The Club

The Club Test / Review

Bizarre Creations, die Entwickler hinter The Club, zeichneten sich bereits für die etwas andere, Xbox exklusive Rennspielserie Project Gotham Racing verantwortlich. Obwohl sie mit ihrem neusten Werk schon allein vom Genre her eine völlig andere Richtung einschlugen, sind sich die Titel letzten Endes gar nicht so unähnlich, wie man vielleicht auf den ersten Blick vermuten würde...

Die Gemeinsamkeit ist natürlich nicht direkt im Spielablauf zu suchen. Vielmehr finden sich die angesprochenen Parallelen zwischen The Club und den PGR Rennspielen in der Art, wie die Leistung des Spielers bewertet wird. Natürlich besteht bei (fast) allen Racing-Games das vornehmlich Ziel darin, vor der Konkurrenz die Ziellinie zu durchqueren. Da bildete auch Project Gotham Racing keine Ausnahme. Zusätzlich wurden aber sämtliche Fahrmanöver mit Punkten bewertet: Je spektakulärer und waghalsiger Drifts, Überholmanöver und Windschattenfahrten ausfielen, desto mehr Kudos-Punkte winkten zur Belohnung. Die zusätzliche Verkettung mehrerer Fahrmanöver zu Combos sorgte schliesslich für ein ungeahnt hohes Mass an Motivation und dementsprechend horrenden Punktzahlen in den weltweiten Highscore-Listen.

Genau auf diesem System baut nun auch der Third-Person Shooter auf: In jeder Stage wartet ein klar mit "Exit" gekennzeichneter Ausgang darauf, von euch lebend durchschritten zu werden. Der Weg dahin wird dabei natürlich von diversen, teilweise stark bewaffneten Kontrahenten versperrt, die erstmals beseitigt werden sollten. Genau hier kommt dann ein zu PGR ähnliches Punktesystem zum Zug: Sobald ihr einen Gegner erledigt habt, beginnt sich die eben aufgetauchte Combo-Anzeige am oberen Bildschirmrand bereits wieder zu leeren. Um dies zu verhindern und gleichzeitig die durch den Abschuss erzielte Punktzahl noch mit Multiplyer zu vervielfachen, müsst ihr die feindlichen Verluste noch bevor die Anzeige ihr Ende erreicht um mindestens einen Mann erhöhen. So verbindet ihr schliesslich eine möglichst hohe Anzahl von direkt aufeinander folgenden Abschüssen zu einer einzigen Combo. Präzise Headshots bringen dabei selbstverständlich deutlich mehr Zähler als einfache Körpertreffer.

Das grösste Problem stellt hierbei nicht einmal unbedingt die Gegenwehr der potentiellen Opfer dar. Deren künstliche Intelligenz bewegt sich nämlich grundsätzlich auf "Kanonenfutter-Niveau" und erlaubt den KI-Schergen selbst in den höheren Levels nur einfaches Schiessen und sich Ducken. Vielmehr entpuppt es sich vielerorts als äusserst knifflig, den nächsten Feind zum Erhalt der Combo-Punkte zu finden. Das hat zur Folge, dass ihr nicht nur aufgrund des euch im Nacken sitzenden Zeitlimits regelrecht durch die linear aufgebauten Levels hetzen müsst. Wer nicht gewisse Stellen, Wege oder Feindpositionen (ähnlich einem Rennspiel) strikt auswendig lernt und entsprechend schon vor Spielbeginn kennt, wird bei The Club wohl nie wirklich konkurrenzfähige Punktzahlen erreichen. Auch das Wissen über die Position von weiteren Waffen, Munitionskisten, Medipacks oder Totenkopfschildern entscheidet letztendlich direkt über eure Leistung. Die erwähnten Schilder haben bei einem Treffer übrigens den gleichen Nutzen für eure Abschuss-Kette wie ein weiterer, erledigter Gegner - und erweisen sich entsprechend gerade bei kurzzeitiger Feindarmut als äusserst nützliches, oftmals aber gut verstecktes Hilfsmittel!

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Game Info

  • Genre: Action
  • Entwickler: Bizarre Creations
  • Publisher: Sega
  • Spieler offline: 2
  • Spieler online: 8
  • Releasedatum: 06.02.2008 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Vollbild
  • Sixaxis Support: Ja
  • Teilinstallation auf Festplate: Nein

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