
Splinter Cell Double Agent
Splinter Cell Double Agent Test / Review
Wie der Namenszusatz "Double Agent" schon andeutet, schleicht Sam Fisher diesmal zwischen den Fronten. Ob die neuartige Doppelmoral von Sam für den Spieler im Endeffekt doppelten Spielspass bedeutet?
Der Grund, weshalb der bisher stets seinem Land loyale NSA-Spion plötzlich zum Doppelagenten avanciert ist einfach: Der gute Sam zieht diesmal als Undercover-Agent in den Kampf gegen eine Terrorbande, und wie in jedem guten Agententhriller verschwimmen dabei verständlicherweise die Grenzen zwischen Gut und Böse. Erschwerend kommt hinzu, dass Fisher durch den mysteriösen Unfalltod seiner Tochter bereits psychisch äusserst angeschlagen ist. Doch wie stark leidet die Loyalität des Musterspions, wenn er vollkommen auf sich alleingestellt die feindlichen Lager infiltriert und durch den Verlust des eigenen Kindes bereits mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat?
Es ist allein am Spieler, sich diese Frage selbst zu stellen und entsprechend zu handeln. Konkret bedeutet dies, dass ihr euch nicht nur die bekannten primären und sekundären Missionsziele erwarten, sondern euch oft auch zwischen entgegen gesetzten Zielsetzungen entscheiden müsst. Dabei werdet ihr sowohl von der NSA als auch von der terroristischen Zelle JBA um Hilfe in einer gewissen Angelegenheit gebeten. Die Entscheidung, welche Seite ihr zufrieden stellt, liegt sodann ganz in eurem Ermessen.
Diese Entscheidungen bleiben aber nicht ohne Folgen und sollten deshalb durchaus mit der nötigen Portion Verstand getroffen werden, denn das Vertrauen der jeweiligen Organisation in Sam wird direkt von der Wahl, die ihr trefft, beeinflusst. Eine entsprechende Anzeige, das so genannte "Trust Meter", verdeutlicht ständig eure Stellung innerhalb der beiden Organisationen. Folgt ihr beispielsweise an einer bestimmten Stelle den Anweisungen von JBA und tötet einen Agenten der NSA, so habt ihr bei den Terroristen grosse Sympathien gewonnen aber die Agency beginnt euch zu misstrauen. Da ihr jedoch nur mit Hilfe beider Auftraggeber eure Ziele erreicht, müsst ihr als Doppelagent konsequenterweise eine möglichst gute Balance finden um beide Parteien bei der Stange zu halten. Das Spiel stellt euch teilweise absichtlich vor Aufgaben, welche die Wünsche beider Parteien unmöglich in Einklang bringen lassen. Dadurch bleibt es stets eine Herausforderung, das dringend nötige Vertrauens-Gleichgewicht zwischen der NSA und der JBA zu halten.
Abgesehen von der Story blieb Ubisoft der bekannten Gameplay-Formel treu. Somit werden sich Splinter Cell Veteranen auch beim vierten Teil sofort zurecht finden. Trotzdem hat sich aber auch abseits der etwas anderen Hintergrundgeschichte einiges verändert. Am auffälligsten ist, dass Sam meist in eher helleren Umgebungen und offeneren Geländen unterwegs ist. Dadurch werden natürlich auch die Wachen schneller auf euch aufmerksam und entdecken euch insgesamt schneller als bei den drei Vorgängern. Zudem ist die künstliche Intelligenz der Kontrahenten schon auf dem normalen Schwierigkeitsgrad eine ganze Ecke höher als bisher. Haben die feindlichen Patrouillen erstmals etwas bemerkt oder euch gar gesehen, bleiben sie deutlich länger am Ball und folgen euren Spuren selbst über verschiedene Räume hinweg. Nicht selten holen sie bei Alarmsituationen auch sofort Verstärkung oder legen gar Finten, um euch absichtlich zu täuschen.
Game Info
- Genre: Stealth-Action
- Entwickler: Ubisoft Montreal
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 1
- Spieler online: 6
- Releasedatum: 23.03.2007 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- 4:3 Anpassung: Balken
- Sixaxis Support: Ja
- Teilinstallation auf Festplate: Ja
- Grösse der Installation: 850 MB



