
Genji: Days of the Blade
Genji: Days of the Blade Test / Review
Mit Genji: Days of the Blade bringt Sony den Nachfolger zu Genji: Dawn of the Samurai auf die PS3. Doch keine Sorge, auch ohne Vorkenntnisse zu Game Republic's Erstling fühlt man sich in diesem an japanische Folklore angelehnten Hack & Slash Abenteuer schnell zurecht.
Yoshitsune, seines Zeichens Samurai und Hauptakteur des ersten Teils will gerade seinem Bruder von seinen Erlebnissen im Kampf gegen den rivalisierenden Heishi Clan berichten, als der vermeindlich besiegte Feind urplötzlich zurückschlägt. Die mit dämonenkräften ausgestatteten Krieger haben die Festung des Genji Clans in windeseile überrannt und schlagen sich zu den Tempelanlagen durch, wo ein behütetes Artefakt ihr Begehr zu sein scheint.
Yoshitsune macht sich indes erneut auf den Weg, dem Eindringling die Stirn zu bieten und herauszufinden, welche dunklen Kräfte sich die Heishi Untertan gemacht haben. Wie schon im ersten Teil ist der junge Samurai aber nicht allein auf sich gestellt, erhält er doch alsbald Unterstützung durch seinen alten Freund Benkei, die Priesterin Shizuka, sowie dem mysteriösen Lord Buson, der einem gewissen Herrn aus dem Vorgänger zum verwechseln ähnlich sieht.
Die Auswahl an Kämpfern ist jedoch mehr als nur kosmetischer Natur, spielen sich die vier Gefährten doch sehr unterschiedlich. Als Samurai mit 2 Schwertern ist Yoshitsune der flinkeste Kämpfer, während der behäbige Benkei mit seiner Kriegskeule seine gute Zeit zum Ausholen braucht, dafür aber ordentlich für blaue Flecken sorgt. Shizuka ist wie der speerführende Buson dazwischen angesiedelt und kämpft mit an einem Seil befestigten Klingen, die auch als Enterhaken benutzt werden können, um Abgründe elegant zu überwinden. Auch Benkei und Yoshitsune haben ihre eigenen, in manchen Passagen im Spiel essentiellen Spezialfähigkeiten. Letzterer kann, ganz im Stile des persischen Prinzen, für kurze Zeit an Wänden entlangrennen, um diversen Fallgruben zu entgehen, während Benkei mit seinen Bärenkräften ansonsten unüberwindbare Barrikaden zerschlagen kann.
Zwischen den Charakteren gewechselt wird flott mittels Druck auf die entsprechende Taste auf dem Digitalkreuz und während man sich die meiste Zeit durchaus allein mit seinem Lieblingscharakter durch die Levels metzeln darf, "zwingt" einen das Spiel aufgrund des Handlungsverlaufs manchmal, kurzweilig mit einem anderen Recken zu spielen, was aber auch für etwas Abwechslung sorgt.Allerdings sollte man mit dem Leben seines Kämpfers nicht leichtfertig umgehen, in der Annahme, man könne einfach die Ersatzbank ins Spiel bringen. Selbst wenn alle anderen Charaktere noch bei bester Gesundheit sind, ist euer Feldzug beim allfälligen Ableben zu Ende und ihr müsst beim letzten Speicherpunkt neustarten.
Um diesem Schicksal zu entgehen finden sich des öfteren in Kisten versteckte Heilkräuter und Zauberformeln, die einem in den hitzigen Gefechten den entscheidenden Vorteil verschaffen können und dank übersichtlicher Menüführung eingenommen werden können, ohne den Kampfrausch für zulange Zeit zu unterbrechen. Ausserdem erhaltet ihr im Verlauf der Handlung für jeden Recken vier neue Waffen, die sich mit der Energie eurer besiegten Gegner zusätzlich verstärken lassen. Jede Waffe verleiht ihrem Träger dabei eine individuelle Liste von Angriffen, wodurch man seinen Kampfstil per einfachem Knopfdruck der momentanen Situation anpassen kann. Wie das Wechseln der Charaktere wirkt auch dieses Feature allerdings nicht ganz ausgereift und man bekommt den Eindruck, dass die Entwickler ursprünglich grösseres damit vorhatten.
Game Info
- Genre: Action-Adventure
- Entwickler: Game Republic
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 1
- Releasedatum: 23.03.2007 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- Sixaxis Support: Ja
- Teilinstallation auf Festplate: Ja
- Grösse der Installation: 2248 MB



