
Blazing Angels: Squadrons of WWII
Blazing Angels: Squadrons of WWII Test / Review
Bereits vor gut einem Jahr konnten sich die frischgebackenen Xbox 360 Besitzer mit der geradlinigen Arcade-Simulation Blazing Angels: Squadrons of WWII zur Zeit des zweiten Weltkriegs in die verschiedenen Kampfmaschinen schwingen, um den Luftraum von den Deutschen zu säubern.
Auch auf der PS3 geht es in der Haut eines Staffelführers der US-Luftwaffe nach einer kurzen Trainingsmission, in welcher man euch in die Finessen der Steuerung einführt, geht es somit ohne grosse Umschweife direkt ins Kriegsgebiet. Vor jeder Mission werdet ihr vom Erzähler kurz in die Geschehnisse eingeführt, so dass die verschiedenen Aufträge doch einer gewissen Hintergrundgeschichte folgen.
Die Frage nach Unterschieden und Verbesserungen im Vergleich zur Microsoft Plattform ist schnell geklärt: Es gibt keine. Auf der PS3 erwartet euch eine mehr oder weniger direkte Umsetzung des einjährigen Originals. Bis auf die neu hinzugekommene, unübersichtliche Cockpit-Perspektive und die Option, die eigene Maschine über die Bewegungssensoren des Sixaxis-Pads zu lenken, finden sich weder Inhaltlich noch technisch klare Veränderungen. Die neue Steuerungsvariante geht dabei nach kurzer Eingewöhnung zwar erstaunlich gut von der Hand und lässt präzise Manöver zu, da aber gerade in den späteren Missionen schnelle Reaktionen überlebenswichtig sind, eignet sich die Standardvariante mit beiden Analog-Sticks eindeutig besser. Grundsätzlich sind aber beide Varianten gut gelungen und erlauben dank genauer Abfrage problemlos präzise wie schnelle Manöver.
Die insgesamt 20 umfangreichen Missionen bringen euch direkt zu den bekanntesten Schauplätzen des zweiten Weltkriegs. Egal ob Pearl Harbor, Midway, die Normandie oder London – überall wird eure Luftunterstützung gern gesehen. Mit zunehmendem Spielfortschritt und erfolgreichen Missionsabschlüssen schaltet ihr nach und nach bis zu 52 verschiedene Fluggeräte frei, die sich in Wendigkeit, Geschwindigkeit und Waffenkraft teilweise stark voneinander unterscheiden.
Im Zentrum steht bei allen Einsätzen jeweils klar die Action. Der geschichtliche Hintergrund wird zwar (wie eingangs erwähnt) in kurzen Filmsequenzen erläutert, auf taktische Finessen oder Planung des Vorgehens wird aber komplett verzichtet. Das Ziel primär das Überleben im Schlachtgetümmel sowie eine möglichst hohe Zahl an Abschüssen von Luft- und Bodenzielen. Damit ist das Spiel zwar gut zugänglich, etwas mehr Abwechslung im Missionsdesign hätten sich anspruchsvollere Naturen aber vermutlich dennoch gewünscht. Nachdem der Wingman zum X-ten Mal gerettet und auch die zehnte Angriffswelle zurückgeschlagen wurde, wünschte auch ich mir von den Entwicklern stellenweise etwas mehr Ideenreichtum bei der Auftragsauswahl.
Glücklicherweise hat da das Bord-MG einen scheinbar unbegrenzten Munitionsvorrat und selbst Zweitwaffen wie Bomben oder Torpedos laden sich nach kurzer Zeit automatisch wieder nach. Die grösste Herausforderung stellt aber meist der Zeitfaktor dar, wenn bestimmte Objekte wie Brücken oder Konvois bei ständig nachrückendem Feindvolk beschützt werden wollen. Eine genügend grosse Anzahl fair verteilter Neustart-Punkte sorgt aber dafür, dass auch bei mehrmaligem Scheitern kein echter Frust aufkommt.
Game Info
- Genre: Shoot'em Up
- Entwickler: Ubisoft Romania
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 1
- Spieler online: 16
- Releasedatum: 23.03.2007 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- 4:3 Anpassung: Vollbild
- Sixaxis Support: Ja
- Teilinstallation auf Festplate: Nein



