
Virtua Fighter 5
Virtua Fighter 5 Test / Review
Seit Beginn der 3D Ära streiten sich Namcos Tekken Serie und Segas Virtua Fighter Reihe um die Krone des Fighting Genres. Während Tekken 6 noch ein wenig auf sich warten lässt, beglückt uns Sega zum Start der Playstation 3 in Europa mit ihrem neuesten Sprössling und lädt zum fröhlichen Prügeln ein.
Dabei hat Virtua Fighter den Ruf, vor allem Enthusiasten zufrieden zustellen und in der Tat wird ein Neueinsteiger mit wildem Button-Mashing gegen einen alten Hasen kaum eine Chance haben. Doch im Grunde ist es ein Qualitätsbeweis des hervorragenden Kampfsystems, welches Erfahrung und Training durch Erfolg belohnt, gleichzeitig aber auch zwei komplette Anfänger eine Menge Spass mit dem Spiel haben können. Leider fehlt dem Spiel aber eine gewisse Einsteigerfreundlichkeit, bietet es doch nur eine sporadische Hintergrundgeschichte, keinerlei freischaltbaren Charaktere oder Videosequenzen und konzentriert sich komplett auf das Geschehen im Ring.
Im Vergleich zum Vorgänger haben sich zu den bereits bekannten Recken wie Akira, Jacky oder Wolf zwei neue Kämpfer eingefunden. Zunächst wäre da die flinke Eileen, die dank ihrer Kou-Ken Technik öfters mal mit einem Äffchen verwechselt werden dürfte. Zweiter Neuangkömmling ist der etwas klein geratene mexikanische Wrestler El Blaze, der nicht zuletzt mit beeindruckenden Ringkünsten aufwarten kann.
Ansonsten bleibt Virtua Fighter 5 den Errungenschaften des vierten Teils treu, was aber durchaus positiv gemeint ist. Nach wie vor dreht sich im Kampfring alles um die drei Buttons Blocken, Schlagen und Treten, was auf den ersten Blick sehr simpel wirkt, jedoch in den Händen eines fortgeschrittenen Spielers enorme Spieltiefe bietet. Gesetzt dem Fall eure Reflexe ähneln der einer Katze könnt ihr so gut wie jede Aktion eures Gegners blocken und kontern, geschickt Angriffen ausweichen oder einfach Attacke auf Attacke auf euren Gegner niederprasseln lassen, bis dieser geschlagen am Boden liegt. Allerdings setzt dies Wochen, ja gar Monate von Spielerfahrung voraus.
Um vom Neuling zum Profi zu avancieren offeriert Virtua Fighter 5 wie schon seine Vorgänger einen Trainings-Modus, in dem ihr entweder frei mit euren Kampfkünsten experimentieren könnt oder die gesamte Palette an Angriffskombinationen abarbeiten dürft. Unglücklicherweise hat Sega die Option entfernt, die jeweiligen Moves anhand einer Präsentation anzusehen, was bei den extrem auf richtigem Timing basierenden Kombos zu vielen Probeläufen führen dürfte.
Für den geneigten Solo-Spieler, der nicht gerade in einer Nachbarschaft voller angehender Virtua Fighter-Profis lebt, bietet das Spiel nebst dem Arcade-Modus, bei dem ihr euch durch eine Liste von Kämpfern bis zu einem Boss durchprügelt, den aus Virtua Fighter 4: Evolution bekannten Quest-Modus, welcher euch die ruhmvolle Welt der Virtua Fighter Szene nahezubringen versucht.
Im Grund genommen schlüpft ihr dabei in die Rolle eines Virtua Fighter 5 Spielers, der Tag ein Tag aus durch die diversen Spielhallen zieht und Gegner herausfordert oder einem der regelmässig abgehaltenen Turniere beiwohnt. Sobald ihr ein Profil mit eurem bevorzugten Charakter erstellt habt, schickt euch das Spiel auch schon auf die simple, aber übersichtlich gehaltene "Weltkarte”, wobei es sich um eine Hand voll verschiedener Spielhallen handelt, die unterschiedlich talentierte Computergegner beheimaten. Den Schwierigkeitsgrad eines Kampfes erkennt man dabei am Rang eures Gegners und mit der Zeit und einige Erfolge vorausgesetzt steigt ihr selbst Rang um Rang auf.
Game Info
- Genre: Beat'em Up
- Entwickler: Sega
- Publisher: Sega
- Spieler offline: 2
- Releasedatum: 23.03.2007 (erschienen)
- 1080p Modus: Nein
- Sixaxis Support: Nein
- Teilinstallation auf Festplate: Optional
- Grösse der Installation: 2342 MB



