
The Darkness
The Darkness Test / Review
...und der Name ist Programm, denn mit The Darkness präsentiert uns Entwickler 2K Games einen düsteren Trip in die Welt der gleichnamigen Comic-Vorlage.
So hätte sich wohl Jackie Estacado seinen einundzwanzigsten Geburtstag weiss Gott nicht vorgestellt. Der in den USA damit gerade mal als Volljährig betrachtete verdient seine Brötchen nämlich als Auftragskiller und Bote für die ansässige Mafia. Wäre dies an sich schon ein eher riskanter Job, fällt der gute Jackie beim eigenen Onkel und Lokalmatador Paulie durch eine vermasselte Geldübergabe in Ungnade. Obwohl er nichts mit dem verschwundenen Zaster zu tun hat, setzt Paulie ein Kopfgeld auf Jackie aus, wodurch ihm natürlich etliche Mafia-Killer sofort nach dem Leben trachten. Mit diesem Hintergrund nehmt ihr es im Alleingang mit der scheinbar übermächtigen Armada an Mafioso auf, denn der skrupellose Paulie schreckt nicht einmal vor Übergriffen auf Jackies Freundin Jenny zurück. Möge der Rachefeldzug beginnen!
Doch vollkommen alleine steht ihr den zahllosen Gegnern glücklicherweise nicht gegenüber. Zum einen stehen euch ehemalige Kollegen aus der Mafia-Geschäftswelt regelmässig mit Rat und Tat zur Seite, zum anderen wird Jackie schon nach den ersten Spielminuten von einer dunklen Macht ("der Darkness") befallen, die ihm übernatürliche, dämonische Kräfte verleiht. Eine diabolische Stimme meldet sich in seinem Kopf und verlangt nach Todesopfern während glitschige Tentakelarme aus seinen Schultern spriessen. So verwandelt sich der gute Jackie auf Tastendruck in eine wahre Tötungsmaschine. Demzufolge seid ihr in The Darkness nicht nur auf die üblichen Argumentationsverstärker wie Pistolen, Shotguns und MGs angewiesen.
Die seitlich am Bildschirm auftauchenden, mit spitzigen Reisszähnen ausgestatteten Tentakeln sind nämlich nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern dürfen jederzeit selbst kontrolliert und zum eigenen Vorteil genutzt werden. Auf Knopfdruck kann so ein Dämonenarm aus der Verfolgerperspektive vorausgeschickt werden, um feindverseuchte Räume zu sondieren und durch wuchtige Beissattacken zu säubern. Auch ansonsten unzugängliche Levelabschnitte können so mit den blutrünstigen Auswüchsen beispielsweise durch Luftschächte erreicht werden. Im Verlauf des Spiels erlernt ihr noch weitere Fähigkeiten durch das Verschlingen von Herzen (bzw. Seelen in der geschnittenen Version) erledigter Kontrahenten. Besonders spektakulär fällt dabei das schwarze Loch aus, welches bei genügend gesammelter Kraft auf Knopfdruck physikalisch korrekt Gegenstände und Gegner in sich saugt.
Vollkommen nach belieben können die finsteren Kräfte jedoch nicht eingesetzt werden. Nur wenn die Umgebung genügend dunkel ist, habt ihr genügend Kraft für die wuchtigen Attacken. Bei zu viel Licht schwinden die Kräfte der "Darkness" zunehmend. Für die nötigen Lichtverhältnisse sorgt ihr durch das zerschiessen umliegender Lampen oder den Einsatz der "Lichtkiller" Darklings. Diese kleinen Horror-Wesen lassen sich an regelmässig verteilten Stellen im Spiel beschwören und löschen auf Kommando alle umliegenden Lichtquellen aus. An besagten Stellen, die durch kleine schwarze Löcher im Boden gekennzeichnet sind, können mittels einblendbarem Menü auch drei weitere Arten der fiesen Helfer in die Welt gesetzt werden, von denen jedoch nicht alle von Beginn an verfügbar sind. Die Darklings besitzen so wahlweise die Fähigkeit, Gegner zu zerfetzen, Wege freizusprengen, Widersacher aus der Ferne zu erledigen oder eben störende Lichtquellen zu eliminieren. Die Knilche bewegen sich dabei weitgehend autonom und weitgehend intelligent. Auf Wunsch könnt ihr sie aber dennoch auf Knopfdruck manuell zu auf bestimmte Gegner oder andere Ziele aufmerksam machen.
Game Info
- Genre: Egoshooter
- Entwickler: Starbreeze Studios
- Publisher: Take 2
- Spieler offline: 1
- Spieler online: 8
- Releasedatum: 27.07.2007 (erschienen)
- 1080p Modus: Ja
- 4:3 Anpassung: Balken
- Sixaxis Support: Nein
- Teilinstallation auf Festplate: Nein



