
Colin McRae: DiRT
Colin McRae: DiRT Test / Review
Einen Tag nach dem tragischen Helikopterunfall der Rallye-Legende Colin McRae erschien bei uns die PS3-Version des neusten Ablegers der bekannten Rennspielserie. Mit etwas Verspätung würdigen wir den wohl bekanntesten Rallye-Fahrer aller Zeiten mit dem vermutlich letzten Review eines Spiels, das seinen Namen trägt.
Auf der Xbox 360 ist Colin McRae: DiRT bereits seit einigen Monaten erhältlich und sorgte auf der Microsoft Plattform bereits für einen grossen Käuferstamm. Im Gegensatz zu bedauerlicherweise relativ vielen PS3-Titeln, die auf der Sony Konsole trotz längerer Entwicklungszeit im direkten Vergleich mit dem Original einen Tick schlechter abschneiden, haben die Entwickler von DiRT die Zeit für die Umsetzung erfreulicherweise scheinbar gut genutzt. So wurden auf der PlayStation 3 die häufigen Slowdowns und Ruckler sowie das regelmässig auftretende Tearing (horizontale Bildbrüche) beinahe komplett eliminiert.
Damit gehört das jüngste Colin McRae erst recht zu den grafisch beeindruckendsten Rennspielen, die zurzeit auf dem Markt zu finden sind. Sowohl die Wagenmodelle als auch das Streckendesign und Schadensmodell können schon nach den ersten Minuten vollends überzeugen. Die Rallyeboliden sind allesamt äusserst detailliert gestaltet und können bei Zusammenstössen beinahe sämtliche Teile – von Türen über Stossstangen und Spoiler bis hin zu Fensterscheiben und Rädern – verlieren. Selbstverständlich gehören auch Verschmutzung und Lackschäden mit in das Schadensmodell. Die Dreckablagerungen sind dabei zwar deutlich zu sehen, in diesem Punkt hat insgesamt aber nach wie vor Sonys MotorStorm die Nase vorne. Aber nicht nur die Wagen, auch die Strecken werden bei unsicherer Fahrweise und daraus resultierenden Crashs in Mitleidenschaft gezogen. So könnt ihr beispielsweise Büsche, Zäune, Absperrungen und ähnliches, das nicht eindeutig stabiler ist als der eigene Rennwagen, gnadenlos umfahren. Zusammen mit den äusserst stimmigen Licht- und Partikeleffekten ergibt sich ein wahrlich exzellentes Gesamtbild.
Aber nicht nur die grafische Präsentation des eigentlichen Renngeschehens kann sich sehen lassen. Auch die ausgefallenen Menüs sind ein echter "Eye Catcher", ohne aber die Benutzbarkeit zu vernachlässigen. Das System aus verschachtelten Boxen, die je nach Auswahl dreidimensional aus dem Raum "gezoomt" werden, ist gleichermassen zugänglich wie schön anzusehen. Selbst die Zeit des Ladevorgangs wurde sinnvoll genutzt: Während ihr auf die Daten von der Blu-Ray wartet, werdet ihr mit verschiedensten Statistiken und Infos eurer bisherigen (virtuellen) Rennfahrerkarriere versorgt.
In der Modiauswahl erwarten euch keine Überraschungen. Neben einer Meisterschaft, Einzel- und Mehrspielerrennen fällt die Wahl wohl bei den meisten auf den rennspieltypischen Karrieremodus. In elf verschiedenen Stufen rackert ihr euch hier innerhalb eines pyramidenförmigen Diagramms durch Siege bis zum international anerkannten Profifahrer hoch. Im Gegensatz zu den Vorgängern bietet DiRT aber nicht mehr nur die klassischen Rallye-Rennen, sondern auch fünf Rennvarianten. Auf dem Programm stehen nun auch Crossover (Rennen gegen einen Konkurrenten auf einer zweispurigen Strecke), Rallycross (Offroad-Rennen mit freierer Streckenführung), Rally Raid (lange, temporeiche Offroad-Strecken mit "Raid" Fahrzeugen), Corr (Trucks und Buggys auf breiten Offroad-Pisten) und Hill Climb (Berggipfel erklimmen in möglichst kurzer Zeit). Damit und durch die verschiedenen Fahrzeugklassen wie Buggys oder Trucks ist innerhalb der Karriere für genügend Abwechslung gesorgt.
Game Info
- Genre: Rennspiel
- Entwickler: Codemasters
- Publisher: Codemasters
- Spieler offline: 1
- Spieler online: 8
- Releasedatum: 20.09.2007 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- 4:3 Anpassung: Vollbild
- Sixaxis Support: Nein
- Teilinstallation auf Festplate: Nein



