaus nützlich: Während ich mich um die Flugbahn kümmerte und eine passende Landezone suchte, säuberte der Kollege mit dem Scharfschützengewehr bereits die unter uns liegende Landschaft vom anrückenden Feindvolk.
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: Electronic Arts
- Publisher: Electronic Arts
- Spieler offline: 2
- Spieler online: 4
- Releasedatum: 05.03.2008 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- 4:3 Anpassung: Vollbild
- Sixaxis Support: Ja
- Teilinstallation auf Festplate: Nein




