skate.

skate. Test / Review

Seit Jahren ist Activision mit der Tony Hawk’s Serie unangefochtener Platzhirsch bei den Skateboard Games. Kein anderer Entwickler konnte die Marktdominanz bislang wirklich nachhaltig beeinflussen. Doch in diesem Jahr will auch der Publisher-Riese Electronic Arts ein Stück vom Skating-Kuchen abhaben...

Es ist schon erstaunlich, wie lange sich die Räder der Activision-Skateboards schon drehen. Seit dem Erscheinen von Tony Hawk’s Pro Skater auf der PSOne im Jahr 1999 zählt die Serie Jahr für Jahr zu den festen Bestandteilen des Releasekalenders. Die Gründe, weshalb bislang kein Entwicklerteam am Thron des Birdmans rütteln konnte, sind natürlich verschiedensten Faktoren zuzuschreiben. Doch wer bislang ein potentielles Konkurrenzprodukt auf den Markt brachte, orientierte sich jeweils sehr nahe am augenscheinlichen Vorbild, ohne jedoch dessen Qualität zu erreichen. Mehr als eine schlechte Kopie des THPS-Spielprinzips kamen dabei während einiger Jahre nach dem Erscheinen des Erstlings auf den Markt – und flopten meist zurecht gnadenlos.

Genau diesen Fehler begeht EA Games nicht. Steht bei den Tony Hawks Spielen nämlich seit jeher der Spassgedanke inklusive dem überzogenen Tricksystem im Vordergrund, setzen die Entwickler von EA Black Box bei skate auf Realismus. Somit heisst es für alle langjährigen THPS-Spieler erstmals umdenken: Die im Stammhirn bereits fest eingebrannten Manöver und Buttonfolgen muss man bei skate hinter sich lassen. Hier geht es um die echte Beherrschung des Bords, was sich auch in der Steuerung eindeutig widerspiegelt. Mit dem rechten Analog-Stick kontrolliert ihr alles, was mit dem Board zu tun hat, das linke Pendant ist für die Körperhaltung zuständig. Alle Tricks werden demnach einzig über den rechten Steuerknüppel eingeleitet. Egal ob Ollie, Shuvit, Kickflipp oder Manual, sämtliche Flipvarianten werden durch kontrollierte Bewegungen des rechten Sticks ausgeführt. Die Buttons braucht ihr lediglich um zu Beschleunigen. Für seitliche Grabs nutzt ihr die entsprechende untere Schultertaste.

Nicht ganz zu unrecht mag sich das neuartige Steuerungssystem etwas kompliziert anhören. Und tatsächlich benötigt man einige Zeit, bis die ersten Tricks sitzen. Bereits für einen simplen Ollie sind zwei präzise Steuerbewegungen (erst gerade zurückziehen, dann direkt in gleicher Richtung nach vorne stossen) erforderlich. Jede Menge Stürze und daraus folgender Frust können wir an dieser Stelle deshalb fast garantieren. Speziell bei den Grinds müsst ihr die angepeilte Kante oder das gewünschte Rail äusserst exakt anfahren und den Sprung punktgenau landen, um nicht direkt die schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Boden zu machen. Der Realismus geht gar so weit, dass einem allein einfache Bordsteine bei direkter Anfahrt zu Fall bringen können. Selbst zum Überwinden dieser unspektakulären Hindernisse, über welche man bei Tony Hawk’s seit jeher in beide Richtungen ungehindert brettern darf, benötigt ihr anfänglich den einen oder anderen Versuch. Ein guter Trick ist bei skate harte Arbeit. Steht man dann aber nach der Landung das erste Mal mit beiden Füssen auf dem Board, entfalteten sich ein Erfolgsgefühl und eine Befriedigung, die man in diesem Genre bislang noch nicht gesehen hat.

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Game Info

  • Genre: Sport
  • Entwickler: EA Black Box
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 4
  • Spieler online: 4
  • Releasedatum: 10.10.2007 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • 4:3 Anpassung: Vollbild
  • Sixaxis Support: Ja
  • Teilinstallation auf Festplate: Ja
  • Grösse der Installation: 2000 MB

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