Enchanted Arms

Enchanted Arms Test / Review

Auf der Xbox 360 machte sich Enchanted Arms vor allem damit einen Namen, das erste japanische Rollenspiel auf Microsofts neuer Konsole gewesen zu sein. Ob die zum Europa-Launch der PS3 erhältliche Portierung mehr als nur die Hardcore-Fans zufriedenstellen kann, ist aber fraglich. Denn Enchanted Arms offeriert zwar vieles, was sich bereits dank zahlloser anderer Spiele im Genre etablieren konnte, tut dies aber auf recht unbeeindruckende Weise und bietet kaum Neuerungen, die den geneigten Rollenspieler zu fesseln vermögen.

Zum einen wäre da die etwas eintönige Geschichte, die unter ständigen Déjà Vu-Momenten leidet. Mit der Erschaffung der mächtigen Devil Golems stand die Menschheit einst auf der Höhe ihrer magischen Fähigkeiten und sah einer rosigen Zukunft entgegen. Doch wie so oft verlor der Mensch die Kontrolle über sein Schaffenswerk und die göttergleichen Wesen stellten die Menschheit an den Rand der Vernichtung. 1000 Jahre später scheint die Welt für den hitzköpfigen Atsuma und seine Freunde von der Universität von Yokohama idyllisch wie eh und je und der Golem-Krieg scheint nicht mehr als eine uralte Legende.

Da der Mensch aber nie aus seinen vergangenen Fehlern lernt, wird eine der versiegelten Bestien unverhofft befreit und die Welt leidet erneut unter der Herrschaft der Queen of Ice.Noch ist aber nicht alle Hoffnung verloren, schlummert doch in Atsumas rechtem Arm die Kraft, sogar die unbezwingbaren Devil Golems zu bannen, aber auch die Gefahr, die Welt entgültig zu vernichten.Zusammen mit der hübschen Karin und deren Leibwächter Raigar macht sich Atsuma schliesslich auf den Weg, seinen Freund Toya und die ganze Welt von der Unterdrückung der gnadenlosen Golem-Königin zu erlösen. Enttäuschenderweise entfaltet sich der weitere Verlauf oft so langsam, dass ihr angeblich schockierende Enthüllungen schon von weitem kommen seht und viele dieser Wendungen wirken zudem enorm konstruiert, als ob man die dünne Handlung in die Nähe der magischen 40 Spielstunden-Grenze zu ziehen versucht.

Ernüchternd dabei ist auch, dass ihr auf eurer Reise von einer Stadt in die Nächste auf enorm linearen Pfaden wandert, die euch kaum Möglichkeiten zum Erkunden bieten. Zudem wirken viele Umgebungen sehr steril und detailarm oder leiden manchmal sogar unter einer schlechten Bildrate.Allgemein ist die Grafik im Spiel nur durchschnittlich und oft schleicht sich der Gedanke ein, dass Ähnliches auch auf der XBox (1) ohne Weiteres möglich gewesen wäre. Die Charaktere wirken sehr steif und besitzen kaum Mimik, die Texturen sind teilweise enorm unscharf und Objekte poppen des öfteren unerwartet ins Bild.

Überzeugen können hingegen die spärlich gesäten Rendersequenzen, die beeindruckenden Spezialattacken und die Designs der weit über 100 im Spiel vorhandenen Golems. Von anime-haften Roboter-Mädchen über schwertschwingende Ritter, knuddeligem Spielzeug und wilden Tieren bis hin zu riesigen Monstern deckt die Bandbreite an Gegnern so gut wie jedes nur erdenkliche Wesen ab und das Spiel entwickelt schnell eine gewisse Pokémon-Mentalität. Im Verlauf des Spiels dürft ihr nämlich zum Herrn über eine ganze Schar von Golems avancieren, die ihr für euch kämpfen lassen könnt. Voraussetzung für den Bau des jeweiligen Golems sind ein Energiekern und einiges an Baumaterial, das ihr oft nach Gefechten finden oder käuflich erwerben könnt. Teilweise stehen aber auch einzelne Golems am Wegesrand, die ihr in einem Kampf besiegen müsst, um an ihre Kerne zu gelangen.

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Game Info

  • Genre: Rollenspiel
  • Entwickler: From Software
  • Publisher: Ubisoft
  • Spieler offline: 1
  • Releasedatum: 23.03.2007 (erschienen)

  • 1080p Modus: Nein
  • Sixaxis Support: Ja
  • Teilinstallation auf Festplate: Nein

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