
PAIN
PAIN Test / Review
Kein Zweifel: Pain ist wohl das skurrilste Spiel, das sich bei uns in den letzten Jahren zum Testen eintrudelte. Und auch wenn das Gameplay dieses PlayStation Store Titel mit Sicherheit eher seichter und simpler Natur ist, weiss Pain gerade wegen seinem ungewöhnlichen Hintergrund zu unterhalten.
Wer die MTV Kult-Serie Jackass um eine Horde masochistischer Schwachköpfe kennt, die sich durch irrwitzige und unmögliche Stunts selbst Schmerzen zuführen, dürfte in groben Zügen bereits eine Idee haben, um was es sich bei Pain hauptsächlich dreht. Zu Beginn jeder Spielrunde starte ihr mit dem Blick auf ein riesiges Katapult, auf dem ein junger Typ namens Jarvis als Projektil Platz genommen hat. Nachdem die Zielmarkierung sowie die Spannstärke (und damit die Reichweite) der Abschussvorrichtung gewählt sind, genügt ein Knopfdruck und die menschliche Kanonenkugel wird im hohen Bogen zur angepeilten Position innerhalb der scheinbar im Bau befindlichen städtischen Umgebung geschossen.
Das Ziel besteht schlicht darin, durch schmerzhafte Zusammenstösse von Jarvis mit anderen Objekten Punkte auf das eigene Konto zu scheffeln. In gewisser Weise ist das Ganze also durchaus vergleichbar mit dem Crash-Modus der älteren Burnout Teile. Dazu könnt ihr nach dem Abschuss aber nicht nur die Flugbahn des bemitleidenswerten Protagonisten nachträglich in beschränktem Mass beeinflussen (Drift), sondern dürft im Flug über die vier Aktionstasten auch nach beliebigen Objekten in die vier passenden Himmelsrichtungen greifen und euch an selbigen Festhalten. So reisst ihr beispielsweise Schilder oder explosive Kisten mit euch, um selbige an gewünschter Stelle als Wurfgeschosse zu verwenden. Wollt ihr nach nichts greifen, werft ihr euch über die beiden linken Schultertasten (L1 und L2) in Kombination mit den Aktionstasten alternativ in verschiedenste Posen wie Superman, Arschbombe, etc.
Einen echten Punktegewinn bringen jedoch nur verkettete Kollisionen (Combos). Genau zu diesem Zweck erfanden die Entwickler "Ooch", hinter dem sich eine Art Spezialfähigkeit des lebenden Projektils verbirgt. Sobald Jarvis nämlich mit einem Objekt kollidiert, füllt sich das passende "Ooch-Meter" am unteren Bildschirmrand. Solange die Anzeige nicht vollständig geleert ist, könnt ihr dem Protagonisten jederzeit über das Steuerkreuz einen Schubser in die entsprechende Richtung verpassen. Damit zögert ihr das Ende eines Laufes nicht nur zeitlich erheblich raus, sondern könnt die weiteren Verlauf nach den ersten Kollisionen direkt beeinflussen. Bei grösseren Zusammenstössen kann es sich zudem lohnen, das Sixaxis-Pad kräftig zu schütteln um Super-Ooch, eine stärkere Ooch-Version mit grösserer Reichweite, zu erhalten. Wer diese Funktion gleichermassen geschickt und geplant einsetzt, wird so unverhofft lange Combos mit Zeitspannen von deutlich über einer Minute schaffen.
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: Idol Minds
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 4
- 1080p Modus: Nein
- 4:3 Anpassung: Vollbild
- Sixaxis Support: Ja




