Blast Factor

Blast Factor Test / Review

Anfang der 80er Jahre revolutionierte ein Titel namens "Robotron 2048" das Shoot’em Up Genre, indem es die Schuss- und Bewegungsrichtung voneinander trennte. Somit war es dem Spieler beispielsweise möglich, sich nach links zu bewegen während Schüsse nach unten abgegeben wurden.

Genau auf diesem Prinzip baut auch der PlayStation Store Titel Blast Factor auf. In verschiedenen Sextanten seid ihr mit einer Kapsel auf einer Art Wasseroberfläche im Mikrokosmos unterwegs, um die feindlichen Bakterien und Bazillen mit geballter Laserkraft zu pulverisieren. Wie bereits eingangs erwähnt, bewegt ihr dabei das eigene Schiff mit dem linken Analog-Stick, während der gegenüberliegende Steuerknüppel der Schussabgabe dient. Über die R2-Taste wird auf Wunsch zusätzlich eine kurzfristige Zeitlupe inklusive kleiner Druckwelle aktiviert. Dabei könnt ihr dank der langsamer verstreichenden Spielzeit präzise zwischen den Gegnerhorden manövrieren und Feinde, die mit unüberwindbarem Frontschild ausgestattet sind, zeigen euch beim Zusammentreffen mit der Druckwelle ihr verwundbares Heck.

Doch die Entwickler haben erfreulicherweise nicht nur gut bei Robotron abgekupfert, sondern die  Bewegungssensorik des neuen Sixaxis-Controllers geschickt ins Gameplay eingebunden. Kippt ihr das Pad nach links oder rechts, neigt sich auch die gesamte Spielfläche in die gleiche Richtung. Das Ergebnis der Bewegung: Auf der wässerigen Oberfläche breitet sich eine Welle aus und schwemmt das gesamte Gegnervolk auf die entsprechende Seite. So angehäuft stellen die Kontrahenten natürlich eine wesentlich leichtere Beute für euren Laser dar, als wenn sie quer über das ganze Level verstreut sind. Teilweise ist dieses Kippen sogar Pflicht, da gewisse grössere Widersacher erstmals auf den Rücken gelegt werden müssen, damit sie verwundbar werden.

Ja nachdem, wie schnell ihr eine Zelle säubert, wählt das Spiel dynamisch den nächsten Level aus. Bleibt ihr innerhalb einer gewissen Richtzeit, wird der nächste Abschnitt schwerer. Benötigt ihr länger, bleibt ihr im einfacheren Bereich. Der Schwierigkeitsgrad hat aber primär nur Einfluss auf die Gegnerzahl.

Das grösste Manko von Blast Factor zeigt sich klar in der Langzeitmotivation. Habt ihr das Spiel ein oder zwei Mal durchgespielt, motiviert im Grunde nur noch die Highscore-Jagd sowie die wählbar höheren Spielgeschwindigkeiten zum erneuten Anlauf. Doch auch dann werden wohl Solospieler kaum länger als ein paar Stunden mit dem Spiel verbringen. Die Gegnervielfalt ist ebenfalls etwas knapp ausgefallen.

Glücklicherweise ist in der europäischen Version von Blast Factor aber der in den USA optionale Mehrspielermodus schon enthalten. So könnt ihr mit bis zu drei Kollegen gemeinsam auf Virenjagd gehen. Neben der Kooperativ-Variante sorgen besonders die Grudge-Matches für Mehrspielerspass: Hierbei handelt es sich um eine Art "Last Man Standing", wobei ihr jedoch eure menschlichen Kontrahenten nicht direkt abschiessen könnt. Vielmehr müsst ihr durch Einsatz aller oben erwähnten Fähigkeiten eure Kollegen dermassen verwirren und behindern, dass sie in einer der endlosen Angriffswellen ihr Leben aushauchen. Ein Heidenspass!

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Game Info

PlayStation Network Download
  • Genre: Shoot'em Up
  • Entwickler: Bluepoint Games
  • Publisher: SCEE
  • Spieler offline: 1
  • Releasedatum: 23.03.2007 (erschienen)

  • 1080p Modus: Ja
  • 4:3 Anpassung: Vollbild
  • Sixaxis Support: Ja

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