Riff: Everyday Shooter

Riff: Everyday Shooter Test / Review

Hinter dem PlayStation Store Download Everyday Shooter versteckt sich ein 2D-Shooter der alten Schule, welcher sich aber mit einem einzigartigen Design von der gesamten Konkurrenz abzuheben vermag.

Gerade deshalb trifft der Titel Everyday Shooter nicht wirklich zu, denn das Spiel ist wirklich alles andere als ein alltäglicher Shooter. Ursprünglich von einer einzigen Person namens  Jonathan Mak entwickelt, bietet die nun erscheinende PS3-Umsetzung ein einzigartiges Zusammenspiel von Farben, Formen, Effekten und Musik. Sowohl das eigene "Schiff" als auch die Gegner und Projektile bestehen allesamt aus eher einfachen, geometrischen Formen. Auch wenn die Grafik zweifelsohne eher simpler Natur ist, wird damit jedes Spiel zu einem wahrlich ungewöhnlichen Ausflug (oder Trip, um sich dem beschränkt passenden Chargon zu bedienen) in eine andere Welt.

Das Spielprinzip für sich hält sich jedoch strikt an die bekannte Robotron-Formel, die auch schon bei PSN-Titeln wie Super Stardust HD oder Blast Factor zum Einsatz kam. Mit dem rechten Analog-Stick dirigiert ihr euer Schiff an Bedrohungen vorbei durch die Levels, während das linke Pendant zur Steuerung der Schussrichtung dient. Im Gegensatz zur Konkurrenz finden sich in Everyday Shooter aber keinerlei Pick-Ups zum Verstärken der Bewaffnung oder ähnlichem. Einzig für jeweils eine gewisse Anzahl erreichter Punkte winkt zur Belohnung ein Extraleben. Damit entscheidet letztlich allein euer Reaktionsvermögen darüber, wie weit ihr im Spiel kommt.

Allein das Abschiessen von Gegnern bringt aber bei Everyday Shooter keine Punkte auf euer Konto. Dafür müsst ihr kleine, leuchtende Punkte aufsammeln, die von einigen Gegnertypen beim Ableben hinterlassen werden. Erscheint es anfänglich noch schwierig, an die begehrten Punkte zu kommen, eröffnen sich euch beim Entdecken des Verkettungsmechanismus eines jeden Levels schnell bisher ungeahnte Möglichkeiten. Im ersten Level beispielsweise muss dazu ein bestimmtes Objekt beschossen werden, dass sich kurz nach dem ersten Treffer in eine Art schwarzes Loch verwandelt. Jeder Feind, der die äussere Begrenzung dieses Gebiets berührt, verwandelt sich danach wiederum in eine kleinere Version des Todesgebiets und hinterlässt einen weiteren Punktezähler auf dem Bildschirm. Durch geschicktes Timing lassen sich so mit etwas Übung Bildschirm füllende Ketten realisieren.

Der Clou ist aber, dass jeder der insgesamt acht verfügbaren Levels abseits der vollkommen anderen Optik auch ein eigenes Verkettungssystem mit sich bringt. Ich will euch an dieser Stelle keinesfalls die Spannung nehmen, in dem ich weitere Beispiele erläutere. Jedoch kann man dennoch verraten, dass die Komplexität des jeweiligen Systems mit zunehmendem Spielfortschritt eindeutig zunimmt. Ein grossteil der Faszination, die Everyday Shooter ohne Frage auszustrahlen vermag, kommt genau von diesem Knobel-Aspekt, der sich hinter jeder Stage verbirgt. Es könnte durchaus möglich sein, das Spiel nur mit reinem Joypad-Geschick zu beenden – wer aber zudem seine grauen Zellen etwas anstrengt, erhält ein ungleich besseres Spielgefühl.

Diese Seite mit anderen teilen

Game Info

PlayStation Network Download
  • Genre: Shoot'em Up
  • Entwickler: Jonathan Mak
  • Publisher: SCEE
  • Spieler offline: 1

  • 1080p Modus: Ja
  • 4:3 Anpassung: Vollbild
  • Sixaxis Support: Nein

Leserwertung

Ihr sagt
9.3
Genial
Wir sagen
7.9
Gut
Du sagst
-.-
-
Impressum | Werbung | AGB | RSS-Feeds
Verlinkt durch: games-news.de | spieleradar.de
© 2002-2012 by 2PLAY.CH Schweiz