Devil May Cry 4

Devil May Cry 4 Test / Review

Fast geschlagene drei Jahre mussten die Fans von Dämonenjäger Dante nach dem dritten Teil auf ein Comeback von Devil May Cry warten. Nun feiert die Serie endlich ihr Debüt auf der neuen Konsolengeneration. Let’s get it on!

Doch bevor man sich in die Action stürzen darf, wird der geneigte DMC-Fan auf eine kleine Geduldsprobe gestellt: Um Devil May Cry 4 auf der PlayStation 3 überhaupt spielen zu können, müssen beim ersten Start knapp 5 GB an Spieldaten auf die Harddisk der Konsole installiert werden – und das dauert eben seine Zeit. So vergingen bei unserem Test knapp 22 Minuten, bis die nötigen Dateien kopiert waren. Während dieser Wartezeit werden einem anhand von verschiedenen Texteinblendungen mit passenden Artworks die wichtigsten Ereignisse und Personen der drei Vorgänger nochmals in Erinnerung gerufen. Die Installation verkleinert die Ladezeiten innerhalb des Spiels dafür auf ein absolutes Minimum: Selbst die Ladepausen vor dem Eintritt in ein neues Level beschränken sich auf allerhöchstens 3-4 Sekunden. Bei der Xbox 360 Version, die keine Installation auf die HD bietet, bewegen sich die Ladepausen jedoch ebenfalls nur im Rahmen von ca. 5-8 Sekunden. Ob dadurch die PS3-Installationszeit von über 20 Minuten im Endeffekt gerechtfertigt wird, lässt sich nur schwer abschätzen...

Die Fans des bisherigen Protagonisten Dante werden zu Beginn ebenfalls einen kleinen Schock erleben: Nach drei Auftritten als Titelheld wird der kaltschnäuzige, Sprüche klopfende Haudegen von einem neuen Hauptcharakter namens Nero abgelöst. Auch wenn dieser vom Aussehen her glatt als Dante’s kleiner Bruder durchgehen könnte, bietet er mit einem deutlich vielschichtigeren Spektrum an Emotionen sowie seiner offensichtlichen Zuneigung zu der hübschen Kyrie eine klar stärkere Persönlichkeit als sein Vorgänger. Damit überrascht die Hintergrundgeschichte gerade Kenner der Serie mit einem ungeahnt hohen Mass an Tiefgang. Doch sei an dieser Stelle doch noch verraten: Man wird im Laufe des Abenteuers nicht komplett auf Dante verzichten müssen und zu einem vielleicht überraschend hohen Prozentsatz in dessen Haut schlüpfen dürfen.

Damit ist Altmeister Dante also keinesfalls komplett von der Bildfläche verschwunden. Bereits im Intro des Spiels wohnt man als Zuschauer gerade einer Zeremonie des "Order of the Sword" bei, zu dessen Mitglieder scheinbar Nero gehört, als der bisherige DMC-Star die Ruhe durch den Mord am Ordensführer unvermittelt stört. Der neue Protagonist stellt sich selbstverständlich ohne zu zögern dem Kampf gegen Dante, wobei sich die beiden als scheinbar ziemlich ebenbürtige Gegner herausstellen und der Angreifer schliesslich das Weite sucht. Alle Serienkenner werden so leicht (oder stark) verdutzt zurückgelassen. Hat Dante die Seiten gewechselt? Wieso greift er die scheinbar friedliche Gemeinde um den Orden an? Die dringend nötige Klärung dieser Fragen sowie andere Überraschungen warten selbstverständlich in den folgenden 20 Missionen auf euch.

Diese Seite mit anderen teilen

Game Info

  • Genre: Action
  • Entwickler: Capcom
  • Publisher: Capcom
  • Spieler offline: 1
  • Releasedatum: 06.02.2008 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Vollbild
  • Sixaxis Support: Ja
  • Teilinstallation auf Festplate: Ja
  • Grösse der Installation: 4800 MB

Leserwertung

Ihr sagt
8.9
Sehr Gut
Wir sagen
8.7
Sehr Gut
Du sagst
-.-
-
Impressum | Werbung | AGB | RSS-Feeds
Verlinkt durch: games-news.de | spieleradar.de
© 2002-2012 by 2PLAY.CH Schweiz